Auftritt in Düsseldorf: Erdogans vergiftete Liebe

Tausende feiern ihn wie einen Popstar: In Düsseldorf umgarnt der türkische Premier Erdogan seine Landsleute in Deutschland* - mit dem Versprechen eines Doppelpasses light und der Warnung vor Assimilation. Ein Auftritt voller Doppeldeutigkeiten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...747496,00.html
  1. #410

    Staatesbuergerschaft wird unterschiedlich gehandhabt

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Gegen seine Pflichten gegenüber seinen Staatsbürgern ist ja auch nichts einzuwenden, allerdings, wenn man dem Artikel glauben mag, spricht er die deutschen Staatsbürger mit türkischen Vorfahren an und verspricht ihnen trotz fehlender türkischer Staatsbürgerschaft gleiche Staatsbürgerrechte wie gebürtigen Türken (das da kein Aufschrei durch die türkische Presse geht wundert mich. Zudem kristisiert er nicht nur die Politik eines souveränen Staates, sondern empfiehlt den deutschen Staatsbürgern mit türkischen Vorfahren in diesem Staat Schlüsselpositionen zum Vorteil des türkischen Staates zu besetzen, sich aber nicht als Teil des deutschen Staates zu sehen und sich mit diesem auch nicht zu identifizieren.
    Wenn das keine Agitation gegen das Gastland ist, was dann?
    In Titos Jugoslawien konnte man seine Jugoslawische Staatsbuergerschaft ueberhaupt nicht abllegen, Der Mensch konnte machen was er wollte, sowie er einen Fuss ueber die Grenze setzte, war er wieder Jugoslawe.

    In anderen Laendern ist es ueblich mehr als eine Staatsbuergerschaft anzuerkennen. Also sie sollten sich nicht wundern wenn das ganze Staatsbuergerschaftgetue international konsterniert.

    Wie sich das Verhaeltnis zwischen der Tuerkischen Minoritaet und dem deutschen Gastgebervolk entwickeln wird, kann man nach der dritten Generation (der ersten die im Neuen Land geboren wurde) in etwa voraussagen.

    Entweder sehen sich diese Menschen als Tuerken in Deutschland mit einer starken emotionellen und politischen Verbindung in die Tuerkei, oder sie beginnen sich als deutsche tuerkischer Abstammung zu sehen die auf allen Ebenen der gemeinschaftlichen Aktivitaet mitmachen und dazu gehoert auch Wehrdienst. Teilnahme an freiwilligen Organisationen wie Fussballklub, Feuerwehr, Rettungsdienst usw sind gute Anzeichen wie gut das klappt.

    In den USA kann man sagen dass der zweite Fall zutrifft. Die breitere Gesellschaft ewartet Integration, erkennt jedoch die Urspruenge der Mitglieder der Gesellschaft dennoch an.

    Sollten die tuerkischen und deutschen Gemeinschaften nicht in der Lage sein eine effektive Integration zu erreichen, dann sieht die Zukunft duester aus.

    Herr Erdogan ist en kluger Mensch und er kennt sich in ethnischen Unterschieden und dem Zusammenleben gut aus. Wie ich ihren Kommentar verstehe, unterlegen sie ihm zwiespaeltige Hintergedanken. Sollte das wirklich so sein, dann waere es fuer die Bundesregierung angebracht seine Anwesenheit in Deutschland auf das absolut geringste Maas zu beschraenken, und das waere im besten Interesse der deutschen und der tuerkischen Einwohner Deutschlands.

    Kein Land und keine Regierung kann externe Einfluesse gegen die nationale Einheit langfristig erlauben.... nicht einmal eine deutsche Regierung.
  2. #411

    ich auch!

    Zitat von Manfred-M Beitrag anzeigen
    Ich werde öfters von "ethnischen Deutschen" gefragt: "Was bist Du denn für ein Landsmann?" Ich: "Deutscher." Er: "Ne, ich mein woher kommst Du?" Ich: "Achso! Aus Hamburg!", Er: "Ne, ich mein Ursprünglich!" Ich "Ursprünglich aus der Nähe von Bielefeld!"

    Man kann mir sagen was man will, die Mehrheit der Deutschen definiert Dich als Deutschen mit Migrationshintergrund auch nach Generationen noch nach Deiner ethnischen Abstammung. Es wird dem Türken in Deutschland nicht leicht gemacht sich zu integrieren. Weder auf der Straße noch beim Vorstellungsgespräch. Und dann kommen ein paar ***rassistische*** Foristen und werfen es dem türkischen Premier vor, dass er ihnen endlich mal Orientierungshilfe gibt anstatt ständig nur Forderungen.

    Ich werd auch immer gefragt wo ich herkomme. Und dann sag ich den Leuten eben, daß ich ursprünglich aus Bayern komme und jetzt eben woanders bin.
    Wo ist das Problem? Bei mir hört eben jeder, daß ich kein Eingeborener bin, da wo ich jetzt lebe.
    Hat den Vorteil, daß die Leute mich auch nicht so leicht vergessen.
    Und daß die richtig alteingesessenen erst mal unter sich bleiben ist doch überall so.
    Egal wo auf der Welt ich hingehe, ich muß mich doch erst mal der aufnehmenden Gesellschaft anpassen und ihr zeigen, daß ich dazugehören will.
    Vom Fußballverein bis zum Staatswesen!
  3. #412

    Witzbold!

    Zitat von Maskulist5 Beitrag anzeigen
    Toll, da kauft man die Islamkritik um den PReis einer FDP XXXL, sehr toll. Nicht wirklich. Eher mache ich ein Kreuz über den gesamten Wahlzettel als dass ich solchen Bullshit wähle!
    Wir bräuchten eine Partei, die sonst inhaltlich zwischen SPD und Linke steht, aber eben auch islamkritisch und migrationsabwehrend ist. DANN könnten wir der Massenbewegung Stimme und Kraft verleihen, aber nicht mit solchen Schwachsinnigkeiten wie bei der angeblichen Freiheit.
    Entschuldigen Sie meine direkte Art, aber Ihr Nickname ist satirisch gedacht oder?

    ich mein ja nur, wer eine Alternative zwischen SPD und LINKE sucht (wo soll da noch Platz sein) wenn sich beide als feministisch betätigen der kann sich dann nicht ernsthaft als Maskulist bezeichnen.
    SPD und die umbenannte SED, ebenso die GrünInnen sind feministisch, einwanderungsbejahend, islamunterwürfig politisch korrekt bis zur Selbstverleugnung, und da erwarten Sie aus der politischen Richtung Änderung?

    Ihren Optimismus möchte ich auch mal haben!