Forum


 

Auftritt des Bundespräsidenten: Sperrfristchaos um Wulff-Interview

Eigentlich sollte das Interview mit Christian Wulff erst um 20.15 Uhr bei ARD und ZDF in voller Länge zu sehen sein, doch es gab Kritik an der Exklusivität. Das Bundespräsidalamt verkürzte die Sperrfrist für Journalisten. Und auch im Netz tauchte das*Komplettgespräch früher auf.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...807238,00.html
  1. #1

    ...

    Sperrfristen sind Relikte aus autoritären Zeiten. Genau wie die meisten Rundfunksender und Zeitungsverlage, die immer noch nicht begreifen, daß ihre Zeit vorbei ist. Schöne neue Internetauftritte kaschieren vielleicht noch eine Weile darüber hinweg, wie rückständig der Medienzirkus in Wirklichkeit noch ist, und wie meilenweit entfernt die Herrschenden von den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Beherrschten sind. Zum Glück besitzt das Internet eine so grandiose Eigendynamik und Durchschlagskraft (und Subversion und Anarchie), daß sich heute niemand mehr daran hält, wenn irgendjemand meint, er habe einen exklusiven Anspruch auf Informationen oder deren Verwertung. Mehr Tranparenz, mehr Subversion, mehr Freiheiten.
  2. #2

    von wegen anarchie

    anarchie wird niemals grundlage einer funktionierenden (!) gesellschaft werden, nur weil die graue masse unreflektierender netz-user diese als systemalternative vor sich her schwenken ...
  3. #3

    Mag ja sein...

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Zum Glück besitzt das Internet eine so grandiose Eigendynamik und Durchschlagskraft (und Subversion und Anarchie), daß sich heute niemand mehr daran hält, wenn irgendjemand meint, er habe einen exklusiven Anspruch auf Informationen oder deren Verwertung. Mehr Tranparenz, mehr Subversion, mehr Freiheiten.
    ...dass Sperrfristen überflüsige Relikte aus der Postkutschenzeit sind.

    Im Hinblick auf investigativen Journalismus - wie übrigens auch im vorliegenden Fall - hat die 'grandiose Eigendynamik und Durchschlagskraft' des Internet, meines Wissens bislang keine nennenswerten Ergenbisse hervorgebracht. Gute Recherche kostet eben eine Menge Geld.

    À propos Geld: Mein SPIEGEL-Abo habe ich trotz intensiver Nutzung von SPON und neuerdings der digitalen Ausgabe bewusst beibehalten. Irgendwo muss das Geld für die fundamentalen Aufgaben, welche die Presse in einer Demokratie - seit der Postkutschenzeit - wahrzunehmen hat ja herkommen...


TOP



TOP