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Aufstockung des Rettungsfonds: Europa sucht die Superwaffe gegen Spekulanten

Die*Euro-Länder stocken den Rettungsfonds EFSF auf - doch eine Pleite Italiens oder Spaniens könnte er*immer noch nicht verhindern. Der Druck auf die Staaten der Währungsunion wächst: Sie sollen den Fonds mit unbegrenzten Mitteln ausstatten, um die Spekulation gegen Krisenländer endlich zu stoppen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...788378,00.html
  1. #240

    Sinn (ifo)

    Wenn sie gerade Hans-Werner Sinn auf Bayern alpha gehört haben, da kamen die Spekulanten kausal nicht vor:
    http://www.br-online.de/content/cms/...0926082541.pdf
    ich denke mal, das hilft weiter ... so als Grundlage.
  2. #241

    ...

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Immer noch viel zu niedrig. Erkläre mir doch bitte jemand, wieso nicht eine Finanztransaktionssteuer in Höhe der Mehrwertssteuer für den "normalen" Bürger liegen sollte.
    Weil Unternehmen die sich mittels Anleihen am Geldmarkt finanzieren wohl kaum Zinsen um die 25-30% auf Ihre Investitionen zahlen können.

    Eine Finanztransaktionssteuer ist ja gut und recht, aber realistische Zinssätze sind irgendwo bei 0.05% rum ...
  3. #242

    GANZ SICHER wird das System am Ende nur RESETTED werden..

    Zitat von chagall1985 Beitrag anzeigen
    Ja das nennt man die Atombombe!
    Nur diese Waffe hat genug Wirkung um Abschreckend zu wirken und ein für alle mal Ruhe in den Spekulationsirrsinn zu bekommen.

    Das Dumme sind nur die verdammten Nebenwirkungen dieser Waffe.

    Und das wir Billionen von Dollar und Euro haben die sinnlos in den Händen weniger angehäuft wurden und verzweifelt nach einer Anlagemöglichkeit suchen ist sicher nicht unser Problem.

    Das wir ein System haben, das seit 30 Jahren über Lohndumping und Outsourcing seine Wachstumsraten erkauft ist sicher auch keine Ursache dieses Problems.

    Das wir ein System haben das den Demokratien und den Menschen darin Stück für Stück Ihre Existenzgrundlage entzieht um diese in Diktaturen mit Preiskontrolle und Sklavenheeren zu verschleudern ganz sicher auch keine Ursache.

    Aber hey! Wir stehen ja noch nicht vor dem Zusammenbruch des Zinseszinssystems. Wir erleben nur den Peak dieses Systems.
    Und ganz sicher wird es danach nur Resettet damit wir den gleichen Mist von neuem veranstalten können.
    ...denn Theorien wie
    http://wientv.org/2011/04/08/franz-h...-im-interview/
    sind zwar genial, aber nicht umsetzbar, weil alle zu einem bestimmten Zeitpunkt umschwenken müssten in das neue,konstruktive Wirtschaftsmodell mit Perspektive.

    Bleiben nur die hier aufgezeigten, realistischen Möglichkeiten, - aber bitte die am wenigsten grausamste!
    tandemvipera.blogspot.com

    (tandem vipera sibilare desisti !)
  4. #243

    Hier ist sie, die "finanzielle Atombombe" für die "Finanzindustrie"

    die das geschossene Geld entweder auf Nummer sicher bei der Zentralbank parkt oder sich selber an den Spekulationen beteiligt bzw. das Geld dafür zur Verfügung stellt. Banken und auch Staaten pleite gehen lassen. Entsprechend politisch flankieren, wie man das bei den Rettungen getan hat und noch tut und damit den Steuerzahler vor einer weiteren systemimmanenten Ausbeutung durch die politisch protegierten Banken schützen. Der Staat selbst übernimmt die Geldversorgung über eine der Grameenbank entsprechenden Organisation. Wirtschaft und Politik koppeln sich mit einem Radikalschnitt von den kranken Ackermännern ab und alles wird gut.
  5. #244

    Zocker?

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Selbst ich als Laie wüsste das was. Einfach all die Liberalisierungen wieder aufheben, die es überhaupt erst ermöglicht haben, dass die Zocker so viel Macht und Spielraum bekommen. Dazu vieleicht noch ein paar Regulierungen und schon wäre man gegen die Zocker geschützt. Ich vermute aber, dass man das gar nicht erst möchte.
    Na klar, dann hoeren die Staaten von alleine auf, ueber ihre Verhaeltnisse zu leben...
  6. #245

    Wow!

    Zitat von CStonre Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den Wachmacher!
    Es ist so schlimm wie ich insgeheim befürchtet habe!
    Der Euro ist nicht zu retten!
    Das sagte schon vor längerer Zeit Dirk Müller.
    Das Gute ist - ich habe keine Anlagen!
  7. #246

    Logisch,

    Zitat von mark anton Beitrag anzeigen
    fuer Europa,

    die Steuerzahler die fuer extreme finanzielle Misswirtschaft/ Schuldenmacherei dieser Laender aufkommen sollen werden diese Strategie von Junckers/Barosso/Trichet nicht mittragen, es wird zum boesen Erwachen kommen, man wird die Regierungen die dem zustimmten abwaehlen und zur Verantwortung ziehen.

    Im Grunde genommen geht es ja doch wieder darum, die beteiligten Banken, mit der Hauptschuld an dieser Misere, wieder von ihrer Verantwortung zu entbinden, sie haetten gemeinsam mit den Pleitelaendern selbst allein die Suppe ausloeffeln muessen, die sei einbrockten.
    Anderenfalls wird es nie einen Lerneffekt geben.

    In dieser Aufstellung ist der Euro gestorben.
    fällt die unterstützende Regierung, dann stürzen auch
    die Banken. Stirbt Merkel z.b. an einem Herzinfarkt,
    ist es um viele Banken in Deutschland geschehen.
  8. #247

    schwarzer Peter

    Zitat von Mustermann Beitrag anzeigen
    Der Historiker Heribert Münkler hat in einem Interview vorgeschlagen, bestimmte finanzielle Transaktionen zu kriminalisieren. Mir fallen als erstes Leerverkäufe und Spekulationen mit Lebensmitteln ein. Das wär schon mal ein Anfang.
    Ja schön nur leider hätte das an der jetzigen Situation nichts geändert und würde sie auch nicht entschärfen. Schade das manche immer hier noch auf den banken rum hacken ohne einen Plan zu haben. Ohne Zweifel in der Banken Welt läuft einiges schief, aber die Gründe für die Schuldenkrise liegen bereits 20 Jahre zurück und waren ein schleichender Prozess geprägt von politischen Fehlentscheidungen, westlicher Dekadenz, sinkender Produktivität und einer ungezügelten Finanzwelt.
  9. #248

    Sündenböcke

    "Spekulanten" dienen den Politiker lediglich als Sündenböcke für ihr eigenes Versagen.

    Natürlich spekulieren die, dass ein Land weiter an Kreditwürdigkeit verliert, wenn es sich überschuldet. So what? Ich würde einen berüchtigten Schuldenmacher auch keinen Kredit geben, weil ich spekuliere, dass der nie zurückzahlen kann.

    Spekulation ist nichts anderes als eine Kalkulation der in die Zukunft gerichtete Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung. Es braucht nicht viel Wissen um festzustellen, dass bei 2 Bio. € Schulden ein Land bei Erhöhung der Kreditzinsen um 3 % in 5 Jahren seine Zinsen nicht mehr zahlen kann. Weil die dann 60 Mrd. € in einem Jahr mehr zahlen müssen als jetzt. Und bereits heute ihren Haushalt nur mit Neuschulden decken können.
  10. #249

    Denkfehler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Druck auf die Staaten der Währungsunion wächst: Sie sollen den Fonds mit unbegrenzten Mitteln ausstatten, um die Spekulation gegen Krisenländer endlich zu stoppen.
    "Spekulieren", im abwertenden Sinne des Wortes, kann man nur gegen jemanden oder ein Land, der/das eigentlich wirtschaftlich gesund, aber in einem vorübergehenden Liquiditätsengpass ist. Es kann sinnvoll sein, solche Spekulationen durch ausreichend große Garantien zu verhindern. Die Idee dabei ist, die Garantien so groß zu machen, dass sie die Spekulation von vornherein verhindern, so dass die Garantien am Ende nicht in Anspruch genommen werden.

    Wenn aber die Finanzmärkte einem Land, das fundamental pleite ist, kein Geld mehr geben, dann ist das keine "Spekulation", sondern reine wirtschaftliche Vernunft. Garantien helfen dem Land nicht, auch nicht riesengroße. Solche Garantien werden dann auch in Anspruch genommen, so dass das Geld dann weg ist. Diese Garantien verhindern dann am Ende den Zusammenbruch auch nicht, sondern zögern ihn nur hinaus. Im Falle Griechenlands haben wir es mit dem zweiten Fall zu tun. Der Finanzmarkt "spekuliert" nicht gegen Griechenland, sondern reagiert adäquat darauf, dass der griechische Staat schlichtweg pleite ist.

    Dieser Artikel und ein breiter Teil der Öffentlichkeit scheinen leider den Unterschied zwischen vorübergehendem Liquiditätsengpass und fundamentaler Pleite nicht zu sehen. Die jetzt angepeilten Garantien sind vielleicht bei den "IPS"-Ländern (also "GIPS" ohne das G für Griechenland) sinnvoll (auch da habe ich meine Zweifel angesichts des Fehlens weiterer Maßnahmen - Zeit allein und Beten werden Italien und Spanien auch nicht helfen). Bei Griechenland handelt es sich hingegen nicht um Garantien, sondern um Hilfe zum Lebensunterhalt - die das Problem verlängert und nicht löst.








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