Forum: Blogs
Aufstand in Syrien: Regierungsgegner melden viele Tote nach Beschuss von Deraa
AFPArtilleriebeschuss und heftige Kämpfe: Allein in den letzten 24 Stunden sind in Syrien nach Angaben von Beobachtern fast 90 Menschen getötet worden. Die Rebellen kämpfen inzwischen mit allen Mitteln - und schicken dafür auch Zivilisten ins Feuer.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...837871,00.html
- #250 10.06.2012 08:51 von
Wenn der Koenig von SA sich
Revolutionsfuehrer nennen wuerde und "sozialistisch" im Landesnamen auftauchen wuerde, dann wuerden wir wahrscheinlich hoeren wie toll das kostenlose Gesundheitssystem, Schulen sowie kostenloser Strom und Wasser denn so sind.
Nicht, dass ich allzuviel von jenem Staat halte. Welche Reflexe einige Worte bei manchen Leuten in die eine oder andere Richtung ausloesen, ist aber schon interessant zu beobachten. - #251 10.06.2012 10:44 von
Das ist Ihre Meinung, die ich Ihnen natürlich gerne lasse.
Merken Sie, dass Sie sich verheddert haben? Einerseits fordern Sie Soldaten einer internationalen Schutztruppe - ohne selbst Ihren Dienst anzubieten - und fordern von den Soldaten, ihr Leben zu riskieren, um entmilitarisierte Zonen "mit allen Mitteln" zu verteidigen und gleichzeitig setzen Sie diese Soldaten herab, dass sie keinen Dienst an der Gesellschaft leisten würden.
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass... - #252 10.06.2012 10:47 von
Syrien
Die Aussage daß Assads Truppen auf die Aufstänischen geschossen haben, ist zwar im Kern richtig, zeigt die Problematik aber nicht vollständig.
Bereits im März 2011, also zu Beginn des Aufstandes:
"Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters haben syrische Sicherheitskräfte zwei Demonstranten getötet, als diese versuchten, ein Regierungsgebäude in der Hafenstadt Latakia anzuzünden."
Unruhen: In Syrien wird wieder demonstriert | Politik | ZEIT ONLINE
Es ist im Nachhinein schwer die Ereignisse zu bewerten, die am Anfang der Gewaltspirale standen. Beflügelt durch die Ereignisse in Tunesien und Ägypten war die Opposition wohl auch einfach etwas zu ungeduldig. Immerhin ließ Assad den zuständigen Gouverneur absetzen und hat sofort angeboten den Ausnahmezustand aufzuheben.
Unruhen: Syriens Führung kündigt Reformen an | Politik | ZEIT ONLINE
Es bestand also die Chance auf einen Dialog.
Nicht lange zuvor hat er übrigens selbst die arabischen Herrscher zu Reformen gedrängt:
Syria Strongman: Time for 'Reform' - WSJ.com
Eskaliert ist die Lage erheblich früher.
Am Anfang gab es erheblich mehr Vorbehalte auch aus Ländern wie Brasilien und Indien, ebenfalls Mitglieder im UN-Sicherheitsrat. - #253 10.06.2012 11:05 von
Ja, da muss man als Diktator schonmal mit schwerem Gerät ran.
Artillerie und Panzer scheinen da wirklich die passende Wahl der Mittel.
Sie konstruieren hier Allianzen, die es so gar nicht gibt.
Salafisten machen innerhalb des Islam auch nur einen sehr geringen Prozentsatz aus.
Salafisten ist im Moment ein durch die Medien propagierter Kampfbegriff, um den Islam im ganzen zu verunglimpfen.
Aber auch Russland kennt den Tyrannen Assad ganz genau.
Wenn Sie es ehrlich mit dem syrischen Volk meinten, müssten Sie auch die russischen Waffenlieferungen verurteilen.
p.s.
Weil Sie gestern die DDR-Diktatur als nicht vergleichbar mit der syrischen abgetan haben;
was unterscheidet sie denn voneinander? - #254 10.06.2012 11:10 von
Das ist nun einmal falsch. Wie gesagt, jeder syrische Kaufmann wird für die Taten seiner Regierung mitverantwortlich gemacht, weil er selbst bestimmt nichts böses getan hat, aber trotzdem niemand mehr mit ihm handeln will. Sagen Sie mal in Kandahar, dass Sie Amerikaner sind oder bei der Einreise an JFK, dass Sie aus Afghanistan kommen. Sie werden merken, dass diese Leute nur nach ihrer Nationalität eine ganz andere "Behandlung" erfahren. Ihr Ansatz, dass man erst mitverantwortlich sei für die Handlung einer Regierung, wenn man diese aktiv gewählt habe, trägt nicht. Wenn Sie sich an das Lied der Toten Hosen erinnern:"Es ist auch Dein Land!"
Nehmen Sie den Eisenbahnwärter-Fall. Ein Zug rast auf einen anderen Zug zu. Vielleicht können die beiden Zugführer ihre Züge noch anhalten, wenn sie sich rechtzeitig bemerken. Der Eisenbahnwärter hat aber auch die Chance, den ersten Zug auf ein Abstellgleis umzuleiten, wobei aber das Risiko besteht, dass der Zug entgleist und die Arbeiter, die gerade die Gleise reparieren getötet werden. Keine Entscheidung ist "richtig", aber sich hinzustellen und zu sagen, ich mache grundsätzlich gar nichts, weil ja was schlimmes passieren könnte, hilft erst Recht niemandem.
Ich verteidige mich also mit Gewalt gegen einen Angriff. Dabei erhalte ich von meinem Zug die Information, dass der Gegner dabei ist, über eine Brücke meine rechte Flanke zu umgehen. Setzt er über, ist meine gesamte Position, die ich zu verteidigen habe, verloren und das Leben der mir anvertrauten Soldaten in höchster Gefahr. Beschieße ich die Brücke, nehme ich in Kauf, dass ich dabei auch die Flüchtlinge treffe, die sich aus dem Kampfgebiet absetzen wollen. Was soll ich Ihrer Ansicht nach tun, außer mich gleich selbst zu verhaften?
Auch da steht der Mensch nun einmal vor der Herausforderung, sich den Folgen seines Handelns bewusst zu sein, um zu erkennen, was gut und böse ist. Raben und Affen bspw. sind übrigens auch in der Lage, abzuschätzen, welche Folge eine bestimmte Handlung hat. - #255 10.06.2012 11:57 von
MNun wird ja auch langsam immer mehr bekannt...
was die Hintergründe des Hula/Houla-Massaker betrifft.
Die "Aktivisten" bezeichneten es als "Geschenk" zur Parlamentswahl.
Denn die Familie Al-Sayed, die dort angegriffen wurde, hatte Mitglieder im Parlament.
Laut Zeugen bezeichneten die Bewaffneten das Massaker als "Geschenk" für die Wahl zum Abgeordneten.
Im Moment aber sorgt man sich in der Gegend von Haffeh um ein mögliches neues Massaker.
Denn duzende Bewohner dieserer Region um Haffeh wurden von bewaffneten Aktivisten entführt. Sie wurden an einen unbekannten Ort verbracht und es wird allgemein befürchtet, dass damit ein neues Massaker vorbereitet werden könnte, um wieder zu behaupten, die syrische Regierung würde das eigenes Volk töten - #256 10.06.2012 13:45 von
Ich finde Gewalt nicht gut und gerade deswegen bin ich für eine Intervention. Umso länger wir warten, desto schlimmer wird es. Und der Afghanistan Einsatz war nicht wirklich teuer, außerdem erinnere ich sie gerne an unsere Bündnis-Pflicht in der NATO. Wir können doch nicht tatenlos zusehen, wie unser Verbündeter von Terroristen brutal angegriffen wird.
- #257 10.06.2012 15:52 von
Rebellen locken britschen Journalisten in Falle
Mit welchen rücksichtslosen Methoden die Rebellen kämpfen zeigt der Fall der britischen Channel 4 Journalisten der absichtlich zwischen die Fronten in einen Hinterhalt gelockt wurde um erschossen zu werden und man es anschliessend der Regierung in die Schuhe schieben kann.
Set up to be shot in Syria’s no man’s land? | Alex Thomson's View
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

