Aufstand in Syrien: Regierungsgegner melden viele Tote nach Beschuss von Deraa

AFPArtilleriebeschuss und heftige Kämpfe: Allein in den letzten 24 Stunden sind in Syrien nach Angaben von Beobachtern fast 90 Menschen getötet worden. Die Rebellen kämpfen inzwischen mit allen Mitteln - und schicken dafür auch Zivilisten ins Feuer.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837871,00.html
  1. #250

    Wenn der Koenig von SA sich

    Zitat von willi_der_letzte Beitrag anzeigen
    Das Stimmt. Das ist dann ein Kleptokraten Regime ala Saud.
    Revolutionsfuehrer nennen wuerde und "sozialistisch" im Landesnamen auftauchen wuerde, dann wuerden wir wahrscheinlich hoeren wie toll das kostenlose Gesundheitssystem, Schulen sowie kostenloser Strom und Wasser denn so sind.
    Nicht, dass ich allzuviel von jenem Staat halte. Welche Reflexe einige Worte bei manchen Leuten in die eine oder andere Richtung ausloesen, ist aber schon interessant zu beobachten.
  2. #251

    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Das tut mir leid. Ich sehe ein, dass ich da als Berater nicht viel tauge.
    Das ist Ihre Meinung, die ich Ihnen natürlich gerne lasse.

    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Aber ein Vorschlag: Wie wäre es entmilitarisierte Zonen einzurichten, in die sie die Zivilisten flüchten können und die unter garantiertem Schutz einer internationalen Truppe stehen. Die muss dann allerdings auch mit allen Mitteln verteidigt werden (nicht wie z.B. in Srebrenica). ...

    Das ist ja wohl ein bisschen was anderes, oder? Die genannten Personenkreise dienen ihrer eigenen Gesellschaft und -nebenbei- jeder in der Gesellschaft leistet seinen Beitrag (Steuern), damit diese Dienste funktionieren. Ich bezahle aber nicht per se Steuern, damit die Bundeswehr an irgendeinem Krieg teilnimmt, den sie nicht angezettelt hat und mit dem sie nichts zu tun hat...
    Merken Sie, dass Sie sich verheddert haben? Einerseits fordern Sie Soldaten einer internationalen Schutztruppe - ohne selbst Ihren Dienst anzubieten - und fordern von den Soldaten, ihr Leben zu riskieren, um entmilitarisierte Zonen "mit allen Mitteln" zu verteidigen und gleichzeitig setzen Sie diese Soldaten herab, dass sie keinen Dienst an der Gesellschaft leisten würden.

    Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass...
  3. #252

    Syrien

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    ...Nochmal, auch für Sie: Wer liess friedliche Demos zusammenschiessen?
    Die Aussage daß Assads Truppen auf die Aufstänischen geschossen haben, ist zwar im Kern richtig, zeigt die Problematik aber nicht vollständig.
    Bereits im März 2011, also zu Beginn des Aufstandes:
    "Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters haben syrische Sicherheitskräfte zwei Demonstranten getötet, als diese versuchten, ein Regierungsgebäude in der Hafenstadt Latakia anzuzünden."
    Unruhen: In Syrien wird wieder demonstriert | Politik | ZEIT ONLINE
    Es ist im Nachhinein schwer die Ereignisse zu bewerten, die am Anfang der Gewaltspirale standen. Beflügelt durch die Ereignisse in Tunesien und Ägypten war die Opposition wohl auch einfach etwas zu ungeduldig. Immerhin ließ Assad den zuständigen Gouverneur absetzen und hat sofort angeboten den Ausnahmezustand aufzuheben.
    Unruhen: Syriens Führung kündigt Reformen an | Politik | ZEIT ONLINE
    Es bestand also die Chance auf einen Dialog.
    Nicht lange zuvor hat er übrigens selbst die arabischen Herrscher zu Reformen gedrängt:
    Syria Strongman: Time for 'Reform' - WSJ.com
    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    ...
    Ich denke dass der Widerstand in Syrien gegen Assad lange nicht das Ziel hatte, irgendwelche andersgläubigen und politischen Gegner zu bekämpfen. Durch die Systematische Ausbombardierung von Wohngebieten durch die syrische Armee ist die Lage eskaliert.
    Eskaliert ist die Lage erheblich früher.
    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Dank Putin und den Betonköpfen aus Peking gab es keine andere Möglichkeit in die Situation früher einzugreifen. Die Vorschläge waren weit entfernt von militärischem Eingreifen und automatischen Sturz Assads...
    Am Anfang gab es erheblich mehr Vorbehalte auch aus Ländern wie Brasilien und Indien, ebenfalls Mitglieder im UN-Sicherheitsrat.
  4. #253

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Tja bei der Bekämpfung von Terroristen/Rebellen/Aktivisten die sich in besiedelten Gegenden verschanzen und von dort aus ihren "Aktivismus" betreiben sind zivile Opfer unvermeidbar.
    Ja, da muss man als Diktator schonmal mit schwerem Gerät ran.
    Artillerie und Panzer scheinen da wirklich die passende Wahl der Mittel.

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Klingt nicht plausibel. Die Gefahr eines Eingreifen "der Guten" (Westen und salafistische Araber) ist einfach zu groß.
    Sie konstruieren hier Allianzen, die es so gar nicht gibt.
    Salafisten machen innerhalb des Islam auch nur einen sehr geringen Prozentsatz aus.
    Salafisten ist im Moment ein durch die Medien propagierter Kampfbegriff, um den Islam im ganzen zu verunglimpfen.

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Da gehören viel eher diejenigen hin, die die den Extremisten Waffen liefern. Und zwar obwohl sie längst wissen was die Rebellen für Typen sind.
    Aber auch Russland kennt den Tyrannen Assad ganz genau.
    Wenn Sie es ehrlich mit dem syrischen Volk meinten, müssten Sie auch die russischen Waffenlieferungen verurteilen.

    p.s.
    Weil Sie gestern die DDR-Diktatur als nicht vergleichbar mit der syrischen abgetan haben;
    was unterscheidet sie denn voneinander?
  5. #254

    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Hä? Zweifellos ist das so. Aber das hat nichts damit zu tun, dass die Syrer sich nicht ausgesucht haben, Assad zum Chef zu haben. Wer also gegen ihn ist, muss sich auch nicht den Schuh anziehn für seine Taten mitverantwortlich zu sein, im Gegensatz zur Demokratie, wo man aktiv an der Wahl des Staatsoberhauptes beteiligt ist.
    Das ist nun einmal falsch. Wie gesagt, jeder syrische Kaufmann wird für die Taten seiner Regierung mitverantwortlich gemacht, weil er selbst bestimmt nichts böses getan hat, aber trotzdem niemand mehr mit ihm handeln will. Sagen Sie mal in Kandahar, dass Sie Amerikaner sind oder bei der Einreise an JFK, dass Sie aus Afghanistan kommen. Sie werden merken, dass diese Leute nur nach ihrer Nationalität eine ganz andere "Behandlung" erfahren. Ihr Ansatz, dass man erst mitverantwortlich sei für die Handlung einer Regierung, wenn man diese aktiv gewählt habe, trägt nicht. Wenn Sie sich an das Lied der Toten Hosen erinnern:"Es ist auch Dein Land!"
    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Nun ja, es geht ja hier nicht um kleine harmlose Fehler. "Das Falsche" hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende Menschenleben gekostet...
    Nehmen Sie den Eisenbahnwärter-Fall. Ein Zug rast auf einen anderen Zug zu. Vielleicht können die beiden Zugführer ihre Züge noch anhalten, wenn sie sich rechtzeitig bemerken. Der Eisenbahnwärter hat aber auch die Chance, den ersten Zug auf ein Abstellgleis umzuleiten, wobei aber das Risiko besteht, dass der Zug entgleist und die Arbeiter, die gerade die Gleise reparieren getötet werden. Keine Entscheidung ist "richtig", aber sich hinzustellen und zu sagen, ich mache grundsätzlich gar nichts, weil ja was schlimmes passieren könnte, hilft erst Recht niemandem.
    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Ich habe nirgendwo gesagt, dass man sich nicht mit Gewalt verteidigen darf, wenn man angegriffen wird. Das Abschlachten von Unbewaffneten, Frauen und Kindern fiel allerdings noch nie unter Verteidigung. Wer immer das tut zählt zu den Schuldigen - und das Dilemma für uns außenstehende liegt darin diese Personen zu identifizieren...
    Ich verteidige mich also mit Gewalt gegen einen Angriff. Dabei erhalte ich von meinem Zug die Information, dass der Gegner dabei ist, über eine Brücke meine rechte Flanke zu umgehen. Setzt er über, ist meine gesamte Position, die ich zu verteidigen habe, verloren und das Leben der mir anvertrauten Soldaten in höchster Gefahr. Beschieße ich die Brücke, nehme ich in Kauf, dass ich dabei auch die Flüchtlinge treffe, die sich aus dem Kampfgebiet absetzen wollen. Was soll ich Ihrer Ansicht nach tun, außer mich gleich selbst zu verhaften?
    Zitat von jajo76 Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist es kein Instinkt - ein Instinkt ist eine unwillkürliche Handlungsweise für die man den Handelnden nicht verantwortlich machen kann. Als einziges Lebewesen hat der Mensch allerdings einen hohen Grad an Handlungsfreiheit - was die genannten Taten noch viel verwerflicher macht...
    Auch da steht der Mensch nun einmal vor der Herausforderung, sich den Folgen seines Handelns bewusst zu sein, um zu erkennen, was gut und böse ist. Raben und Affen bspw. sind übrigens auch in der Lage, abzuschätzen, welche Folge eine bestimmte Handlung hat.
  6. #255

    MNun wird ja auch langsam immer mehr bekannt...

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Tja bei der Bekämpfung von Terroristen/Rebellen/Aktivisten die sich in besiedelten Gegenden verschanzen und von dort aus ihren "Aktivismus" betreiben sind zivile Opfer unvermeidbar.
    Weder Russen, noch Amerikaner, noch Israelis haben hier eine wesentlich bessere Quote was Vermeidung von Collateral Damage betrifft.
    ...
    Da gehören viel eher diejenigen hin, die die den Extremisten Waffen liefern. Und zwar obwohl sie längst wissen was die Rebellen für Typen sind.
    was die Hintergründe des Hula/Houla-Massaker betrifft.

    Die "Aktivisten" bezeichneten es als "Geschenk" zur Parlamentswahl.
    Denn die Familie Al-Sayed, die dort angegriffen wurde, hatte Mitglieder im Parlament.
    Laut Zeugen bezeichneten die Bewaffneten das Massaker als "Geschenk" für die Wahl zum Abgeordneten.

    Im Moment aber sorgt man sich in der Gegend von Haffeh um ein mögliches neues Massaker.
    Denn duzende Bewohner dieserer Region um Haffeh wurden von bewaffneten Aktivisten entführt. Sie wurden an einen unbekannten Ort verbracht und es wird allgemein befürchtet, dass damit ein neues Massaker vorbereitet werden könnte, um wieder zu behaupten, die syrische Regierung würde das eigenes Volk töten
  7. #256

    Zitat von karlomari Beitrag anzeigen
    mal beschreiben Sie die "Rebellen" richtig. Weiter so, denn alles andere ihres Beitrages war nur die Auforderung zu einem Krieg.
    Wenn Sie so heiß aufs Töten sind, die Bundeswehr braucht noch Freiwillige für Auslandsaufsätze. Ohne diese würde sie ja ihre Daseinsberechtigung verlieren.
    Da werden Milliarden sinnlos am Hindukusch verpulvert und hier fehlt das Geld für die Kindergartenplätze. Was für eine irrsinnige Welt.
    Ich finde Gewalt nicht gut und gerade deswegen bin ich für eine Intervention. Umso länger wir warten, desto schlimmer wird es. Und der Afghanistan Einsatz war nicht wirklich teuer, außerdem erinnere ich sie gerne an unsere Bündnis-Pflicht in der NATO. Wir können doch nicht tatenlos zusehen, wie unser Verbündeter von Terroristen brutal angegriffen wird.
  8. #257

    Rebellen locken britschen Journalisten in Falle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Artilleriebeschuss und heftige Kämpfe: Allein in den letzten 24 Stunden sind in Syrien nach Angaben von Beobachtern fast 90 Menschen getötet worden. Die Rebellen kämpfen inzwischen mit allen Mitteln - und schicken dafür auch Zivilisten ins Feuer.

    Aufstand in Syrien: 17 Menschen sterben beim Beschuss von Deraa - SPIEGEL ONLINE
    Mit welchen rücksichtslosen Methoden die Rebellen kämpfen zeigt der Fall der britischen Channel 4 Journalisten der absichtlich zwischen die Fronten in einen Hinterhalt gelockt wurde um erschossen zu werden und man es anschliessend der Regierung in die Schuhe schieben kann.

    Set up to be shot in Syria’s no man’s land? | Alex Thomson's View