Aufstand gegen Rechtsextreme: Bruderkampf der Burschenschafter

DPALiberale Burschenschafter brechen das Gesetz des Schweigens - und attackieren ihre rechtsextremen Verbandsbrüder in bislang ungekannter Offenheit. Der Machtkampf in der Deutschen Burschenschaft steht vor der Entscheidung.

Aufstand*gegen Rechtsextreme - SPIEGEL ONLINE
  1. #10

    Was gesagt werden muss

    Liberale Burschenschaftler
    Schweigend ins Gespräch vertieft
    Beide Hände in den Taschen
    Hielten sich die Augen zu
    Denn sie konnten nicht ertragen
    Wie nach Kuhmist roch die Kuh
  2. #11

    Zitat von e-f-v Beitrag anzeigen
    Ein Neonazi oder Rechtsextremer würde wohl kaum Widerstand gegen das rechtsextreme Nazi-Regime gutheißen, oder hängen Sie der These von Erika Steinbach an, dass die Nazis in Wahrheit Linke waren?
    Der Diskussion solcher Thesen bedarf es nicht. Wie in allen extremistischen Systenen gab es auch bei den Nazis Richtungen und Lager, wie auch bei den Kommunisten. Und sowohl unter den Nazis wie auch in der SU gab es "Flurbereinigungsmaßnahmen", in denen interne Widersacher der politischen Führer beseitigt wurden. Ein Rechtsradikaler kann kann sehr wohl etwas gegen Hitler gehabt haben, Rechtsradikalismus kulminiert nicht zwingend in einem Hitler. Vor dessen Machtergreifung und der politischen Gleichschaltung bestanden die keineswegs nur aus der NSDAP, sondern waren ein buntgescheckter Haufen.
  3. #12

    Kraehen moegen das vielleicht nicht machen, politische Extremisten durchaus

    Zitat von e-f-v Beitrag anzeigen
    Ein Neonazi oder Rechtsextremer würde wohl kaum Widerstand gegen das rechtsextreme Nazi-Regime gutheißen, oder hängen Sie der These von Erika Steinbach an, dass die Nazis in Wahrheit Linke waren?
    Nein, ich haenge nicht der These von Frau Steinbach an. Die Antwort auf ihre Frage habe ich in meinem ersten Post schon gegeben. (Tipp: in dem Teil den Sie in ihrer Antwort rausgekuerzt haben.)
  4. #13

    Zitat von box-horn Beitrag anzeigen
    Ein Rechtsradikaler kann kann sehr wohl etwas gegen Hitler gehabt haben, Rechtsradikalismus kulminiert nicht zwingend in einem Hitler. Vor dessen Machtergreifung und der politischen Gleichschaltung bestanden die keineswegs nur aus der NSDAP, sondern waren ein buntgescheckter Haufen.
    Sie machen es sich aber schon sehr einfach. Ihrer Interpretation zufolge waren die Widerstandskämpfer auch zu einem guten Teil Rechtsextreme.
  5. #14

    Zitat von shatreng Beitrag anzeigen
    "liberale Burschenschaften" ja ne is kla... was für ein perverses Verständnis von Liberalismus muss man bitte haben, um diese rückwärtsgewanten Männerbünde als liberal zu bezeichnen.
    Denken sie einfach nochmal darüber nach was liberal heisst.
    Und dann lesen sie ihren Text und sie wissen was nicht liberal ist.
  6. #15

    Sicherlich...

    Zitat von ein_deutscher Beitrag anzeigen
    Die Burschennetzwerker haben seit der Zeit der Iluminaten nichts anderes im Sinn als die Gesellschaft zu unterwandern und zu kontrollieren. Wer dagegen ist wird mit dem Degen einfach aufgespiest.
    Da sind die Rechten geradezu das kleinere Übel.

    Project Avalon Interview Transcripts
    Natürlich, sicherlich, die Weltherrschaft war schon immer das Ziel der Burschenschaft, was denn sonst...
  7. #16

    Zitat von e-f-v Beitrag anzeigen
    Sie machen es sich aber schon sehr einfach. Ihrer Interpretation zufolge waren die Widerstandskämpfer auch zu einem guten Teil Rechtsextreme.
    Ich bin zwar nicht ganz sicher, wie Sie das aus der von ihnen zitierten Aussage rausgelesen haben, aber ein Teil der Widerstaendler waren natuerlich auch Rechtsextreme. Es gab einige deutschnationale royalistische Militaristen die gegen die Nazis waren, trotzdem sind deutschnationale royalistische Militaristen natuerlich, nach jeder sinnvollen Definition von rechts-extrem, rechts-extrem.
  8. #17

    hmm

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Denken sie einfach nochmal darüber nach was liberal heisst.
    Und dann lesen sie ihren Text und sie wissen was nicht liberal ist.
    Meiner Meinung nach lässt sich Konservatismus nicht mit Liberalismus in Einklang bringen. Und was an autoritären und frauenfeindlichen Strukturen liberal sein soll, versteh ich auch nicht.
    Wenn sie unter Liberalismus Toleranz gegenüber allem und jedem verstehen, dann sollten sie nochmal nachdenken.
  9. #18

    Zitat von e-f-v Beitrag anzeigen
    Sie machen es sich aber schon sehr einfach. Ihrer Interpretation zufolge waren die Widerstandskämpfer auch zu einem guten Teil Rechtsextreme.
    Das waren sie durchaus.
    Unter den Verhafteten und Hingerichteten des 20. Juli befanden sich sogar zwei ehemalige Gauleiter, Felix Pfeffer von Salomon und Josef Wagner.
    Hitler verbot ab 1943 jede Zusammenkunft von mehr als zwei Gauleitern, aus berechtigter Angst vor einem Putsch und Komplott nach dem Beispiel Italiens.
  10. #19

    Definitionsfrage

    Zitat von e-f-v Beitrag anzeigen
    Sie machen es sich aber schon sehr einfach.
    Ich habe eine theoretische Frage beantwortet, nämlich die von Ihnen gestellte, ob es denkbar sei, als Rechtsextremer gegen Hitler und das NS-Regime zu sein, und ich habe dies mit einem Blick auf die damaligen bekanntesten extremistischten Vertreter, das Dritte Reich und die Sowjetunion bejaht. Ich denke, Sie sind Wikipedia & Co. sei dank, selbst in der Lage, das nachzuvollziehen.
    Ihrer Interpretation zufolge waren die Widerstandskämpfer auch zu einem guten Teil Rechtsextreme.
    Meiner Interpretation zurfolge ist es nicht per se ausgeschlossen, daß sich unter den Widerstandskämpfern auch Rechtsextreme befanden, ob es so war, ist eine Frage der Definition.

    Und da komme ich zu dem, was hinter ihren Worten zu vermuten steht: "Widerstand" kann per definitionem nur von Links kommen. Stimmts? Das erklärt, warum die DDR oder die SU Stauffenberg & Co. niemals als Widerständler anerkannt haben, denn die galten, schon von ihrer Herkunft her, als gesellschaftlich verdächtig und ns-systemkonform, und das schloß die Anerkennung schon grundsätzlich aus.

    Ich halte aus Gründen, die hier zu weit führen, Stauffenberg nicht für einen Nazi, aber selbst wenn es (jedenfalls bis zu seinem Entschluß) so gewesen wäre, bleibt als historische Tatsache bestehen, daß er Hitler beseitigen und den Krieg schnellstmöglich beenden wollte. Das läßt sich nicht linkspropagandistisch wegrelativieren. Und darum betrachte ich Ihn als Widerstandskämpfer. Eben nicht auf der Schiene der (vermutlich aus Ihrer Sicht verdienstvolleren politischen Agitation) sondern im Bereich seiner Möglichkeiten konkreter Maßnahmen, des Bombenattentats, über die er als hoher Militär mit direktem Zugang zu Hitler verfügte.