AFPDie Anzahl der Kriegsverbrechen in Syrien steigt offenbar dramatisch. Die Uno hat eine zweite Geheimliste mit mutmaßlichen Tätern zusammengestellt. Erstmals warnen die Ermittler nun auch vor dem wachsenden Einfluss von Islamisten, die Rebellen systematisch radikalisieren.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...856191,00.html
bis diese Tatsache nun ofiziell zugegeben wird.Bleibt zu vermuten,dass dies auch mit den Ausschreitungen der Islamisten zu tun hat in den letzten Tagen.
Das ist ja völlig neu*ironie off*
Zu dieser Warnung haben sicherlich die Ereignisse seit dem 'Second Nine Eleven' beigetragen. Da ist eine Aktion komplett aus dem Ruder gelaufen, die Dominosteine sind gefallen, aber anders als erwünscht. Da stellt sich nun plötzlich die Frage nach der Schadensbegrenzung.
Resultat der Aktion: Islamistische Regierungen von Tunis bis Kairo, in Libyen mit Hilfe der NATO herbeigebombt. Die Wirtschaft im gesamten Raum ist im Dutt, die westlichen Werte wie Feiheit und Demokratie werden mit Füssen getreten, Reisewarnungen für Amerikaner. Bravo für die bedingungslosen Unterstützer.
Zu Syrien, da hat der Papst wohl Recht, keine Waffenlieferungen mehr nach Syrien. Und dann sollte der Vermittlungsversuch der gegenwärtig läuft und Brahimi mit seinen Kontakten zu allen Seiten endlich auch von den USA und Westeuropa unterstützt werden. Der Sumpf der sich da angesammelt hat muss nun langsam ausgetrocknet werden.
Assad ist keine dauerhafte Lösung für Syrien, die 'Rebellen' aber auch nicht. Nur das Land ist zerstört, die ethnischen und religiösen Gruppen durch die Ereignisse des Krieges zerstritten, Unsicherheit herrscht auch in Teilen der Türkei und des Libanon, und die Frage ist wohin mit den wohl weitgehend 'fundamentalistischen' Flüchtlingen? Nach Syrien zurück ist wohl kaum möglich, nach Europa, vielen Dank nach den Ereignissen der vergangenen Tage. Der Türkei stehen dank Erdogan unruhige Zeiten bevor, denn die Flüchtlinge werden ihr zur Erinnerung bleiben.
Anscheinend haben die "Freunde Syriens" die Hoffnung auf einen raschen Zerfall des Assad-Regimes durch Propaganda und Finanzierung von Söldnern aufgegeben. Die Äußerungen des Papstes und von Herrn Brahimi lassen hoffen, dass ehrliche Verhandlungen angestoßen werden, bei denen nicht die sofortige Absetzung Assads und Zerschlagung seines Regimes alleiniges Ziel ist, sondern ein friedlicher Übergang und schrittweise Demokratisierung möglich wird.
… interessant daran ist ja nur das Zugeständnis, dass dort allerhand fremdgesteuerte Kämpfer unterwegs sind. Wird denn die UN auch noch einen Bericht darüber verfassen wie sehr die westlichen „Demokratie-Liebhaber“ dort auch ihre Finger im Spiel haben?
Syrien, wir kommen, Frieden, Freiheit, Cola, Dollar im Gepäck … immerhin wissen wir doch noch am Besten was den Menschen dort in der Region frommt, solange denn eben jene Interessen Berücksichtigung finden die den westlichen Imperialismus dort vorantreiben können. Natürlich ist es viel schöner wenn man hernach alle Kriegsverbrechern lokalen Streitern in die Schuhe schieben kann, solange man diese halt noch mit Geld aus unseren Spähren zur „Tat“ bewegen kann. Also dann … (°!°)