Aufstand gegen Assad: Syrische Armee tötet Dutzende Zivilisten

AFPDie Gewalt in Syrien nimmt auch nach dem Referendum über eine neue Verfassung kein Ende: Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden allein am Montag 135 Menschen getötet.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...817953,00.html
  1. #50

    Wenn die Zeit reif ist...

    Zitat von ilytch Beitrag anzeigen
    Wenn diese Bewegung gewaltsam versuchen würde ihren argumenten Nachdruck zu verleihen würde das passieren. Sie haben einige Illusionen von diesem Land die ich als Realitätsfern bezeichnen würde. Mit welchen Mitteln hier gegen friedliche Demonstrationen vorgegangen wurde spricht Bände. Das die Situation bisher nicht eskalierte ist dem Umstand zu verdanken das sich die Demonstranten einschüchtern liessen oder sich selber nicht weitergehend organisierten. In dem Moment aber, indem ich mich gegen die Gewalt des Staates ebenso gewaltsam wehren würde, würde dieser mit aller Macht zurückschlagen. Und Todesopfer gab es in den westlichen Nationen auch einige hundert. Nur gesteht man denen nicht zu das sie "Rebellen" sind, denn in unseren feinen "Demokratien" gibt es ja nichts das es rechtfertigen würde sich dagegen zu erheben.
    " Das die Situation bisher nicht eskalierte ist dem Umstand zu verdanken das sich die Demonstranten einschüchtern liessen oder sich selber nicht weitergehend organisierten."

    Es braucht ein Schlüsselmoment, in dem auf den Punkt alle Umstände stimmen, dann wird es ein Gruppenbewusstsein geben. Und das wird dann der ausschlaggebende Moment sein, an dem sich die Leute organisieren.

    Und der wird kommen. Und das wissen auch die Regierungen. Nicht aus hohler Hand werden unter dem Vorwand des Terrorismus die Sicherheitsbedingungen für die Bürger zunehmend verschärft.

    Man will dann seitens der Regierung maximale Kontrolle über das Volk haben.
  2. #51

    Und das sagt uns jetzt was?

    Zitat von ilytch Beitrag anzeigen
    Anderes Beispiel waren die Studentenunruhen ende der 60iger. das war kein bewaffneter aufstand und trotzdem schlug der Staat mit aller Härte zu. Und mit der RAF wurde auch nicht verhandelt. Wackersdorf...kein Thema. Wie ich schon mal erwähnte. In Frankreich wurden anfang der 60iger Jahre hunderte friedlicher algerischer Demonstranten niedergeschossen.
    Im Mittelalter gab es Hexenverbrennungen!
    Sollen Ihre Ausführungen etwa das Handeln der Staatsorgane in Syrien rechtfertigen? Auf der anderen Seite prangern Sie das im vergleich gemäßigte Vorgehen der deutschen Staatsorgane an?
    Entschuldigt das Handeln eines demokratischen Staates, das Handeln eines autoritären?

    Fragen Sie mal wie viel Steuergelder für Prozesse der "Abgeräumten" drauf gehen! Und dann können wir uns ja mal über Beschwerdemöglichkeiten in Syrien unterhalten bezüglich unverhältnismäßigem Handeln der Staatsmacht.

    Sie können da keine Vergleiche ziehen, weil man die verschiedenen Rechtssysteme und politischen Systeme gar nicht vergleichen kann!
  3. #52

    Jedoch...

    Zitat von ilytch Beitrag anzeigen
    Wieviel Verständniss hätte man damals gehabt, als Benno Ohnesorg erschossen wurde und sich die Studenten dann zum Selbstschutz bewaffnet hätten?
    Nur als Beispiel....
    ...ein äußerst Schlechtes.

    Sie sind bei mir falsch, wenn Sie glauben ich lasse mich auf so abwegige Vergleiche ein.
  4. #53

    Zum Nachdenken über demokratische Werte

    Zitat von rod Beitrag anzeigen
    Wie würde die Bundesregierung bzw. die amerikanische Regierung reagieren, wenn ca. 500 schwer bewaffnete "Zivilisten" sich in Wohngebieten Stuttgarts bzw. New Yorks rumballernd bewegen?
    Können Sie bitte diese Frage einfach beantworten?
    Danke
    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Wenn Sie einem erklären können, wie so etwas zu Stande kommen sollte, dann erklär ich Ihnen gerne wie man das Problem lösen würde, in einem demokratischen und freien Staat wie Deutschland!
    Möchte dazu sagen, dass in Stuttgart und New York andere Grundvoraussetzungen gegeben sind!
    In Deutschland werden jährlich über 100.000 unbewaffnete Zivilisten im Mutterleib getötet. Die USA-Zahlen kenne ich nicht.
    Sie werden von keiner UNO und NATO geschützt und auch von keiner Luftwaffe.
  5. #54

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gewalt in Syrien nimmt auch nach dem Referendum über eine neue Verfassung kein Ende: Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden allein am Montag 135 Menschen getötet...

    ...Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist nicht möglich...
    Wenn das so ist, sollte es eine Meldung mit Nennung von konkreten Opferzahlen, in seriösen Medien, nicht geben (dürfen).
  6. #55

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Wenn Sie einem erklären können, wie so etwas zu Stande kommen sollte, dann erklär ich Ihnen gerne wie man das Problem lösen würde, in einem demokratischen und freien Staat wie Deutschland!...
    Na es gibt doch in der BRD eine rechtsradikale Opposition, die sich eine Stadt als "Rebellenhochburg" erobern könnte. Dort sickern ausländische Radikale zur Unterstützung ein und man beginnt mit Gewalthandlungen. Dem Ausland gibt man Informationen, dass man von den herrschenden Machthabern unterdrückt und verachtet wird, dass man seine Meinung nicht frei äußern dürfe und auch sonst politisch verfolgt würde - was ja im Grunde stimmt. Gut, es ist anzunehmen, dass man das im westlichen Ausland einfach ignorieren würde - aber warum sollten andere UN-Mitglieder die BRD nicht auffordern, dieser Opposition die Macht zu übergeben? War die "Opposition" in Libyen wirklich in der Mehrheit - wer im Westen hat das festgestellt? Heute können die sich mit brutaler Gewalt beweisen, das Land versinkt in Anarchie - und wer am effektivsten tötet, wird am Ende die Mehrheit der Anhänger besitzen.

    Homs ist nicht Syrien und in dieser Stadt kann unmöglich eine Mehrheit von friedlichen "Oppositionellen" sitzen, deren demokratisches Recht die Übernahme der Staatsmacht zu sein hat. Weder die BRD, noch ein anderer "demokratischer" Staat würde es zulassen, dass aus einer einzigen Stadt heraus ein gewaltsamer Regimeumsturz initiiert werden dürfte. Gegen jede ausländische Unterstützung solcher "Rebellen", aus Russland oder China, würde man empörtest protestieren!