APÜberall lauern Scharfschützen, Artillerie feuert auf die Stadt. An der Uni von Damaskus werden seit Wochen keine Prüfungen abgenommen. Da macht sich ein Student auf die Reise in den Libanon, um sich für ein Studium im Ausland zu bewerben - und gönnt sich einen Tag Urlaub vom Krieg.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...850009,00.html
Wenn die Terroristen, wie der junge Mann berichtet, auf alles schießen, was sich bewegt, dann ist doch klar, dass die Stimmung kippt.
Und eine "Guerilla", die nicht wie ein Fisch im Wasser der Bevölkerung schwimmt, zappelt bald halbtod auf dem Trockenen.
Guter Stimmungsbericht, der zeigt, dass es mit den Freischärlern bald zu Ende gehen wird.
Sie verbreiten doch täglich Ihre Nachrichten, dass Damaskus fest in der Hand der Regierungstruppen ist!
Aus dem Artikel:
"Es ist zu unsicher in Damaskus. .... In der ganzen Stadt müsse man inzwischen mit Scharfschützen rechnen. "Sie sind eigentlich noch schlimmer als das Artilleriefeuer. Man weiß nie, wo sie genau sind und sie schießen einfach auf jeden."
Der Formulierung nach dürfte es sich wohl ehr um regierungsnahe Scharfschützen handeln, was machen wir da nun mit Ihrer falschen Interpretation?
Ich habe als ausländischer Student einige Semester in Damaskus studiert und damals lange Zeit im "Mukhayyam Yarmuk" gewohnt. Was haben die Rebellen da zu suchen? Dort wohnen vor allem Palästinenser und die haben über ihre vielen Organisationen in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs eindeutig klar gemacht, dass sie in dem Konflikt neutral bleiben wollen. Sogar Hamas hält sich bislang raus, so weit mir bekannt ist.
Es ist eben genau wie in Aleppo: Die Rebellen neben keine Rücksicht mehr auf die Wünsche der Bevölkerung und tragen ihren Krieg selbst in Städte und Viertel, die überwiegend mit ihnen nichts zu tun haben wollen und einfach nur in Frieden leben wollen. Die sogenannten Freiheitskämpfer benutzen wehrlose Zivilisten als Geiseln indem sie sich zwischen ihnen verstecken und die Menschen somit den Angriffen der syrischen Armee aussetzen. Aber es freut mich zu hören, dass die Popularität der Freischärler offenbar rapide sinkt.
Ich glaube eher, dass Sie da was falsch interpretieren, in dem Artikel geht's nämlich noch weiter:
Der junge Mann, der im April 2011 an einer der ersten Demonstrationen in Damaskus gegen Baschar al-Assad teilnahm, sagt, er habe inzwischen die Nase voll von dem Aufstand und da sei er nicht der einzige. Die bewaffneten Rebellen, die sich regelmäßig in Yarmouk blicken ließen, würden immer unbeliebter. "Wir wollen alle nur noch, dass das Leben wieder weitergeht, in Sicherheit."
Das ist doch eine ziemlich klare Aussage.
Es funktioniert nicht immer, sich aus einem Artikel nur die Krümel herauszupicken, die einem in den Kram passen, wohl in der Hoffnung, dass schon keiner den ganzen Artikel lesen wird.
Geändert von ( um Uhr)
Am Grunde der Moldau wandern die Steine ...
Mein Kommentar vom 25. Juli 2012 wird somit durch einen ehemaligen Demonstranten gegen Assad bestätigt: Bürgerkrieg: Türkei schließt Grenzübergänge nach Syrien "Die Mehrheit des eigenen Volkes will in Ruhe leben, den Staat und die Demokratie gewaltlos verbessern".
Ganz offensichtlich sind Sie derjenige, der den Inhalt dieses Artikels falsch interpretiert. Wie auch schon andere hier erklärt haben, hält sich die Sympathie und Unterstützung für die FSA bei dem Großteil der syrischen Bevölkerung in Grenzen. Das mag einigen hier nicht gefallen.
Ich hatte es in einem anderen Beitrag schon mal geschrieben, möchte es hier aber gern nochmal wiederholen: Es gibt in Syrien eine gewaltlose Opposition, diese sollte unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen. Die FSA zu unterstützen ist ein Fehler, damit gießt man nur Öl ins Feuer.
Noch ein Hinweis an SPON: Dies war endlich mal ein Artikel zum Thema Syrien, den ich nicht als plakativ empfunden habe. Danke!
Dass Palästinenser im Libanon noch weniger Rechte haben sollen als in Syrien, glaube ich nicht. Mehrere Landesteile sind ausschliesslich unter der Führung der Hamas, der libanesische Staat hat dort keinen Einfluss.
Vielleicht ist es unter der Religionsknute dort nicht so attraktiv wie in Damaskus, sämtliche auswärtigen Ämter in Europa warnen zumindest, sich in diese Gebiete zu begeben, oder die dortige Bevölkerung hat einfach keinen Bock auf die Brüder und Schwestern aus dem Ausland.
Das zu recherchieren wäre evtl. hilfreich um die Situation der Region zu verstehen.