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Aufruf zur Lynchjustiz: 18-Jähriger muss zwei Wochen in Arrest

DPAPer Facebook hat ein 18-Jähriger andere dazu aufgefordert, das Polizeikommissariat in Emden zu stürmen und den mutmaßlichen Mörder eines Mädchens zu töten. Vor Gericht entschuldigte er sich nun für den "Bockmist" - und wurde wegen des Aufrufs zur Lynchjustiz verurteilt.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...835927,00.html
  1. #1

    Geht ja doch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Per Facebook hat ein 18-Jähriger andere dazu aufgefordert, das Polizeikommissariat in Emden zu stürmen und den mutmaßlichen Mörder eines Mädchens zu töten. Vor Gericht entschuldigte er sich nun für den "Bockmist" - und wurde wegen des Aufrufs zur Lynchjustiz verurteilt.

    Urteil gegen 18-Jährigen aus Emden wegen Aufruf zu Lynchjustiz - SPIEGEL ONLINE
    Wenn jetzt jeder, der jemanden zusammenschlägt auch sofort 14 Tage in den Knast muß, bin ich erst mal zufrieden.
  2. #2

    Verbesserung der Schulbildung gefordert

    Da muss man sich auch mal fragen, wo die Schulbildung verbessert werden kann. Es wird teilweise (für viele) unwichtiger Kram gelehrt aber kein ordentliches Sozialverhalten oder Staatsbürgerkunde. Unwichtigere Details in Chemie/Physik und höhere Mathematik sind doch eher was für Begabte und Wahlfächer, da kann man eine Menge Lehrzeit freischaufeln. Einige können nicht mal einfache Rechenaufgaben aber mussten sich in der Schule Wahrscheinlichkeitsrechnung und Kurvendiskussion (vergeblich) reinziehen. Staatsbürgerkunde/Sozialverhalten ist für alle wichtig und interessant, das kann man teilweise auch in Deutsch behandeln, z.B. anstatt völlig unwichtiger Bücher mal wichtige Gesetze lesen und interpretieren. Zumindest sollte man mal darüber nachdenken. (imho)
  3. #3

    .

    und wer von der BILD zeitung geht in den knast ? keiner.

    die haben doch weitaus mehr gehetzt, auch wenn sie keine konkreten tötungsaufruf gestartet haben. aber auch ein richter sollte zwischen den zeilen lesen und deuten können.
  4. #4

    Zitat von dick_&_durstig Beitrag anzeigen
    Wenn jetzt jeder, der jemanden zusammenschlägt auch sofort 14 Tage in den Knast muß, bin ich erst mal zufrieden.
    Sie meinen, so nach jeder Schulhofprügelei?
    Und was meinen Sie mit sofort?
    Ohne Verhandlung/Prozess?

    Vielleicht sollten Sie sich doch einmal vergegenwärtigen, dass ein öffentlicher Aufruf zu einem Mord/Lynchjustiz etwas anderes ist, als eine Prügelattacke.
  5. #5

    Aufstand! Alle zu den Bullen. Da stürmen wir. Lasst uns das Schwein tothauen. (...) Er hätte sich in keiner Weise darüber Gedanken gemacht, welche Tragweite sein Aufruf haben könne.
    Das ist eine klare Aufforderung zu einem Mord an einem Unschuldigen. Selbst ein überführter Täter hat ein Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren. Und mit 18 Jahren ist sich dieser Mensch nicht bewusst, dass er zu einem Mord aufruft? Unglaubwürdig.

    Vielleicht sollte er mal weniger bild oder die Hetzsendungen, sog. Boulevard-Magazine, der privaten Sender konsumieren. Verstand gleich null.

    Auch die Emder Polizei muss sich fragen lassen, wieso nach den laienhaft geführten Ermittlungen ein Unschuldiger voreilig als Täter präsentiert wurde. Dazu haben ein mediengeiler Staatsanwalt und unprofessionell agierende Polizisten ein Übriges beigetragen.
  6. #6

    Verbrecher in Nadelstreifen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Per Facebook hat ein 18-Jähriger andere dazu aufgefordert, das Polizeikommissariat in Emden zu stürmen und den mutmaßlichen Mörder eines Mädchens zu töten. Vor Gericht entschuldigte er sich nun für den "Bockmist" - und wurde wegen des Aufrufs zur Lynchjustiz verurteilt.

    Urteil gegen 18-Jährigen aus Emden wegen Aufruf zu Lynchjustiz - SPIEGEL ONLINE
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    Ich sehe das so: Je teuerer der Anzug, den ein Gauner trägt, desto geringer fällt das Strafmaß aus - oder kann mir mal jemand erklären, wieso Politiker für bösartige Hetzkampagnen nicht verurteilt werden?
  7. #7

    Vorsätzlich

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Sie meinen, so nach jeder Schulhofprügelei?
    Und was meinen Sie mit sofort?
    Ohne Verhandlung/Prozess?

    Vielleicht sollten Sie sich doch einmal vergegenwärtigen, dass ein öffentlicher Aufruf zu einem Mord/Lynchjustiz etwas anderes ist, als eine Prügelattacke.
    Damit meine ich vorsätzliche Körperverletzung und vor Allem - zeitnahe Urteile. Wie hier. Allerdings glaube ich, daß dies auf den Druck, gegenüber des unabhängige Richters und Staatsanwaltschaft passiert ist. Ein Exempel, sollte m.E., auch stationiert werden.
  8. #8

    ...

    Zitat von observer2025 Beitrag anzeigen
    Das ist eine klare Aufforderung zu einem Mord an einem Unschuldigen. Selbst ein überführter Täter hat ein Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren. Und mit 18 Jahren ist sich dieser Mensch nicht bewusst, dass er zu einem Mord aufruft? Unglaubwürdig.

    Vielleicht sollte er mal weniger bild oder die Hetzsendungen, sog. Boulevard-Magazine, der privaten Sender konsumieren. Verstand gleich null.

    Auch die Emder Polizei muss sich fragen lassen, wieso nach den laienhaft geführten Ermittlungen ein Unschuldiger voreilig als Täter präsentiert wurde. Dazu haben ein mediengeiler Staatsanwalt und unprofessionell agierende Polizisten ein Übriges beigetragen.
    Na zum Glück haben Sie in der Sache den vollen Durchblick. Haben vermutlich mit allen selber gesprochen und können auch eine umfangreiche und aussagekräftige Analyse über den psychischen Entwicklungsstand des 18-jährigen abgeben.
    Das bei Ermittlungen auch mal unschuldige verdächtigt werden ist leider nie auszuschliessen. Aber wem erzähl ich das. Sie scheinen ein erfahrener Ermittler zu sein.
    Erstaunlich ist nur, daß Sie anhand eines Spiegelberichts sofort erkennen, daß der Angeklagte unglaubwürdig ist.
  9. #9

    Zitat von postbote101 Beitrag anzeigen
    Das bei Ermittlungen auch mal unschuldige verdächtigt werden ist leider nie auszuschliessen. (...)
    Erstaunlich ist nur, daß Sie anhand eines Spiegelberichts sofort erkennen, daß der Angeklagte unglaubwürdig ist.
    Ich denke, dass ein achtzehnjähriger weiß, dass 'Totschlagen' sich letal für das Opfer auswirkt.

    Die Ermittler in Emden hätten vor der übereilten Täterpräsentation vielleicht erst einmal das Ergebnis des DNS-Abgleichs abwarten sollen. Dieses Vorgehen war unprofessionell.








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