Forum


 

Aufruf von 50 Top-Europäern: "Gebt Griechenland mehr Zeit!"

DPAGriechenland muss die Euro-Zone verlassen - wirklich? Eine Gruppe von 50 Top-Ökonomen, Ex-Regierungschefs und EU-Parlamentariern appelliert an Politik und Öffentlichkeit, einen Austritt Athens nicht zuzulassen. Die Folgen wären katastrophal - die Griechen bräuchten einfach mehr Zeit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...835821,00.html
  1. #20

    Hans Eichel der Finanzfürst lol

    Also wenn schon solch ein renommierter Finanzexperte wie Hans Eichel diesen Wisch unterschreibt, dann muss das ja Hand und Fuss haben!
    Immerhin hat ja Eichel das "circa" definiert. Er sagte die Neuverschuldung 2003 würde "bloß" 9 Milliarden Euro betragen. Der Betrag war aber 40 Milliarden Euro. Folglich sind "circa" 31 Milliarden Euro...
  2. #21

    ..............

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland muss die Euro-Zone verlassen - wirklich? Eine Gruppe von 50 Top-Ökonomen, Ex-Regierungschefs und EU-Parlamentariern appelliert an Politik und Öffentlichkeit, einen Austritt Athens nicht zuzulassen. Die Folgen wären katastrophal - die Griechen bräuchten einfach mehr Zeit.

    Aufruf von 50 prominenten Europäern: "Gebt Griechenland mehr Zeit!" - SPIEGEL ONLINE

    "Top Europäer" was soll das sein? Sowas wie "Held der Arbeit" in der Sowjetunion? Die ganze Geschichte wird wirklich von Tag zu Tag abstruser. Griechenland ist am Ende, und das schon seit Jahren, wer das bestreitet ist schlicht ein Lügner.
  3. #22

    Ausgerechnet

    Herr Eichel!!!
    Da kommt mir die Galle hoch.

    Es dürfte doch wohl kein Zweifel daran bestehen, dass Griechenland im Euro keine Chance hat, wirtschaftlich konkurrenzfähig zu werden.

    Herr Eichel, der seinerzeit große Loblieder auf den Griechenland-Beitritt gesungen hat (obwohl er es besser wusste/wissen musste), der für die Aufweichung der Maastricht-Kriterien mit verantwortlich ist und der persönlich alle seine Schafe ins Trockene gebracht hat, hat seine Kompetenzen drastisch unter Beweis gestellt.
    Von diesem Herrn will ich weder Ratschläge noch Appelle hören!
  4. #23

    Timeout-Login

    "...auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückkehren"...

    Gerade der hat den Griechen doch gefehlt.
    Das bißchen, was es in Griechenland an Wirtschaft gibt, ist doch marode und runtergewirtschaftet.
    Häfen, Flughäfen - alles total verkommen und technisch völlig veraltet.
    Das wurde teilweise seit den 60-ern nicht mehr investiert.

    Und niemand meint, dass es problemlos zu verkraften wäre, wenn die Griechen den Euro verlassen, aber man ist überzeugt, dass es wie auch immer zu verkraften wäre.
    Denn Griechenland ist kein zuverlässiger Handelspartner, weder aus der wirtschaftlichen Sicht, weil sie hier nicht können und auch nicht aus der politischen Sicht, weil sie hier nicht wollen.

    Dazu die verzerrte Selbstwahrnehmung, die permanent präsentiert wird und mit der sich die Griechen selbst disqualifizieren.
  5. #24

    Welche Lösungen, welche Optionen, welche Perspektiven?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland muss die Euro-Zone verlassen - wirklich? Eine Gruppe von 50 Top-Ökonomen, Ex-Regierungschefs und EU-Parlamentariern appelliert an Politik und Öffentlichkeit, einen Austritt Athens nicht zuzulassen. Die Folgen wären katastrophal - die Griechen bräuchten einfach mehr Zeit.

    Aufruf von 50 prominenten Europäern: "Gebt Griechenland mehr Zeit!" - SPIEGEL ONLINE
    Der Euro ist, wie man immer deutliche erkennen kann, in erster Linie ein politisches Projekt. Dabei sollen und werden bewußt und vorsätzlich ökonomische Kollateralschäden in Kauf genommen.

    Die erheblichen und gefährlichen Fehlentwicklungen, die Entwicklungen der nationalen Lohnstückkosten, die Entwicklungen der Leistungsbilanzsalden, der Kapitalimport und der -export aus den einzelnen Eurovolkswirtschaften, die jeweiligen nationalen Binnennettoinvestitionsquoten, dies alles war für die nationalen Regierungen, die zuständige EU-Kommission und auch für deutschen Bundesregierungen von untergeordneter Bedeutung. In erster Linie betrafen diese Belastungen die wenigen Stabilitäts- und Überschussländer, die unter einem erheblichen Kapitalexport und einer geringeren Nettoinvestitionsquote litten. Die dortigen Kapitalbeschaffungskosten erhöhten sich, die erzielten Leistungsüberschüsse finanzierten die Leistungsbilanzdefizite der anderen Euroländer. Die Realentgeltfindung sank in Deutschland erheblich ab, um die fehlenden Aufwertungsgewinne einer eigenen Währung als fehlende volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende zu kompensieren (Agenda 2010, H 4).

    Nun tragen diese wenigen Stabilitätsländer die Hauptlast und die Hauptrisiken aus dieser Eurorettung, müssen außerdem noch die Risiken aus der Aufweichung einer geld- und stabilitätsorientierten Währungspolitik hinnehmen (Target 2, ELA, LTRO, keine Aufwertungsgewinne (siehe Leistungsbilanzsalden), Aufkauf von Staatsanleihen). Die Vergemeinschaftlichung, die Monetarisierung und die Sozialisierung von Schulden und von Risiken ist heute schon bereits weit fortgeschritten.

    Leider eröffnen alle diese bisherigen Maßnahmen nur in einem sehr beschränkten Ausmaße ökonomische Perspektiven für Griechenland, aber auch für anderen Europroblemvolkswirtschaften. Eine bereits einsetzende Kapitalflucht aus diese Volkswirtschaften verschärft und beschleunigt diese Währungszonenkrise. Zudem müssen in diesen Volkswirtschaften Banken rekapitalisiert werden, weitere erhebliche Abschreibungspotentiale sind zu erwarten (Stichwort Basel II und III).

    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Target2 Salden » Querschuesse
    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    http://www.cesifo-group.de/portal/pl.../1/1209833.PDF
    http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_60_2011.pdf
  6. #25

    Analyse teilweise richtig

    Die Vermutung, dass ein Euroaustritt Griechenlands einen Dominoeffekt weiterer Austritte nach sich zöge, ist richtig. Es werden folgen Portugal, Spanien, Italien. Für die beiden "Riesen" Spanien oder Italien können die Rettungsschirme nicht reichen. Diese Art Politik ist gescheitert. Auch ist die Einschätzung richtig, dass die Finanzmärkte derart Panik schieben werden, sodass mit einem Auseinanderbrechen der Eurozone Erdrutsche an den Börsenkursen der globalen Aktienbörsen erfolgen, Rezessionen sich kontinental und global ausbreiten und die nächste Weltwirtschaftskrise ansteht. Zumindest die Mitglieder Soros und Fischer bei diesem Thinktank, das sind mir wirklich die Richtigen, die da unken. Soros hat Grossbritannien mit seinem Pfund in Grund und Boden spekuliert und macht heute einen vom Saulus auf Paulus und der überintelligente Fischer hat unter Schröder Kriege zu verantworten, welche die BRD geführt hat und 30 Jahre zu früh diverse Exstaaten des Ostblocks in die EU genommen aus politischen Gründen und oft sogar zu früh in den Euro. Was will der überhaupt ? Der ist kein Teil der Lösung sondern war ein Teil des Problems, wie viele diese grossmundigen Politiker vergangener Zeiten. Um ein Scheitern der Sparpolitik Merkels vorauszusagen, bedarf es keines Thinktanks, es genügt gesunder Menschenverstand. Die beklagte mögliche mangelnde Reputation Europas bei solcher gemutmassten Entwicklung ist zwar teilweise richtig, andererseits ist die Erhaltung einer perversen Währung, wo mittlerweile sogar in Verkennung der Perversität der Währung Chefvolkswirte diverser Landesbanken ein Nachgeben der weicheren Parameter fordern, was bei den zu Lämmern umerzogenen Deutschen mit Schröder/Hartz ja noch gelang, andere Völker lassen sich auf Dauer diese Unverschämtheiten stetig sinkender Einkommen im unteren, prekär beschäftigten Drittel nicht bieten. Insofern könnten die Einschätzungen dieser sogenannten Experten noch viel zu kurz greifen, es liegen bürgerkriegsähnliche Zustände in der Luft und könnten sich explosionsartig ausbreiten. Eine kontinentale Rezession oder Depression hängt weniger davon ab, ob eine pervertierte Multinationalwährung existent bleibt oder eine Rückkehr zu Nationalwährungen stattfindet, (hier hätten sich die Börsen innerhalb weniger Wochen beruhigt, entgegen aller sonstigen Unkereien) sondern die hängt davon ab, ob semiintelligente Politiker weiterhin Billionen Euro in "Rettungsschirme" mit Cash oder Garantien stecken, bzw. diese Gelder nehmen und ein kontinentales Konjunkturprogramm andrehen, dieses muss sich aber für Gesamteuropa im Billionenbereich bewegen, sonst hilfts nichts. Dann bestünde die Chance, das geunkte üble Szenario einer europaweiten Rezession, Deflation, Depression zu vermeiden. Falls nicht, fallen die Europäer ihren unfähigen und unverschämten Politikern zum Opfer. Dies ist eher als real anzunehmen, weil diese Sorten Politiker generell als unbelehrbar gelten und enorm beratungsresistent sind.
  7. #26

    ...Nachschlag

    "Griechenland die Möglichkeit zu geben, innerhalb der Eurozone auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückzukehren"
    ..was soll der Rest Europas denn noch selbstlos anbieten ?
  8. #27

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland muss die Euro-Zone verlassen - wirklich? Eine Gruppe von 50 Top-Ökonomen, Ex-Regierungschefs und EU-Parlamentariern appelliert an Politik und Öffentlichkeit, einen Austritt Athens nicht zuzulassen. Die Folgen wären katastrophal - die Griechen bräuchten einfach mehr Zeit.

    Aufruf von 50 prominenten Europäern: "Gebt Griechenland mehr Zeit!" - SPIEGEL ONLINE
    Erstaunlich zu lesen, daß "Spitzenökonomen" immer genau wissen was-passiert-wenn. Die Qualität ihrer Aussagen konnten wir ja in den letzten vier Jahren fast täglich mit der Realität abgleichen - würfeln wäre wahrscheinlich billiger gewesen.
    Jetzt wird dieses Spielchen wieder einmal mit Griechenland aufgeführt, einem Land mit der Wirtschaftskraft von Baden-Württemberg. Die "globale Katastrophe" und der Eurokollaps werden GANZ SICHER vorhergesagt. Mag sein daß das stimmt, dann stellt sich allerdings die Frage ob es Sinn macht ein System künstlich zu beatmen das beim Ausfall eines marginalen Spielers zu kollabieren droht.
    Anstatt sich auf Griechenland zu fokusieren wäre es bestimmt sinnvoller das aus dem Ruder gelaufene Weltfinanzsystem so anzupassen daß "Defaults" von Staaten und Zusammenbrüche von Banken eben nicht gleich das System als ganzes bedrohen - leider lese und höre ich dazu von den genannten Damen und Herren eher wenig.

    Weder das Finanzsystem noch der Euro sind in der jetzigen Konstellation überlebensfähig - und die Herren die permanent "fordern" wissen das ganz genau.
  9. #28

    jaajaa

    Wohlstand für alle?
    Das erinnert mich doch an irgendwas?

    Sicher ist das ein hehres Ziel, wenn aber "Wohlstand für alle" durch die "Anstrengungen einiger" erzielt werden soll, wird das mit den Menschen nicht zu machen sein.
    Völlig egal was diese selbsternannten Ökonomen reden, vermutlich geht bei denen auch nur die Angst um die eigenen Pfründe um.

    Knallen lassen. Jetzt.
    Denn: Je größer der Ballon, umso lauter der Knall.
  10. #29

    es reicht

    wie viele Aufschübe, Verständnis und Milliarden den noch.
    Griechenland macht mit der EU und Deutschland den Molli und wir sollen noch weiter Verständniss dafür haben.
    Hallo Herr Eichel.. Fischer und Konsorten. Ich möchte mir gerade ein Haus kaufen und hätte gerne einen Kredit über 150 Tsd Euro. Ob ich das zurückzahle muss ich mir aber erst noch überlegen. Also wie wäre es ....


TOP



TOP