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Aufrüstung in Fernost: China hebt Militärausgaben deutlich an

APChina verfügt schon über die weltgrößte Armee, doch das reicht der Führung in Peking nicht: Der Militärhaushalt wächst in diesem Jahr auf umgerechnet 80 Milliarden Euro, ein Plus von mehr als zehn Prozent - Investitionen für Atomraketen sind dabei noch nicht einmal eingerechnet.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...819143,00.html
  1. #40

    Warum?

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,

    und warum macht china das dann? Vieleicht gehts gar nicht um krieg im sinne von weltmacht usw sondern darum das man das militäre aufrüstet um IM LAND für ruhe zu sorgen. Die sozialen spannungen in china nehmen ja zu und bei 1mrd bürger würde ein bürgerkrieg wohl extreme werden.
    China wird in den kommenden 10 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach die USA in Bezug auf das BSP überholen. Die Wirtschaft ist sehr stark industriebasiert und zur Zeit verbraucht China noch deutlich weniger Energie pro Kopf als die USA. Zu erwarten ist, dass der Bedarf der chinesischen Wirtschaft an Erdöl und anderen Energieträgern stark wachsen wird und dass das potentielle chinesische Wirtschaftswachstum durch mangelnden Zugang an Energieträgern begrenzt werden könnte. Das wiederum könnte zu sozialen Unruhen führen, denn die grossen sozialen Unterschiede in China werden von der Bevölkerung auch deshalb toleriert, weil es so schnell aufwärts geht.

    China hat derzeit zwar die grösste Armee (warum auch nicht, ausser Indien hat ja auch kein anderes Land annähernd eine so grosse Bevölkerung), aber im Vergleich zu den USA keine nennenswerte Marinemacht. Dadurch ist China in Bezug auf die Sicherheit seiner Import- und Exportrouten ziemlich weitgehend durch die USA erpressbar.

    Auf der anderen Seite verliert die US-Wirtschaft seit den 1950er Jahren und insbesondere seit Mitte der 1970er Jahre immer mehr an Bedeutung gemessen an ihrem Anteil an der Weltwirtschaft. In gewissem Masse kann man sogar von Deindustrialisierung reden und von einem gewissen Verlust an Ingenieur- und Produktionskompetenz, ausser auf dem Gebiet von Waffen. Letztere Entwicklung hat Parallelen zum Niedergang der Sowjetunion.

    Diese Lage ist potentiell gefährlich für China, möglicherweise auch für die restlichen entwickelten Wirtschaften. Die USA, die bei weitem die stärkste Militärmacht weltweit sind, werden ihre militärische Stärke (auch weiterhin, wie bisher) einsetzen, um ihre Interessen zu wahren. Nur werden diese Interessen immer weniger in Uebereinstimmung mit den Interessen der Staaten sein, die von Produktion und Welthandel leben.

    Insofern sollten die europäischen Staaten sich gut überlegen, ob der einzigartige Supermachtstatus der USA wirklich auch in Zukunft in ihrem Interesse sein wird oder ob nicht vielmehr die Bildung eines signifikanten Gegengewichts, auch auf den Weltmeeren, der zukünftigen Stabilität des Weltfriedens zugute kommen könnte.
  2. #41

    >|-)

    Zitat von LustigerLumpi Beitrag anzeigen
    schon immer nächster großer Krieg zwischen China und den USA und Europe steht zwischen den Stühlen und hält sich hoffentlich raus, muss ja nicht der nächste Weltkrieg sein. Ursache ist wie immer verletzter Stolz und Ehre und Zurückstecken ist die Schwäche. So braucht man bloss zu warten darauf das Taiwan mal eben wieder eingegliedert wird und die Amerikaner ihren Verbündeten beistehen müssen um nicht ihr Gesicht zu verlieren. Oder es geht halt um Sicherung der Rescourcen in Afrika. China klotzt vor Ort ja schon ordentlich ran, da muss nur mal ein Unterstützter lokaler Diktator mist bauen (Botschaft abfackeln etc.) und schon hat die WElt den Schlamassel
    Schauen Sie sich einmal die Weltkarte an. Sobald Afghanistan "befriedet" ist, ist der Angriffszeitpunkt der NATO auf China der Richtige. Die Konsequenz währe eine wirkliche Weltmacht China...
  3. #42

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass vor allem die chinesische Marine den Amerikanern Sorge bereitet, wie es in dem Artikel beschrieben wird.

    Wenn etwas völlig unerreichbar ist, dann die Stärke und technologische Überlegenheit der US-Navy. Ihr Etat alleine stellt das Bip vieler Staaten in den Schatten.

    Man kann als Staat versuchen an die US-Army oder die US-Airforce heranzukommen, schwierig und teuer, aber halbwegs realistisch. Die US-Navy auch nur irgendwie zu schwächen oder relativieren ist auf absehbare Zeit völlig unmöglich.
  4. #43

    Zitat von t.w.adorno Beitrag anzeigen
    Was bedeuten eigentlich diese Zahlen?
    Unabhängig davon, dass sie wahrscheinlich ideologisch und politisch eingefärbt sind - wie kann man sie interpretieren -oder gar vergleichen.

    Alleine die Kosten für Sold und Unterkunft eines Soldaten werden - durch die allgemeinen Lebenshaltungskosten - in USA um einen nicht unbeträchtlichen Faktor höher als in China liegen.

    Bei den absoluten Zahlen werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Ebenso sollte man die gewaltige Inflation in China nicht vernachlässigen. Müssen sie bei einer Inflation von n% nicht den Militärhaushalt nicht um n% erhöhen, um den Status quo halten zu können?
    Man kann saemtliche Ausgaben des US Staates einsehen.
    Man kann sogar erkennen in welchen Bereichen des US Militaerhaushaltes welche Summen (total) fliessen (Gehaelter, Wartung, Training, Neubeschaffungen, Gesundheit, Einsaetze etc pp).

    Bei China ... naja... ich habe noch nichts dergleichen gefunden!
    Da wird einfach eine Summe in den Raum geworfen und man darf sie schlucken oder eben nicht!
    Wenn also die Chinesen aehnlich offen waeren, dann koennte man einen objektiveren Vergleich der Ausgaben China vs USA anstellen; aber das ist wohl nicht zu erwarten!

    Die Sinnhaftigkeit und Effektivitaet der jeweiligen Ausgaben werden sich also eines Tages auf dem Schlachtfeld zeigen ...
  5. #44

    Zitat von beutzemann Beitrag anzeigen
    Schauen Sie sich einmal die Weltkarte an. Sobald Afghanistan "befriedet" ist, ist der Angriffszeitpunkt der NATO auf China der Richtige. Die Konsequenz währe eine wirkliche Weltmacht China...
    Ähm... ist nicht ernst gemeint, oder?
    Völlig egal wieviel China für sein Militär ausgibt, nach geltender politischer und militärischer Logik macht sie der Besitz von Atomwaffen samt glaubwürdiger Zweitschlagsfähigkeit unangreifbar.
  6. #45

    An diesem deutschen Wesen wird die Welt genesen

    Zitat von ArnoNyhm1984 Beitrag anzeigen

    Immerhin ist China ein hochgradig demokratie- und menschenrechtsfeindliches Land, in dem Oppositionelle immer noch unterdrückt und gefoltert werden, das Recht auf freie Meinungsäusserung nicht existiert und strikte Zensur herrscht. -So jemanden als Nachbarn zu haben, kann nicht wirklich beruhigen..
    Oskar Lafontaine hat Anfang der 80er im Zusammenhang mit der "Nachrüstungsdebatte" in Deutschland ein Buch mit dem Titel: „Angst vor den Freunden. Die Atomwaffenstrategie der Supermächte zerstört die Bündnisse“ Angst Vor Den Freunden: Amazon.de: Oskar Lafontaine: Bücher, in welchem er – hellsichtig wie immer – den vermeintlichen Freund der Westdeutschen als den wahren Feind der Menschheit geoutet hat; ich spreche vom militärisch-finanzkapitalistischen-Komplex der USA, der seine Zentren im Pentagon und in der Wall Street hat.

    Auch Ihr Urteil über China ist ein Gesinnungsurteil, weil sie Ihren Demokratie- und Menschenrechtsbegriff reduzieren auf Vergehen und Verbrechen, die ich Ihnen in den USA jederzeit nachweisen kann.

    Das wichtigste Thema der Menschheit ist nicht die Freiheit, sondern der Friede, zu dessen Herstellung und Aufrechterhaltung es Instrumente eines relativ gerechten Interessenausgleichs zwischen den Interessenten bedarf, worunter innenpolitisch vor allem die Rechtsstaatlichkeit bei fair zustande gekommenen Gesetzen zu subsumieren ist.

    Diesem Ideal kommen nordeuropäische Staaten so halbwegs nahe, doch weltweit – darunter auch und insbesondere in den USA – herrscht das Gesetz des Geldes, und so, wie in China die Gesetze zustande kommen und ihre Auslegung „gestaltet“ wird, so geht es auch in den Staaten zu.

    Was China allerdings von den USA fundamental unterscheidet, das ist der Verzicht auf die Durchsetzung ihrer Währung als Leitwährung für die „Bezahlung“ von Rohstoffen durch Kriegseinsätze sowie der Verzicht auf Errichtung von militärischen Stützpunkten in mehr als 95 Ländern der Erde sowie der Verzicht auf den Aufbau von Rüstungsindustrien, die für die Verwertung ihrer Überschüsse die Drittweltländer als Resterampe gebrauchen (müssen), US-Konzerne also, die also an der Umleitung von Steuergeldern. die für den Aufbau des Bildungs- und Gesundheitswesens in die Taschen von Rüstungsfirmen mehr als interessiert sind, insofern sie Politiker einkaufen.

    Wenn es ein Gesellschaftssystem nötig hat, seine Vormachtstellung statt mit ehrlicher Arbeit mit der smoking gun zu festigen, dann wird es letztlich an der eigenen – momentan noch nach außen projizierten - Gewalttätigkeit / Aggressivität zugrunde gehen.

    Um dies zu verhindern, propagiere ich und kämpfe ich für die deutsche Politik der bedingungslosen Abrüstung und Entmilitarisierung Deutschlands, denn nur an diesem Wesen kann die Welt genesen!
  7. #46

    ...

    Zitat von flieder2 Beitrag anzeigen
    Experten vermuten das die wahren Ausgaben hoeher sind. (Dem schliesse ich mich an).
    Diese 80 Milliarden ist eine Zahl, die veroeffentlicht wird um den Westen zu blenden. China ist nicht so transparent, die werden niemals die realen Zahlen bekanntgeben!!!!
    Des weiteren sind die Ausgaben fuer atomare Waffen nicht eingerechnet.
    Ich mache mir Sorgen.
    Genau. In Sachen Militärkraft brauchen die Chinesen nur die Unterschätzung aber keine Überschätzung von Westen.

    Wirklich Schlau!
  8. #47

    Unwahrscheinlich

    Zitat von beutzemann Beitrag anzeigen
    Schauen Sie sich einmal die Weltkarte an. Sobald Afghanistan "befriedet" ist, ist der Angriffszeitpunkt der NATO auf China der Richtige. Die Konsequenz währe eine wirkliche Weltmacht China...
    Aus welchem Grund sollte die NATO China angreifen? Und vor allem mit welcher Armee? Die NATO kriegt ja nicht mal Afghanistan in den Griff.

    Und am Wichtigsten woher soll Apple denn dann seine IPhones und IPads bekommen? ;-)
  9. #48

    ...

    Zitat von thueringenomsker Beitrag anzeigen
    Vergleich zu den USA (ca.650Mrd.USD) sind diese 80Mrd. Euro immer noch ein sehr kleiner Teil der Ausgaben. Und im Gegensatz zu den USA
    kann sich das China leisten! Das koennte China bequem aus den Devisenruecklagen von etwa 2,5 Billionen USD bezahlen!
    Es zeigt sich wieder das China in den naechsten 2-3 Jahren die USA
    als wirtschaftliche-und-militaerische Supermacht abloesen werden!
    Und da zum Beispiel Russland auch schon seine Beziehungen zu China sehr intensiviert hat und beide Laender z.B. ihren Warenhandel in den Landeswaehrungen und nicht mehr in USD bezahlen, waere es auch fuer Deutschland und auch die gesamte EU Zeit, zu ueberlegen, welchen Partner man in den naechsten Jahren den Vorzug geben will. Die USA ist es jedenfalls fuer mich nicht!! Vor allem fuer Deutschland
    waere die Hinwendung zu China/Russland und den anderen BRIC-Laendern (Brasilien, Indien, Suedafrika) von unschaetzbaren Vorteil!
    Ja. Aber nicht 2.5 Billionen Dollar sondern 2.5 Billionen Euro
  10. #49

    ...

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,

    und warum macht china das dann? Vieleicht gehts gar nicht um krieg im sinne von weltmacht usw sondern darum das man das militäre aufrüstet um IM LAND für ruhe zu sorgen. Die sozialen spannungen in china nehmen ja zu und bei 1mrd bürger würde ein bürgerkrieg wohl extreme werden.
    Bürgerkrieg???

    as schlimm klingt, muss gar nicht so schlimm sein: Demonstrationen bedeuten nicht unbedingt, dass der Druck im Kessel weiter steigt. Sie zeugen auch von mehr Pluralität und bieten ein Ventil für den aufgestauten Frust.

    Dass immer mehr Dissidenten eingesperrt werden, ist sicher kein gutes Zeichen. Es bedeutet jedoch nicht, dass ihr Widerstand mit Sicherheit eine nationale Protestbewegung entzündet hätte.

    Ist die Führung nervös, muss China deswegen aber nicht zwangsläufig am Abgrund stehen. Es ist wie mit Jugendlichen auf Spritztour in Vaters Auto:

    Wenn sie es mit der Angst bekommen, weil sie eine Kurve zu schnell genommen haben, bedeutet das nicht zwingend, dass der Wagen tatsächlich kurz davor war, aus der Kurve zu fliegen.








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