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Aufregung um Voßkuhle-Porträt: Prantl-Gate

Die "Süddeutsche Zeitung" entschuldigt sich bei ihren Lesern für einen Text ihres Innenpolitikchefs, sogar von Schreibverbot war die Rede. Und das alles wegen eines Halbsatzes, den der Autor vergessen hat. Ein schönes Beispiel für die Erregungsbereitschaft der Medien.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...847807,00.html
  1. #1

    Ungklärt: die Rolle von Herrn Voßkuhle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Süddeutsche Zeitung" entschuldigt sich bei ihren Lesern für einen Text ihres Innenpolitikchefs, sogar von Schreibverbot war die Rede. Und das alles wegen eines Halbsatzes, den der Autor vergessen hat. Ein schönes Beispiel für die Erregungsbereitschaft der Medien.

    Voßkuhle-Porträt der SZ: Heribert Prantl und die Ethikwächter - SPIEGEL ONLINE
    ...vielleicht kann man durch so eine Empörungsrethorik Herrn Prantl zukünftig besser von Seiten der Verlagsleitung steuern. Es ist alles beschämend, und mir ist leider auch die Rolle von unserem Herrn Verfassungsgerichtspräsidenten in der ganzen Sache schleierhaft. Ich habe den Artikel über Voßkuhle damals aufmerksam gelesen, und er war eher eine ausgewogene Hommage als indiskreter Schweinejournalismus (welchen ich bei Prantl auch nicht erwarte). Was sollte diese Gegendarstellung, Herr Voßkuhle?
  2. #2

    hysterische Hexenjagd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Süddeutsche Zeitung" entschuldigt sich bei ihren Lesern für einen Text ihres Innenpolitikchefs, sogar von Schreibverbot war die Rede. Und das alles wegen eines Halbsatzes, den der Autor vergessen hat. Ein schönes Beispiel für die Erregungsbereitschaft der Medien.

    Voßkuhle-Porträt der SZ: Heribert Prantl und die Ethikwächter - SPIEGEL ONLINE
    So wenig ich sonst die meisten Artikel des Autors schätze, hier hat er meiner Meinung nach recht. Offenbar leben wir in einem Zeitalter der Hexenjäger. Immer mehr Leute lassen sich zu hysterischem und selbstgerechtem Pathos hinreißen - und die Medien bilden das natürlich am deutlichsten ab. Wahrscheinlich auf Grund der heuchlerischen Idee der "politischen Correctness" - die nichts anderes ist als Sprachdressur und als neuartiges Manipulationsinstrument gelten kann. Offenbar herrscht die Meinung vor, wenn eine bestimmte Wortwahl vermieden wird, beseitigt man auch den zugrunde liegenden Misstand. Dabei sollte sich sowieso jeder erstmal an die eigene Nase fassen.

    Und Leute die Lichteketten anzünden, dem Nachbarn aber die Tür vor der Nase zuschlagen, waren mir schon immer suspekt. Den Berufsstand des Kritikers wiederum halte ich für überflüssig - sogar demagogisch.
  3. #3

    nicht der Aufregung wert

    Heribert Prantl wird meines Erachtens stark überschätzt.
    Trotzdem halte ich diesen Fehler für verzeihlich.
  4. #4

    Der Artikel in der SZ war einfach nur ein amüsantes, aber eingehendes Porträt von Vosskuhle. Um die Behauptung zu verstehen, Prantl habe so getan, als ob er selbst eingeladen gewesen wäre, muss man den Artikel schon mal mit bösartigen GEdanken 2 oder 3 mal lesen.

    Ein typischer Sturm im sommerlöchrigen Wasserglas, wobei ich mir allerdings ein Grinsen, dass es gerade Mr. Oberlehrer Prantl erwischt hat, dennoch nicht ganz verkneifen kann.
  5. #5

    300.000 EUR pro Tag und die Meinung zu Vorratsdaten?

    Die Fakten sollten auch bei einem Kommentar, gerade bei Zahlenspielen, schon stimmen. Die 300.000 Euro am Tag sind im Jahr ca. 100 Mio Euro, zu denen es ja nicht gekommen ist. Diese Summe will die EU-Kommissarin Deutschland aufbrummen obwohl die EU berät das deren Richtlinie über das Ziel hinausschießt und eben diese zurückzunehmen. Das wäre aber eine Niederlage, also verzögert die Kommissarin da und weiß die Konservativen auf Ihrer Seite. Die und vieles an Daten- und Rechte-Verwertungskonzernen sind extrem unentspannt bei der Haltung von großen Teilen der FDP. Das es nicht die Ministerin ist sondern ihre Partei ist neben der potentiellen höchsten Schadenssumme, die viele Minister schon übertroffen haben und offensichtlicher verschwendet haben, wie bei der Maut, der zweite Teil für eine Richtigstellung. Das die Aufregung ansonsten nicht lohnt wurde erwähnt, aber nicht das sich jeder, wie der Autor hier, nun das Recht heraus nimmt trotz dessen nachzutreten.
  6. #6

    Ein offener Brief

    Verehrter Herr Fleischhauer,

    es ist ja durchaus ehrenwert, wie Sie Herrn Prantl beispringen, aber Ihre Motive dazu sind mir nicht klar, was trieb Sie zu dieser Kolumne? Oder ist es pure Ironie? Fragen über Fragen.

    Nur so am Rande, meist bin ich nah bei Prantl, was er schreibt, auch tritt er mal im Presseclub o.Ä. und äußert sich.

    Nur, die Moralkeule sitzt schon sehr locker bei ihm, da muss er sich die differnzierte Betrachtungsweise eines "vergessenen Halbsatzes" schon gefallen lasen.

    In diesem Sinn freundliche Grüße

    R. Muck
  7. #7

    Stein

    ...aber die Sache ist, daß Grantl, pardon Prantl die Meßlatte sehr hoch gelegt hat- und oberlehrerhaft (ist vielleicht doch einer ?) allle beschimpft hat, die von seiner Meinung abwichen.
    Er war der Moralapostel des (guten) Journalismus, Wenn das,
    was der getan oder gelassen hat ein faux pas ist,- bei ihm
    gelten die strengeren Maßstäbe ! Daher auch diese Empörung.
    Sonst war er immer der ewig Empörte !
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Süddeutsche Zeitung" entschuldigt sich bei ihren Lesern für einen Text ihres Innenpolitikchefs, sogar von Schreibverbot war die Rede. Und das alles wegen eines Halbsatzes, den der Autor vergessen hat. Ein schönes Beispiel für die Erregungsbereitschaft der Medien.

    Voßkuhle-Porträt der SZ: Heribert Prantl und die Ethikwächter - SPIEGEL ONLINE
    Tja, nachdem das Thema in einigen Blättern seit über einer Woche rauf und runter debattiert wurde, ist nun auch SPON drauf gestossen. Richtig fix. Vielleicht nicht ganz so viel twittern sondern auch mal die Konkurrenzblätter lesen...
  9. #9

    Fleischhauers Brotberuf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die "Süddeutsche Zeitung" entschuldigt sich bei ihren Lesern für einen Text ihres Innenpolitikchefs, sogar von Schreibverbot war die Rede. Und das alles wegen eines Halbsatzes, den der Autor vergessen hat. Ein schönes Beispiel für die Erregungsbereitschaft der Medien.

    Voßkuhle-Porträt der SZ: Heribert Prantl und die Ethikwächter - SPIEGEL ONLINE
    "Ein schönes Beispiel für die Erregungsbereitschaft der Medien."

    Ein wahrhaft schöner Satz von einem, der aus der Erregung der Medien und deren Rezpienten einen Brotberuf gemacht hat.








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