Forum


 

Aufkauf von Staatsanleihen: EZB-Insider planen geheime Zins-Obergrenze

DPADie Europäische Zentralbank will die Zinslast hochverschuldeter Euro-Länder drücken - die Frage ist nur wie. Erst wurde über offizielle Zinsobergrenzen für Staatsanleihen diskutiert, doch der Vorschlag stieß auf Kritik. Nun plädieren mehrere Notenbanker offenbar für geheime Zielvorgaben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...851584,00.html
  1. #1

    Geheime Treffen, geheime Absprachen, geheime Zinsgrenzen... Der Euro - ein echter Demokrat. "So könne sichergestellt werden, dass die Zinsen für Staatsanleihen für Spanien und Italien nicht über ein gewisses Niveau steigen." Falsch! Sichergestellt wird lediglich, dass niemand mehr Geld für diese Länder bereitstellen wird. Macht aber nix, da die EZB die Gelddruckmaschine anwerfen wird, zu Lasten der Zukunft und der Währungsstabilität in Deutschland und anderer solventer "Nordländer".
  2. #2

    Das ist doch die IDEE!

    Am Besten eine einmalige Bearbeitungsgebuehr!!
    Dann koennte es zurueckgezahlt werden, denn wie lange wuerde es brauchen, bis erstmal nur die Zinsen abgegolten waeren?? Ganz anders herum, nicht der Schuldner zahlt Zinsen, sondern der Glaeubiger!! 95% Vorauskasse, nicht 100%. und dafuer gibts dann keine Boni!!!
  3. #3

    Zinsen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank will die Zinslast hochverschuldeter Euro-Länder drücken - die Frage ist nur wie. Erst wurde über offizielle Zinsobergrenzen für Staatsanleihen diskutiert, doch der Vorschlag stieß auf Kritik. Nun plädieren mehrere Notenbanker offenbar für geheime Zielvorgaben.

    Euro-Krise: EZB diskutiert geheimes Zinsziel bei Staatsanleihen - SPIEGEL ONLINE
    Interessant; das macht es dann für alle die mit Anleihen handeln sehr schwierig. Denke das wird ein Weg sein. Der Vorteil gegenüber allen anderen bisherigen Rettungsmaßnahmen ist, daß man ihn so gut wie sofort in die Wege leiten könnte; daß die Struktur(EZB) bereits vorhanden ist und daß aus Sicht der EU Verantwortlichen solche Unwägbarkeiten wie das Deutsche Bundesverfassungsgericht umgangen sind. Aus Sicht der Kanzlerin ist das schön, weil sie keine neuen Rettungspakete und damit keine neuen Gefahren für ihre Koalition im Bundestag fürchten muß. Das Instrument finde ich gut; es ist flexibel und im Gegensatz zu ESM und €Bond kommt man da wieder raus.
    Griechenland droht der Bankrott - doch was kommt danach? Wenn Regierungen und Notenbanken den Euro erhalten wollen, müssen sie sich womöglich auf riskante Manöver einlassen. Jede der diskutierten Therapien hat gehörige Nebenwirkungen. Die Suche nach dem geringsten Übel hat begonnen.

    Euro-Bonds, ESM oder EZB: Was rettet den Euro? - SPIEGEL ONLINE
    Also die dritte Möglichkeit der Intervention; die EZB besiegt den Markt.

    Schian Gruaß...
  4. #4

    Die Lösungen?? werden immer konfuser!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank will die Zinslast hochverschuldeter Euro-Länder drücken - die Frage ist nur wie. Erst wurde über offizielle Zinsobergrenzen für Staatsanleihen diskutiert, doch der Vorschlag stieß auf Kritik. Nun plädieren mehrere Notenbanker offenbar für geheime Zielvorgaben.

    Euro-Krise: EZB diskutiert geheimes Zinsziel bei Staatsanleihen - SPIEGEL ONLINE
    Diese sogenannten Lösungen werden immer verworrener
    und konfuser, zeigen, dass die sogenannten "Euro-Retter"
    immer mehr zu Zauberei und Hexerei tendieren, weil sie
    einfach nichts mehr wissen.

    Hätte vor 1 oder 2 Jahren Jemand dieses Szernario
    beschrieben, er wäre als Spinner verlacht worden, aber
    nun ist dies Realität.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank will die Zinslast hochverschuldeter Euro-Länder drücken - die Frage ist nur wie. Erst wurde über offizielle Zinsobergrenzen für Staatsanleihen diskutiert, doch der Vorschlag stieß auf Kritik. Nun plädieren mehrere Notenbanker offenbar für geheime Zielvorgaben.

    Euro-Krise: EZB diskutiert geheimes Zinsziel bei Staatsanleihen - SPIEGEL ONLINE
    Die Mafia wirkt dagegen wie ein Knabenchor.
  6. #6

    Oje

    übersetzt heißt das für Kreditgeber:

    "Eure Kredite sind in akuter Gefahr. Notfalls drucken wie Euch aber Geld".

    Das ist Wahnsinn. Wirklich Wahnsinn.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank will die Zinslast hochverschuldeter Euro-Länder drücken - die Frage ist nur wie. Erst wurde über offizielle Zinsobergrenzen für Staatsanleihen diskutiert, doch der Vorschlag stieß auf Kritik. Nun plädieren mehrere Notenbanker offenbar für geheime Zielvorgaben.

    Euro-Krise: EZB diskutiert geheimes Zinsziel bei Staatsanleihen - SPIEGEL ONLINE
    Ja, mach nur einen Plan
    Sei nur ein großes Licht!
    Und mach dann noch 'nen zweiten Plan
    Geh' n tun sie beide nicht.

    B. Brecht - Drei Groschen Oper
  8. #8

    Absehbare Entwicklungen und deren zukünftige Folgewirkungen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank will die Zinslast hochverschuldeter Euro-Länder drücken - die Frage ist nur wie. Erst wurde über offizielle Zinsobergrenzen für Staatsanleihen diskutiert, doch der Vorschlag stieß auf Kritik. Nun plädieren mehrere Notenbanker offenbar für geheime Zielvorgaben.

    Euro-Krise: EZB diskutiert geheimes Zinsziel bei Staatsanleihen - SPIEGEL ONLINE
    Das Dilemma der EZB ist es, eine einheitliche Geld- und
    Währungspolitik für siebzehn zum Teil völlig unterschiedliche
    Volkswirtschaften zu gestalten. Schaut man sich die Leistungs-
    und Wettbewerbsfähigkeiten der südlichen Eurovolkswirtschaften näher an, so kann man erkennen, dass diesen einfach das finanzielle und
    technologische Potential fehlt, um in dieser Währungsunion bestehen
    zu können (Ausnahme vielleicht Italien (Gefälle Nord- und Süditalien)).

    Zudem befinden sich eine Vielzahl dieser
    Europroblemvolkswirtschaften in einer nachhaltigen und starken
    Abschwungphase mit steigenden Defiziten, steigenden
    Arbeitslosigkeiten und leider unter hohen Kapitalabflüssen. Darunter
    leiden in diesen Ländern auch deren Banken, die mit Kreditausfällen,
    und hohen Kapitalabflüssen kämpfen und noch einen unabsehbaren
    Rekapitalisierungsbedarf haben.

    Diese Faktoren beziehen potentielle Anleger und Investoren mit in
    ihre Investitionsüberlegungen ein. Sie fordern höhere Zinsen, nehmen
    eine Risikoabwägung und -einschätzung vor.

    Die EZB hat über die Liquiditätszuführung LTRO und über den
    autonomen Geldschöpfungsprozess ELA bereits einen erheblichen
    Beitrag geleistet. Zudem hat sie Staatsanleihen von Spanien, von
    Italien und von Griechenland aufgekauft. Über den fast bereits
    ausgeschöpften Fonds EFSF wurden die Refinanzierungsmöglichkeiten
    von Griechenland, von Portugal und von Irland sichergestellt, weiterhin
    wurden von diesem Fonds weitere erhebliche Mittel für Spanien
    (seinen Bankenbereich) bereitgestellt. Ein Niedrigstzinssatz der EZB
    unterstützt diese ökonomische Umgestaltung.

    Jedoch zeigt sich, dass immer wieder neue Maßnahmen, neue
    Mittelzuführungen und Unterstützungen notwendig sind. Diese
    permanente Ausweitung der Vergemeinschaftlichung, der
    Monetarisierung und der damit verbundenen Sozialisierung von
    Fremdschulden und von Fremdrisiken stellt für die noch wenigen
    leistungsfähigen und leistungswilligen Eurovolkswirtschaften eine
    erhebliche Belastung dar.

    Die ökonomischen Ungleichgewichte bleiben jedoch in dieser
    Eurowährungszone bestehen, resultierend aus völlig verschiedenen
    Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten. Dies führt innerhalb der
    EZB zwangsläufig zu divergierenden Auffassungen über die zukünftige
    Ausrichtung der Geld- und Währungspolitik. Die Rücktritte von Axel Weber und von Jürgen Stark deuteten darauf hin.
    Jens Weidmann befindet sich in einer isolierten Position. Die
    Stimmgewichtung innerhalb dieses Entscheidungsgremium schwächt
    die Position der Bundesbank erheblich. Ihre Vorstellung über eine
    stabilitätsorientierte Geld -und Währungspolitik kann sie kaum oder
    gar nicht durchsetzen.

    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Europäische Zentralbank: Kann Weidmann EZB-Chef Draghi noch stoppen? - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Euro-Rettung: EFSF soll spanische Anleihen kaufen - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Europäische Zentralbank will die Zinslast hochverschuldeter Euro-Länder drücken - die Frage ist nur wie. Erst wurde über offizielle Zinsobergrenzen für Staatsanleihen diskutiert, doch der Vorschlag stieß auf Kritik. Nun plädieren mehrere Notenbanker offenbar für geheime Zielvorgaben.

    Euro-Krise: EZB diskutiert geheimes Zinsziel bei Staatsanleihen - SPIEGEL ONLINE
    Schon befremdend, dass nicht mehr diskutiert wird ob, sondern nur noch wie und in welchem Umfang die Staatsanleihen der Pleite-Länder mit (auch) unserem Geld gekauft werden. Dabei geht es vor allem darum, die Zinsen der jetzt schon zu sehr verschuldeten Staaten zu senken, damit diese sich leichter wieder neu verschulden können. Merkt das eigentlich nicht mal jemand bei der EZB was das für ein Unsinn ist?








TOP



TOP