Sinn erfassendes Lesen scheint nicht gerade Ihre Stärke zu sein. (hier "Sinn" = Bedeutung)
Da bin ich wohl gezwungen, noch einmal etwas komprimierter zu wiederholen:
An meinen Link zu dem Vortrag des Kinderarztes Dr. Dietrich hatten Sie wohl kein Interesse. Sonst hätten Sie dort nicht nur auf Seite 7 ff gefunden, was es mit diesem Sicherheitssinn überhaupt auf sich hat, sondern kurz vor dem Ende (auf Folie 30) auch, welche eigentlich simplen Konsequenzen daraus für den geschickteren Umgang mit dem Kind in der Schule folgen:
SICHERHEIT SCHAFFEN! Schule:
• Respekt! (Nur damit wird einem Autorität entgegengebracht)
• Würde! (Auch Schüler wahren nur die Würde der Person, die ihre
eigene Würde wahrt)
• Führung! (Der Fisch stinkt vom Kopfe: Mobbing entsteht nur dann,
wenn die Führung schlecht ist, „Herr-der-Fliegen-Phänomen“)
• Eindeutigkeit ohne Aggression (Enttäuschung ist immer eine Frage
der Erwartungen)
• Vertrag, Regeln, Rituale! (VertragsPARTNER)
• Inklusion (Auch z.B. bei Handgreiflichkeiten nicht ablehnen, keine
Klassentribunale!)
• ...
Und zwar gerade auch das verhaltensauffällige Kind ist zu beteiliegn an der Aufstellung der Regeln. Regeln die über seinem Kopf oder hinter seinem Rücken aufgestellt werden, wird es nie und nimmer befolgen.
Unterläßt man das alles, führt das dazu, dass das verhaltensauffällige Kind sich bedroht fühlen MUSS! Ja "MUSS", und zwar auf Grund seiner Konstitution und/oder seiner Historie. (erst Folie 27, dann 24)
Auf diese Weise macht man aus einem Kind, das eigentlich nur etwas anders ist, erst Kind mit einer schweren Störung oder gar Krankheit. Das von Ihnen propagierte Herangehen schafft in der Schule zunächst Aufsässigkeit, dann Verweigerung, und im späteren Leben schließlich Drogenmißbrauch. Wie diese Kinder innerlich ticken, konnten Sie z.B. gestern abend im ZDF in der Sendung "9 Leben" sehen. (Mediathek "9 Leben" - Das kleine Fernsehspiel - ZDFmediathek - ZDF Mediathek). Mit 25 können sie das dann auch artikulieren, was mit 12 eben noch nicht gelingt.
Sich vor solchem, inzwischen längst gesicherten Wissen, welches in den genannten Quellen sogar leicht verständlich und auch leicht zugänglich ist, zu verschließen, nur weil man ein Selbstkonzept hat, in das Menschen die anders sind (anders Wahrnehmen, Denken, Fühlen, und damit auch anders Handeln als man selbst es tun würde), das ist geradezu asozial.

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