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Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen
DPAGeschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822411,00.html
- #660 20.03.2012 15:38 von
- #661 20.03.2012 15:39 von
- #662 20.03.2012 15:40 von
- #663 20.03.2012 15:40 von
Kleinstaaterei
Für Religion gab es Ethik. Anderer Name, der gleiche christlich-fokusierte Unsinn. Und Kunstgeschichte? Naja. Essentiell nicht, eher ein "nice to have". Eigentlich ein richtig unsinniges Laberfach, das keinerlei Mehrwert bietet - und niemanden weiterbringt. Sowas gehört als Teilbereich zu Kunsterziehung (Malen).
Allgemeinbildung? Da musste sich in den 90ern kein "Ossi" verstecken.
Und Diskussionskultur? Lassen Sie es mich so ausdrücken: wo ist denn die intellektuelle Elite, die noch Diskussionskultur vorzuweisen hat? Wo ist überhaupt Diskussionskultur?
Merken'se was? Die heutige Diskussionskultur gibt's nicht. 22 Jahre nach Ende der DDR gibt's keine mehr. Zufall?
Bitte, bitte, bitte urteilen Sie nicht über etwas, was Sie nicht verstehen. Ich kenne BEIDE Systeme sehr gut. Und kenne die "Segnungen" des "Westsystems": unnütze Laberfächer, nix konkretes, stiefmütterlich vernachlässigte Naturwissenschaft. Alles, was irgendwie den Forschergeist von Schülern hätte wecken können, wurde gnadenlos zusammengestrichen: Astronomie? Fehlanzeige. Statt dessen Religion.
Und über all dem Graus weht der schreckliche Geist des Föderalismus und der Kleinstaaterei.
DAS haben wir heute.
Guten Tag. - #664 20.03.2012 15:41 von
erdrückende Schulden
Es mag sein, dass es in der DDR nach dem Zweiten Weltkrieg ganz schrecklich war und man hohe Reparationen an die Russen zahlen musste. Aber das ist nun vorbei, Gott sei Dank. Es herrscht Demokratie, und jedes Bundesland kann seine eigenen Geschicke in die Hand nehmen und finanziell auf eigenen Füßen stehen. Man könnte für Tourismus und Ansiedlung von Firmen sorgen, die Arbeitsplätze schaffen.
Es ist ein Unding, dass andere Städte und Kommunen Schulden aufnehmen müssen, um den Solidarbeitrag zu bezahlen. Man kann doch nicht von anderen verlangen, Geld zu zahlen, das diese gar nicht haben. - #665 20.03.2012 15:41 von
Zustimmung
Bei beiden Argumenten stimme ich Ihnen zu!
Fakt ist aber auch, dass sowohl die inzwischen absolut überbordende Bürokratie als auch die in den 90ern stetig steigende Arbeitslosigkeit sich erst nach der Wende richtig ausgebreitet hat.
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass Gesamtdeutschland doch noch mehr schlechte Eigenschaften aus dem System der DDR übernommen hat (wie z. B. die Bürokratie - von der Wiege bis zur Bahre ...) als wir wahrhaben wollen und als uns jetzt leib ist. - #666 20.03.2012 15:41 von
- #667 20.03.2012 15:43 von
Wieder ein paar Wahrheiten umhüllt von einer Menge Quark. Die Stasi hat geklaut, soviel ist sicher. Wer etwas in den Osten schaffen wollte, musste schon persönlich kommen. Aber was zum Geier hat das mit "den Ossis" zu tun? Ich kenne eine ganze Menge Leute, die heute noch den Stasi-Leuten den Hals umdrehen würden, wenn man sie denn greifen könnte.
Und es ist ein Skandal, wie miserabel die Aufarbeitung der Stasi-Akten vonstatten ging. Noch heute sind in Brandenburg Beamte in leitenden Positionen der Polizei und Justiz, die damals Unschuldige in den Knast schickten. Aber diese "Subjekte" würde ich niemals mit Ostdeutschen gleichsetzen. Genauso gut könnte ich dann an meiner Stelle sagen, dass viele "eurer" Bürgermeister Nazis waren. Beide Sachverhalte stimmen, wie sie nachlesen können.
Aber ist das ein Grund, warum sich die Opfer darum streiten sollten, wer mehr Leid ertragen musste? Genau darum geht es bei der Diskussion um den Soli. Eigentlich wäre er ein gutes Instrument, um die Regionen zu fördern, die schlechter dastehen. Aber wenn man dann sieht, wie die Oberen es für die "Nikolausdecke" (Straßenbauarbeiten am Ende des Jahres, damit die letzten Fördermittel verbraucht sind) ausgeben, dann weiß der Normalbürger: das Geld ist nicht das Problem, es fehlt einfach an der Kompetenz. Und da unterscheiden sich Ost und West leider nicht.
Oder um es mit Norbert Blüm zu sagen. "Man wird erst aufhören von Ost und West zu sprechen, wenn man anfängt, von Nordis und Südis zu reden." - #668 20.03.2012 15:43 von
Als Normen dienen uns Gesetze und sie sind in den entsprechenden Gesetzbüchern nachlesbar. Sie regeln die Basis unseres Zusammenlebens. Bei Überschreitung drohen Sanktionen. Sie sind einer permanenten Überprüfung und Anpassung unterworfen. (siehe: Gesetzgebungsverfahren)
„Unsere“ Kultur ist sehr vielfältig und reich an Grausamkeiten. Hexenverbrennung und Judenverfolgung gehören dazu. Auf die christlichen Traditionen muss man also nicht gerade stolz sein.
Werte können grundsätzlich nicht verordnet werden. In einer Demokratie spiegeln sie idealerweise die Vorstellung der Mehrheit wieder und unterliegen entsprechender Änderungen. - #669 20.03.2012 15:50 von
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