DPAGeschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822411,00.html
So ein Unsinn!
Wie hätte Rüttgers in nur 5 Jahren das wieder hinbiegen sollen, was die Sozen 40 Jahre lang mit Akribie und Vehemenz vorsätzlich und sehenden Auges versaubeutelt haben?
Dass so etwas nicht funktioniert, sehen wir doch gerade im Osten:
20 Jahre ist die Wiedervereinigung jetzt schon her, und es sind Unsummen an Geld geflossen. Und dennoch ist es bisher nicht gelungen, die Überbleibsel von 45 Jahren sozialistischer Mißwirtschaft komplett zu beseitigen!
Daran liegt es nicht, es liegt einfach am System. Da gewinnt, was sich rechnet. Rechnet sich Kohle nicht mehr, werden Stellen abgebaut. Krisen gehören zum Kapitalismus, sie sind eine Gesetzmäßigkeit.
Leider haben Sie im Westen das nicht gelernt, so dass Sie immer einen Schuldigen suchen und ein bisschen an den Weihnachtsmann glauben, Entschuldigung, dass ich das so sage.
Hinzu kommt, dass sich die Deutschen einfach alles sagen und gefallen lassen und dann am Ende noch die schrägsten Meinungen aneignen. Da werden dann sinnlose Phrasen wie "soziale Hängematte", "Eigenverantwortung" und solche Dinge kommentarlos in den Sprachgebrauch eingebaut, statt aufzustehen und den Verantwortlichen mal die Ohren langzuziehen. Es wird ein "wir" gebraucht, wo keines ist. Wir haben kein Wirtschaftswachstum, sondern es gibt einzelne Konzerne und Banken, denen es super geht. Dem "wir" geht es nicht super. Das "wir", also die Bevölkerung, verarmt zusehends. Man sollte sich wehren.
Stattdessen wird sich in sein Schicksal gefügt und nicht gründlich genug nachgedacht. Zum Beispiel, dass der Kapitalismus so lange kein richtig scharfer Kapitalismus war, solange es die DDR gab und man sich im sozialen Wettbewerb befand. Erst jetzt nach Fall des Ostblocks zeigt der Kapitalismus sein wahres Gesicht. Aber die meisten Westdeutschen glauben tatsächlich noch, dass es wie früher ist.
Leute, wacht auf, die fetten Jahre sind vorbei. Es sei denn, man ändert mal seine Einstellung, sieht es realistisch und sagt mal was.
Ansonsten geht die Talfahrt weiter. Nicht für die Firmen, aber für die Bevölkerung. Und letzten Endes bezahlen WIR das alles, und es ist auch genug Geld da. Es soll nur nicht fürs Volk ausgegeben werden, so einfach ist das.
Ein Blick auf die Entwicklungen der nationalen Leistungsbilanzsalden seit Bestehen unserer gemeinsamen Währungsunion zeigten schon früh die erheblichen ökonomischen Ungleichgewichte an, die aus unterschiedlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten resultier(t)en. Diese werden jetzt durch Umschuldungen, EFSF, ESM, aufgekaufte Staatsanleihen und unbegrenzte Liquiditätszuteilungen ausgeglichen.
Viele ökonomische Fehlentwicklungen, sei es bei der wirtschaftlichen Ausgestaltung der Deutschen Einheit, sei es beim Euro, konnten frühzeitig von den politisch Verantwortlichen korrigiert werden, wurden aber aus partei- und machtpolitischen Gründen bewußt und vorsätzlich ignoriert, sogar geleugnet.
Und darin liegt das eigentliche politische Versagen überhaupt. Und dies trifft die Bürger in Ost wie West, Nord wie Süd.
Dies kann man auch sehr gut fachlich nachlesen:
buecher.de: euro lüge wilhelm hankel - portofrei
Uwe Müller Supergau Deutsche Einheit - Rowohlt Berlin 256 Seiten 12 90 Euro | Politische Literatur | Deutschlandfunk
DAs man 40 Jahre all exklusive hatte, bevor man 89 AI bekam, kann man ja mal aussen vor lassen, sonst kommt das Weltbild in s Wanken.
Nunja, da alles aus dem Osten schlecht war, wie soll man es machen?Bayern hat nach einigen Jahren als unbestrittener Nutznießer des Länderfinanzausgleichs, sich zu einem potenten Industriestandort entwickelt trotz der CSU, dies ist aber im Osten allerdings trotz Megasubventionen nicht zu erwarten.
Da der Westen den Osten aufgekauft hat und einfach deindustrialisiert...
naja.
und das heisst? Unmenschliche zustände in München?Außerdem, denken Sie mal an die "Ottonormalverdiener/in" im Großraum München, auch für diese Menschen ist das Leben kein Zuckerschlecken, allerdings höre ich diese Leute nicht dauern rumheulen, wie schlecht es ihnen geht.
Nach zwanzig Jahren Transferleistung hält die Welle der Abwanderung aus dem Osten immer noch stetig an, am Ende bleibt ein Altenheim mit modernster Infrastruktur, ein volkswirtschaftlicher Supergau.
Rufen Sie die Nato, die bombardieren Ude´s Schergen
*kopfschüttel*
Sie haben sich über die dunklen Seite der DDR wohl gar nicht informiert.
Es geht nicht darum, dass wir Päckchen geschickt haben, sondern darum, wie sie deklariert werden mussten und dass trotzdem auffällig oft der Kaffee fehlte oder der Zucker, was die ostdeutsche Zollbesetzung eben selbst gebrauchen konnte.
Wie es an den Grenzübergängen zugegangen ist wissen Sie offensichtlich gar nicht. Das sei Ihnen verziehen. Aber sie sollten mal etwas demütiger sein und sich informieren. Da haben sich die Ex-DDRler wirklich kein Ruhmesblatt erworben.
Und leider muss ich noch diesen Satz anfügen: merkwürdigerweise ist ja nach der Maueröffnung niemand bei der Stasi gewesen. Und genau dieses Klientel ist es, die den alten Bundesländern in der aktuellen Misere nicht helfen will. Und das sind halt viel zu viele.
Die ganze Situation ist für mich eine ethische Frage.
Ich kenne leider keine zufriedenen Ossis. Ständig das Genöle "wir kommen zu kurz". Selber machen ist jetzt mal angesagt und mehr Toleranz aus dieser Ecke.
Sollten es wirklich einen nächsten Solidarpakt geben dann haben es die Betroffenen wohl nicht besser verdient. Dummheit muss bestraft werden.