Thema dieser Diskussion ist nicht die erschöpfend und ausführlichst vorab debattierte Frage "Was genau war nochmal die DDR?", sondern die Fragen rund um den Solidarpakt und den Umgang mit ihm.
DPAGeschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822411,00.html
Thema dieser Diskussion ist nicht die erschöpfend und ausführlichst vorab debattierte Frage "Was genau war nochmal die DDR?", sondern die Fragen rund um den Solidarpakt und den Umgang mit ihm.
...das Unterrichts- und Prüfungsfach Ethik in BY mit Absicht, so scheint es, um etlicheres höher gehalten wird als das Religionslehre, mit der Absicht die Schüler zum Religionsunterricht zu zwingen. So ist's in BY,s gibt nicht nur typische bayerische kriminalistischen Ermittlungsmethoden, Im hier im SPON beschrieben, BY ist da ganz anders als der Rest dieser Föderation.
Es wurde damals noch lange - auch vom Bund ausgehend - an der Kohle als einzigem heimischen Energieträger festgehalten, auch wenn der Abbau unrentabel war (Erdöl war damals soviel billiger).
Der Abbau hätte schneller gehen können, ja, aber man fürchtete eine plötzlich anschwellende Massenarbeitslosigkeit. Schon etliche Zechenschließungen in den 60er Jahren hatten für Zündstoff gesorgt.
Hinzu kommt nunmal die technische Seite, dass Bergwerke nicht einfach zugemacht werden können und gut ist. Für die nach und nach erfolgenden Stilllegungen sind die Kosten ebenfalls enorm und leider dauerhaft, wenn das Ruhrrevier nicht zum Erdbebengebiet werden soll.
Verkompliziert wird die Angelegenheit durch die EU, die ja schonmal einen Vorstoß gemacht hatte, die Kohlesubventionen 2014 statt 2018 auslaufen zu lassen. Das wären das 4 Jahresraten Subventionen, die nach Brüssel geflossen wären, während hierzulande die Ausfälle am Steuerzahler hängen.
Ein Rumpfbergbau zur Produktentwicklung wird möglicherweise sogar weiter bestehen. In der Region gibt es über 100 Unternehmen, die High Tech-Produkte (Fördertechnik etc) sehr erfolgreich exportieren.
Dummheit möchte ich Ihnen hier nicht unterstellen, eher Unwissenheit.
Kennlinienfelder und CMOS Technologie waren in den Lehrplänen der Berufsschulen in der DDR seit 1983 Prüfungsfächer.
Es war eher so, dass die Facharbeiter aus der DDR vom westdeutschen Arbeitsmarkt ab 1989 regelrecht aufgesogen wurden, da der Westen damals schon mit Stolz auf seine unzähligen, hervorragend akademisch ausgebildeten Sozialpädagogen, Sozialanthropologen, Sozialtherapeuten, Sozialpsychologen, Sozialpolitologen und Soziologen blicken konnte.
Da konnte selbstverständlich ein rückständiger ostdeutscher Facharbeiter nicht mithalten.
lächerlich, baut die Mauer wieder auf, wenn der OSSI oder der WESSI der böse ist. Entweder wir sind ein Volk oder zwei, was solls denn nun sein ?
Liebe Mitfioristen lassen Sie keinen Keil zwischen uns treiben. Nicht die asozialen Solidaritätsverweigerer und auch nicht die faulen Subventionsjäger. Der Staat spart sich kaputt, weil er nicht ausreichend Steuern generiert und sich von allen Seiten abzocken lässt.
Zu diesem Zeitpunkt wird man asozial und versucht sich durch die Diffamierung des Solidarpartners jeglicher Verantwortung zu entziehen.
Das ist doch immer so, soll bspw. den H4lern das Einkommen erhöht werden, leiden Sie an spätrömischer Dekadenz. Prinzip: Der Elende hat an seinem Elend selber Schuld, daher ist es legitim ihm die Solidarität zu verweigern.
Ich hab auch keinen Bock Steuern oder den Soli zu zahlen, aber wenn Wir beschlossen haben ein Volk zu sein müssen wir auch dazu stehen. Hätte man mich damals gefragt, wäre ich dagegen gewesen, aber man muss auch mal etwas akzeptieren, das man nicht mehr ändern kann.
Solidarisch wäre, wenn die Gemeinden im Osten, denen es auch ohne Soli gut geht Gemeinden im Westen die den Soli nicht schultern können aushelfen.
Aber so ist das eben mit der Solidarität, kaum einer ist freiwillig solidarisch, wenns was kostet, besonders nicht Beamte.
Fricklerzzz
Meine Güte! Sie sind wahrlich zart besaitet. Das Verschicken eines Päckchens war für sie "abartig" und "menschenunwürdig"? Dann entschuldige ich mich natürlich bei Ihnen. Oder muss ich dafür barfuss nach Canossa laufen, denn andernfalls dürfte mein Gesuch in den Ohren Eurer Durchlaucht verhallen, oder?
Scherz beiseite. Klar ist die DDR untergegangen, weil sie marode war. Aber doch nicht, weil die Menschen in heruntergekommenen Häusern leben mussten und es keine Bananen gab! Sie sind das Musterbeispiel eines kapitalistisch erzogenen Menschen, der Konsum als den Hauptgrund für Freiheitsstreben ansieht. Die DDR ist an ihrer eigenen Erstarrung gestorben, weil sie die Menschen in ein Korsett stecken wollte. Sie versuchte Angst und Schrecken zu verbreiten, aber zum Glück gab es Menschen, die sich nicht einschüchtern liessen. Und diese mutigen Frauen und Männer gingen auf die Straße. Ich war beim Fall der Mauer gerade mal 10-11 Jahre alt, aber selbst ich konnte spüren, wie es den Menschen damals ging. Sie hatten es einfach satt, diesen Stillstand, das falsche Lächeln und Zustimmen.
Meiner Meinung nach kann es den mutigen Menschen in Ost - und West! - nicht hoch genug angerechnet werden, dass sie das gesamte System des Ostblocks gestürzt haben. Und ich bin den Zahlern im Westen dankbar, dass sie über so viele Jahre den Irrsinn des Unsummentransfers mitgemacht haben, ohne die Leute zu ermorden, die daran schuld sind. Aber auch ich sage, es ist genug. Wer in einer Stadt zu Schule gegangen ist, wo der Marktplatz innerhalb von 20 Jahren fünfmal (!) aufgerissen und umgestaltet wurde und anstatt den Kindergarten zu fördern, lieber eine vollkommen idiotische Videowand für knapp 60.000 Euro installiert wurde, die keine Sau interessiert, der weiß genau, warum sich der Unmut in den alten Bundesländern regt.
Was ich verlange (sic!), ist gegenseitiger Respekt und kein Wiederaufflammen der bescheuerten Ossi-Wessi-Talkshow-Inhalte.