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Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen

DPAGeschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822411,00.html
  1. #600

    Sie sei erlaubt

    Zitat von blackkwood Beitrag anzeigen
    ...Und zudem muss die Frage erlaubt sein, warum die DDR-Betriebe, die überlebt haben (z. B. Jenoptik), plötzlich mit nur noch 20-30% der früheren Belegschaft den gleichen output zu erbringen in der Lage waren?
    Da fragt sich doch, was die jetzt nicht mehr vorhandenen 70-80% der Belegschaft vormals so den ganzen Tag lang gemacht haben?
    So ziemlich das, was heute Heerscharen von Bankern, Anlegern und sonstigen "Investoren" (nebst deren Korona aus Schleimern und Kriechern) machen: wichtigtun/ die Hand aufhalten/ sich durchfüttern lassen auf Kosten anderer.

    Nur ließ man die Schlendriane damals nicht den Stab über sich brechen; was heutzutage praktisch allen jederzeit passieren kann.
    Eine neue "Idee" auf dem Finanzmarkt, und die Firma gehört der Vergangenheit an.
    Aber ja, ich erkenne trotzdem den Widerspruch an, auf den sie hinauswollen.
    Und der mich damals schon sehr gestört hatte bei den 'kleinen Leuten': immer tolle Konsumgüter in den Geschäften erwarten (die auch qualitativ hochwertig sein sollten), aber sich selber schon vormittags die kleine Flasche 'Goldie' in den Kaffee rühren .. und auf dem Pegel den Tag rumbringen.
  2. #601

    Sicherlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.

    Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    sind die Städte in NRW besonders im Revier von Finanznöten geplagt. Doch der größte Teil ist selbstverschuldet. Man hat permanent die sich abzeichnenden Finanzprobleme der letzten 20 Jahre ignoriert. Man konnte gut leben mit sogenannten Haushaltssicherungskonzepten. Da wurde dann einfach etwas nettes prognostiziert, um in fünf Jahren schuldenfrei zu sein... auf dem Papier...

    Leider hat das neue kummunale Finanzmanagement nun den Riegel davor geschoben. Bilanz und GuV sind erforderlich, und so klaffen tiefe Löcher in den Kassen.

    Doch die Kommunen machten immer weiter wie bisher... Keiner der OBs oder BMs hatte Lust, seinen Bürgern Pläne zu Einsparungen vorzulegen. Das Geld wurde und wird weiter mit beiden Händen durchs Fenster geworfen... für extrem viel Personal, für Puplicity, für enorme Pensionszahlungen etc etc .
    wer mal bei der EXPO REAL in Müchen schaut, wie alle Kommunen der Repuplik ihre Grundstücke anbieten, so als gäbe es noch Formen auf dem Mond, die die unzähligen Gebiete bevölkern müssten - der fragt sich doch: Was tun die Leute dort... Der Bedarf an den angebotenen Millionen qm2 Fläche ist garnicht vorhanden...

    Und Dortmund natürlich mittendrin.... Herr Sierau persönlich führt seine Truppe von 40 Mitarbeitern an, die nach München fliegen und dort nette drei Tage verbringen, mit Dortmunder Abenden etc. Auf 300!!! qm wird da in Hochglanz geworden. Allerdings hat in den letzten Jahren keine Reviergemeinde dort einen Abschluß getätigt, wie man in Insiderkreisen weiß.
    Es ist einfach netter, mal Abwechselung zu bekommen - auf Staatskosten - als am Schreibtisch Sparprogramme aufzustellen.

    Das Sparpotential ist riesig, nur will man sich nicht weh tun. Deshalb werden teuer WP Gesellschaften eingeflogen, die teure Gutachten machen, an die man sich nicht hält.

    Gut ist, das die Banken nun den Hahn zu drehen, denn selbst die einheimischen Sparkassen kommen in Schwierigkeiten, wenn sie weiter den Pleitestädten Geld pumpen....

    Appelle, kleinere Kommunen zusammenzulegen, verpuffen regelmäßig, den jeder kleine BM will sein Königreich behalten, mit 50 Ratsmitgliedern, drei oder vier Beigeordneten und einem Stab von 500 VerwMitarbeitern...

    Im Revier leben immer weniger Menschen, aber die verwaltungen quillen über vor Personal, und jede kleine Kommune hat eine sparkasse, Stadtwerke, Wirtschaftsföderung, und sonstige Gesellschaften.... da gibts es Aufsichtsräte und Einfluss....

    Prizip kann in Zukunft nur sein: Das Geld was eingenommen wird, kann ausgegeben werden, mehr nicht!! Das sind dann für die meisten Kommunen nur noch Pflichtausgaben. Die BMs lönnte man auf halbe Stellen setzen, denn das Repräsentieren könnten andere besorgen.
  3. #602

    Chroniken einer Bananenrepublik.

    Zitat von egbert_sass Beitrag anzeigen
    Ein wenig hat es mit dem Thema schon zu tun, diese permanente Fehlallokation von Mitteln ist in Ost und West häufig anzutreffen. Bis auf ganz wenige und zeitlich begrenzte Ausnahmen bin ich übrigens gegen jegliche Subventionen.
    D’accord”, ich bin ebenfalls gegen Subventionen, aber hier geht es darum eine ganze Nation, die Ex-DDR zu Alimentieren und zwar wie ich fürchte mit diversen Tricks dauerhaft.
    Die ist allein der Tatsache geschuldet, dass die ostdeutschen Bundesländer durch ihre Anzahl politisches Gewicht im Bundesrat besitzen und damit die Regierung gleich welcher Farbe „erpressen“ können.

    In NRW leben ca. 18 Millionen Menschen und diese haben nicht das demokratische Gewicht von ca. 14-16 Millionen Ostdeutschen?
    Wäre es unter diesen Umständen nicht gerecht darüber nachzudenken das Bundesland NRW wieder in Rheinland, Münsterland, Westfalen etc. aufzuteilen, um diesen Ländern ebenfalls mehr Gewicht zu verleihen.
    Wie kann es sein, das sich die Mehrheit der Deutschen in Geiselhaft einer Minderheit befindet?

    Wäre hier eine Volksabstimmung nicht angebracht und warum denken weigert sich die Bundesregierung so vehement dieses basisdemokratische Instrument einzuführen?
  4. #603

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Das ist schlichtweg falsch.
    Mein Abschluss als Dipl.-Ing. wurde selbstverständlich im wiedervereinigten Deutschland als solcher anerkannt. Andere, die mit mir zusammen auf dieser Hochschule waren, haben inzwischen Lehrstühle an der RWTH Aachen und der TU Braunschweig.
    ...
    Das mag bei Ihnen so gewesen sein.
    Aber der Mitforist mirror2000 hat fairerweise zumindest eingeräumt, dass dies nicht in allen Ingenieurberufen der Fall war.

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    ...
    Röhren?! Das würde doch voraussetzen, dass das Prinzip des elektrischen Stroms im Osten bekannt war. Dort wurden die Maschinen immer noch mit großen Laufrädern angetrieben.
    EBEN!
    (((-;
  5. #604

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Ein Sesselpupser wird wohl nie verstehen, was echte Auseinandersetzungen in der damaligen Zeit waren.
    Sind persönliche Beleidigungen das Niveau, welches Sie im Osten damals für Argumentationen und Diskussionen gelernt haben?

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    In den Jahren wurden ja auch gern die preisgünstigen Ostprodukte ausm Katalog bestellt.
    Na klar. Und als nächstes wollen Sie uns jetzt noch erzählen dass die Läden in der DDR nur so leer waren und man nur so lange Schlange stehen mussten, weil die Westler die ganzen Ostprodukte leergekauft haben?! Jaja...

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Wer beschwert sich also? In den Jahrzehnten, in denen man sich fettgefressen hat, hat wohl bei Exemplaren wie Ihnen auch noch die Lesefähigkeit gelitten.
    Da sind sie wieder, die persönlichen Beleidigungen und Anfeindungen. Mit solch einem Verhalten brauchen Sie sich dann ja auch nicht wundern dass Sie sich selbst und Ihre Argumentation hier im Forum vollkommen ins Lächerliche ziehen.
  6. #605

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Oh je, die Zweite. Und von der Fassade schließen Sie auf den Kern? Vergessen Sie bitte nicht, dass vom Bauboom im Osten zuallererst die Zuliefer-Betriebe aus dem Westen profitiert haben. Viele DDR-Bürger haben ihr angespartes Geld für die Sanierung ihrer Heime ausgegeben. Dummerweise folgte nach dem Boom der Branche der Zusammenbruch derselben. Wieder so eine Sache, die von schlauen Köpfen vornehmlich aus dem Westen gesteuert und nicht zuende gedacht wurde.

    ...
    Die desolate Optik, der damals abbruchreifen Häuser wurde hier im Thread von einem 'Ossi' bestritten und ich habe lediglich auf die wahre Situation hingewiesen.
    Dass es in der Tiefe des DDR-Staats genauso marode aussah weiss ich aus eigener Anschauung, weil nämlich meine Verwandtschaft im Osten aufgewachsen ist. Was man bei den Kontaktversuchen und beim Versuch Päckchen rüberzuschicken erleben musste spottet jeder Beschreibung.
    Da muss man leider Worte wie "abartig" und "menschenundwürdig" andenken.
  7. #606

    SPD hat keinen Schröder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte ima Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.

    Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die SPD hat keinen Schröder, der Neinsagen kann. Die Merkel wird nicht Neinsagen , weil sie eine Ossi ist und Wahlen gewinnen muss. Wir sitzen im Ruhrgebiet in der Klemme. Es hilft also nur ziviler Ungehorsam der Bürgermeister und Oberbürgermeister. Schön wäre auch, wenn die Bevölkerung demonstrieren würde mit dem Slogan "Schluss mit lustig"!
  8. #607

    Rückabwickeln?

    Zitat von karlgutknecht Beitrag anzeigen
    ...
    Wäre hier eine Volksabstimmung nicht angebracht und warum denken weigert sich die Bundesregierung so vehement dieses basisdemokratische Instrument einzuführen?
    Sie vertreten schon einen merkwürdigen Standpunkt. Aber zum Provozieren reicht es allemal.

    Ich setze mal noch einen drauf: Lasst uns doch über die Rückabwicklung der Deutschen Einheit abstimmen. Wenn es klappt geht in Helmstedt wieder die Schranke runter und die Ossis bekommen ihre Grundstücke und Betriebe zurück. Und eine bessere Schulbildung gibt es ja dann auch wieder (im Osten).
  9. #608

    Und

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen
    hätte nrw in der "wirtschaftswunderphase" die kohle, äh, das geld behalten, anstatt es in unterentwickelte fördergebiete wie bayern - oh ja, bayern! - zu geben, dann hätten wir heute das paradies im pott - wetten? ;-)
    hätten Wir nicht 34-36? Jahre eine Rote Regierung in NRW gehabt, die notwendige Strukturen verpennt hat, hätten wir immer noch das Paradies im Kohlenpott! Aber die Schwarzgeld, und sich für MP Gespräche bezahllasspartei unter Rüttgers war genauso unfähig.
  10. #609

    Zitat von Claudio Soriano Beitrag anzeigen
    die Abgeordneten im BT und LT....halbiert! In den USA ca.500 Senatoren, im BT 624 Abgeordnete! Beamten Status nur noch für Polizeibeamte! Aber das wird ein Wunsch bleiben, da diese Beamten keine Gesetze gegen sich selber machen. Es gibt viel zu tuen, fassen wirs an!
    Im US-Senat sitzen 100 Senatoren. Ist aber eher mit unserem Bundesrat vergleichbar (ich weiß nur entfernt).


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