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Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen
DPAGeschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822411,00.html
- #460 20.03.2012 12:27 von
- #461 20.03.2012 12:27 von
Zukunftsvisionen
Na ja, wenn eines Tages infolge deutscher Angst und Technikfeindlichkeit dass Geld so knapp werden sollte, dass all die Pumpen, die das Grubenwasser nach oben befördern, abgeschaltet werden müssen, dann wird die ganze Gegend ohnehin ein Sumpf.
Vielleicht sogar ein subtropischer Malariasumpf, wenn es auf diesem Planeten noch etwas wärmer wird. :-) - #462 20.03.2012 12:27 von
Das ist schlichtweg falsch.
Mein Abschluss als Dipl.-Ing. wurde selbstverständlich im wiedervereinigten Deutschland als solcher anerkannt. Andere, die mit mir zusammen auf dieser Hochschule waren, haben inzwischen Lehrstühle an der RWTH Aachen und der TU Braunschweig.
Röhren?! Das würde doch voraussetzen, dass das Prinzip des elektrischen Stroms im Osten bekannt war. Dort wurden die Maschinen immer noch mit großen Laufrädern angetrieben. - #463 20.03.2012 12:29 von
- #464 20.03.2012 12:32 von
Freiheit? Aha.
Naja, Horch und Guck gibt's ja hier auch. Gibt doch nichts, was nicht abgehört oder ausspioniert wird.
Die Drohnen sind keine Ostdeutsche Erfindung, die Überwachung des Internets, der Bundestrojaner, Rasterfahndung, biometrischer Pass – all das stellt doch die Stasi in den Schatten.
Oder doch nicht? Weil so viele ehemalige Stasimitarbeiter einfach abgeworben wurden?
Und die Freiheit? Mhm, also zu Ostzeiten durfte man seine Wohnungstür streichen, wie man Lust hatte. Auch die Fenster usw. Heute ist alles Privatbesitz, da geht das nicht. Und dann die vielen Regeln, eine ungeheure Bürokratie und vielen fehlt das Geld für die Freiheit des Konsums.
Und die Demokratie: Volksabstimmungen? Fehlanzeige. Ja, ab und an, aber wen interessiert das schon, da wird dann nach Wirtschaftslage auch mal locker drüber weg gehandelt.
Also Leute, hier ist nichts besser als in der DDR, es ist nur bunter und anstrengender.
- #465 20.03.2012 12:33 von
titel
Das hätten Sie auch schnell bei Wikipedia nachlesen können. Es gibt 5 Länder, die über die gesamte Laufzeit des LFA gesehen Geberländer sind (in absteigender Reihenfolge): Ba-Wü, Hessen, NRW, Hamburg, Bayern.
Bayern war in der Tat früher Nehmerland, aber eigentlich kann man nur jedem Land, dass ständig darauf hinweist raten: Nachmachen! (...wenn die Bayern es können, könnt ihr es doch sicher auch, oder?) - #466 20.03.2012 12:33 von mixolydisch
- #467 20.03.2012 12:34 von
- #468 20.03.2012 12:34 von
Komisch, dass in den wirtschaftlichen Zentren -das Ruhrgebiet zählt nicht dazu - hunderttausende Ossis herumlungern, bei BMW, bei der Allianz, bei Siemens, MAN, Mercedes, BASF und Co.
Sie haben einfach keine Ahnung, Sie Pöttler.
Die DDR hat z.B. eine eigene Chip-Produktion aus dem NICHTS aufgebaut. Gezwungenermaßen, da die COCOMO-Listen den Import von Speicherchips (kalter Krieg!) nicht erlaubten. Ein Grund für die überaus diversifizierte Volkswirtschaft. Es mussten schlicht viele Produkte (insbesondere Vorprodukte) mit geringsten Mitteln selbst hergestellt werden, da Importbeschränkungen des Westens günstigere Importe schlicht verhinderten. Völlig unabhängig davon, wie teuer es war.
Unter diesen bedingungen ist in der DDR schier Unglaubliches geleistet worden - auch wegen dem, dem heutigen Deutschland gegenüber - wesentlich besseren Bildungssystem. Nicht umsonst sind die Bundesländer des Ostens, die ihr Bildungssystem nicht vollständig okkupieren liessen, auch ganz oben in den entsprechenden Studien.
Insofern sind Ihre Beiträge eher einfältiges Stammtischgewäsch. - #469 20.03.2012 12:35 von
Wenn ich sowas lese, sträuben sich mir die Nackenhaare. Unter Kohl war die alte BRD auf dem Weg ins Mittelmaß, die Blutauffrischung durch 17 Millionen Neukonsumenten hat den Abstieg abgefedert. Ihr wart echt schlecht vorbereitet auf das Unerwartete.
Kennen Sie Walter Romberg (SPD)? Der war Finanzminister der letzten DDR-Regierung und hat im Sommer 1990 den Finanzbedarf des Beitrittsgebiets auf 140 Milliarden DM pro Jahr geschätzt (der Mann war Mathematik-Professor). Und mußte daraufhin noch im Juli 1990 zurücktreten. Denn solche Realisten konnte die "Allianz für Deutschland", welche im Frühjahr 1990 wie ein Hurrikan über die ostdeutschen Marktplätze gefegt war, nicht gebrauchen.
Ich bin sicher, ohne die friedliche Revolution hätte Kohl die Wahl 1990 auch gegen Donald Duck verloren. Sein Verdienst ist, das er (bzw. seine Berater) die historische Chance erkannt und genutzt haben. Ich meine die Chance zum Machterhalt.
Zum Thema dieses Threads. Natürlich muß der Solidarpakt in der heutigen Zeit anders organisiert werden. Auch im Westen wird es bald entvölkerte Gebiete geben (bzw. gibt es schon). Der Wanderarbeiter zieht in die Ballungsgebiete. Irgendwann leben dann im Großraum München 10 Millionen Menschen die Mietpreise von 20 EURO pro qm bezahlen. Wer es nicht kann, es ist genügend Platz in der Provinz.
Unser Problem ist nicht Ost/West sondern das neoliberale Wirtschaftssystem. Warum sind eigentlich in einem der reichsten Länder der Erde (immer noch) nahezu alle Kommunen pleite? Doch nicht wegen der 15 Millionen Ossis. Aber mit dieser Frage beschäftigt sich niemand ernsthaft. Und das aus gutem Grund.
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