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Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen
DPAGeschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822411,00.html
- #260 20.03.2012 10:13 von
Was wollen Sie uns mit Ihren "ausgesprochen guten Beitrag" sagen?
Ich kenne beide Seiten sehr gut!
Und die Westkommunen haben recht.
....z.B. Gelsenkirchen muss einen Kredit aufnehmen um den Soli zahlen zu können. Was in dieser Stadt dann noch Großartiges an Investition passiert, können Sie sich denken. - #261 20.03.2012 10:13 von
- #262 20.03.2012 10:15 von
nach wuppertal will auch kaum jemand
sie meinen die heutigen "zonenflüchtlinge", jene aktiven und mutigen jungen menschen, die chancen wahrnehmen wollen, die sich nur außerhalb ihrer region auftun?
reise- und niederlassungs(un)freiheit wie zu honies zeiten, das wäre doch mal was - endlich wieder platz auf der autobahn und vor allem genügend freie liegestühle am hotelpool. ;-) - #263 20.03.2012 10:15 von
Guten Tag,
als gebürtiger Westdeutscher (Rheinisch Bergischer Kreis), der 2006 nach Mittelsachsen gezogen ist, kann ich folgendes zur sachlichen Debatte beitragen:
Warmmiete unserer 4 Raum Wohnung (110 qm) an einer Durchgangsstraße in einer kleinen Stadt zwischen Chemnitz, Leipzig und Dresden:
860 Euro
Preise im Discounter:
die selben wie in ganz Deutschland
Tanken:
Diesel aktuell auf 1,56 €/ l, das ist wohl der Provinzzuschlag
Internet und Telefon:
Doppelflat (Festnetz und Internet) mit 6000er Anbindung und Regiozuschlag: 29,99 / Monat
Und ja, es gibt ein Schwimmbad, das nicht kommunal finanziert ist und es gibt (für mich erstaunlicher Weise) ein Theater, welches (wie kulturelle Betriebe in ganz Deutschland) bezuschusst wird.
Selbst ein Kino ist vorhanden, aber das nächste Kino ist mindestens eine dreiviertel Autostunde entfernt, weshalb es wohl rentabel ist.
Die Kinderbetreuung ist qualitativ hochwertig und besser als die mir bekannten Angebote (direkter Vergleich durch Kinder meiner Geschwister).
Es gibt hier Löhne bis 3,5 €/h (Erdbeerpflücken, Anreise mit eigenem PKW), der Männerhaarschnitt kostet zwischen 7 und 14 euro.
Brot ist beim Bäcker günstiger als im Westen und schmeckt trotzdem.
Den Soli zahle ich auch.
Und ich befürworte eine Neudefinition und Verteilung für Dinge, die man zum alltäglichen Leben braucht, die sich aber nicht wirtschaftlich rechnen: Kultur, Jugend- und Kinderarbeit, ÖPNV, Strukturmaßnahmen - das alles fallbezogen in ganz Deutschland.
Ich bitte Sie darum, Ihre Vorurteile durch Fakten zu überprüfen:
Verbringen sie mal einen Urlaub in Ostdeutschland und sehen sich nicht nur die Sanierungsprojekte an, sondern reden mit den Menschen über deren Lebenswirklichkeit, dann relativiert sich manches.
Beste Grüße - #264 20.03.2012 10:16 von
Peinlich was man hier liest.
Da starten ein paar Provinzfürsten ein Wahlkampfmanöver, um von der eigenen jahrelangen Misswirtschaft abzulenken, und dann spingen auch noch alle reflexartig an wie die Hunde vorm Futternapf.
Die traurige Wahrheit, dass man jahrelang auf ein totes Pferd gesetzt hat, und dafür selbst Millarden an Steinkohlesubventionen von Bund und EU eingeheimst und schließlich einfach den Strukturwandel verpennt hat, ist natürlich kein wahlkampfförderliches Thema. - #265 20.03.2012 10:18 von
- #266 20.03.2012 10:18 von
Probefahrt gefällig?
Mit einem Melkus RS 200 brauchen sie auf der dreispurigen Autobahn von Chemnitz nach Dresden keine 20 Minuten. Die ursprüngliche Strecke gab es übrigens schon vor dem WK II. Hat damals mit einem Horch (aus Zwickau) oder dem DKW-Motorrad mit Ladepumpe (aus Zschopau) bestimmt auch richtig Spaß gemacht.
- #267 20.03.2012 10:19 von
- #268 20.03.2012 10:19 von
Allright
Dann stehen die Wirtschaftsunternehmen eben nur und ausschließlich für sich selbst in der Verantwortung.
Sehr archaisch zwar, aber dann kommt das eben so, wie es gerade kommt; denn eines ist eben Fakt: nur die Wirtschaft generiert die Mittel, die gebraucht werden.
Ignoriert man das und entläßt sie aus ihrer Verantwortung, gibts keine Mittel, ganz einfach.
Das ganze Rumgezanke mit der Ostförderung und son Krams ist da doch nur ein Nebelkerzenwerfen. - #269 20.03.2012 10:19 von
Na das kommt jetzt aber ungelegen.
Wo doch jetzt der "Aufbau PIIGS" beginnt.
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