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Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen

DPAGeschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822411,00.html
  1. #180

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Geschlossene Schwimmbäder, kaputte Straßen, marode Gebäude. Seit Jahren leiden viele Kommunen unter massiven Schulden. Die Oberbürgermeister besonders betroffener Städte im Ruhrgebiet wollen nun handeln und den Solidarpakt für den Aufbau Ost kündigen.

    Aufbau Ost: Pleitestädte im Ruhrgebiet wollen Solidarpakt kündigen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    das ist überfällig. Es kann nicht sein, dass im Osten edelste Natursteine verlegt werden mit Designer-Edelstahlgeländern und im Westen alles kaputt geht.
  2. #181

    da

    Zitat von maa_2001 Beitrag anzeigen
    Daß die Führung unserer Bananenrepublik mittlerweile komplett aus der Zone stammt, wird die Zukunft nicht unbedingt einfacher machen.
    Da fällt mir Adenauer ein:" Wer Berlin zur Hauptstadt Deutschlands macht, schafft geistig ein neues Preussen."
    Die Herrschaften sind dabei...
    sollten Sie Ihre Geschichtskenntnisse auffrischen. Die Bundesrepublik ist Rechtsnachfolger des 1871 erstmalig unter Preussens Führung gegründeten deutschen Nationalstaats. Die widernatürliche Teilung mag Sie das an Rhein und Ruhr vergessen lassen haben, aber Sie leben in einem Land, dass von Preussen erdacht und erschaffen wurde, welches bekanntlich protestantisch war. Insofern erleben Sie nichts weiter als die Rückkehr zum Ausgangszustand. Verstehen Sie mich nicht falsch, das ist keine Häme. Ich kann mich nicht entsinnen, dass im Kaiserreich die Gebiete, die heute NRW sind, besonders banchteiligt worden wären, im Gegenteil, der Kölner Dom wurde endlich vom protestantischen preussischen Kaiser aus gesamtdeutschen Mitteln (!) vollendet. Also bitte etwas Gelassenheit, bevor Gräben aus dem 19. Jh. ausgehoben werden.
  3. #182

    ....

    [Und dann gibts ja noch die neue Masche: in diversen Gemeinden in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern darf man seine Straßen selber zahlen.

    Sie werden es nicht glauben, dass ist in den alten Bundesländern schon ewig gängige Praxis!
  4. #183

    Hauptsache dem Auto geht es gut

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    ... Die Städte sind saniert, die Straßen in gutem Zustand.
    Wenn man über die ehemalige Grenze fährt kann es einem teilweise passieren, dass man auf der östlichen Seite auf Straßen in perfektem Zustand fährt und sich auf der westlichen Seite auf einer Schlaglochpiste wiederfindet...
    Ich finde es bezeichnend für die Bürger unserer Nation, dass man die Qualität der Infrastruktur am Zustand der Straßen festmacht.

    Was ist an einem schelchten Straßenbelag denn so schlimm, ausßer dass man auf der Autobahn dann nur Tempo 120 statt 200 fahren darf? Müssten man den Zustand der Infrastruktur nicht eher an Kindergärten, Schulen und Universitäten festmachen, an Spielplätzen, Theater, Internetzugang, Bibliotheken, Schwimmbädern, der Qualität der (Sozial-)Wohnungen, usw, usf...

    Klar, die Straßen sind das, was der Homo automobilus als erstes wahr nimmt, aber stellen wir wirklich das Auto heute schon über den Menschen?
    Und welche Zukunftsperspektive hat eine Kommune, die voll aufs Auto setzt und dafür keinen vernüftigen ÖPNV ausbaut, keine Radwege hat, die Kinder und Fußgänger von der Straße verbannt...
  5. #184

    Zitat von tatortreiniger Beitrag anzeigen
    Ja, hier im freien Westen darf man das. Grüße aus Westdeutschland
    Wusste gar nicht, dass das SPON-Forum auf den "Westen" beschränkt ist. Aber Sie haben schon Recht, dumme Hetze ála Bild war ja schon immer salonfähig.
  6. #185

    Ist doch ein alter HUT!

    Zitat von gorkamorka Beitrag anzeigen
    Hier im Süden wissen wir gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Geld. Vielleicht sollten wir mal über beheizte Bürgersteige und Fahrradwege in München nachdenken oder gülderne Straßenlaternen.
    Vor Jahren erlaubte sich die Gemeinde Boeblingen-Sindelfingen
    Zebrastreifen aus Marmor! Daimler Benz und IBM sind oder waren dort angesiedelt. IBM hat schon vor Jahren jede Menge Arbeiter auf die Strasse gesetzt. Und wie lange Daimler es noch macht ist die grosse Frage.
  7. #186

    Zitat von Mariga Beitrag anzeigen
    Wie der Vorredner von Ihnen bereits erklärte. Gerne können sie die gleichen Löhne haben, dann wäre es aber auch nett, wenn die Mieten angeglichen werden, die nötigsten Lebenshaltungskosten, Grundstücksabgaben, öffentliche Verkehrsmittel, etc. Mal abgesehen davon, dass bei Fachkräften in abgelegeneren Regionen, die im allgemeinen niedrigere Gehälter zahlen in der Praxis sogar höhere Gehälter gezahlt werden, um sie überhaupt dazu zu bekommen dorthin zu ziehen.
    Wie gesagt, wenn man so in Saus und Braus im Osten leben kann, frage ich mich, warum dort so viele wegziehen und lieber im Westen arbeiten. Wie kommt das nur?
  8. #187

    Spaßbäder

    Zitat von mimi_kry Beitrag anzeigen
    Ansonsten empfehle ich mal einen Besuch im Ruhrgebiet. Und erklären Sie das doch den Einwohnern, weshalb es kaum mehr Büchereien oder Schwimmbäder etc. gibt - man aber dafür im Osten an jeder Ecke Spaßbäder findet. Nein, Solidarität sieht anders aus - Handaufhalten und den Ostjoker ausspielen, ist kein Weg mehr.
    Bitte geben Sie eine Quelle an, die die Anzahl der kommunal finanzierten Spaßbäder pro Einwohner in Ost und West zeigt oder sonst wie Ihre These stützt.
  9. #188

    Reformen

    Zitat von Macca1001 Beitrag anzeigen
    Das ganze System gehört auf den Prüfstand - Förderung und Ausgleich sind grundsätzlich sinnvolle Elemente eines funktionierenden Staatswesens. Aber eben nur, wenn damit vernünftig und verantwortungsbewusst umgegangen wird - das trifft übrigens reiche und arme Gebiete und .....
    Als erste aber wahrscheinlich wirkliche Reform wuerde ich verlangen, dass fuer von den verschiedenen Rechnungshoefen festgestellte Verschwendungen, Politiker persoenlich haften muessten. Waere dem so, waeren wir wahrscheinlich schon eine Reihe von Problemen los. Ich frage wozu hat man eigentlich Rechnungshoefe, die immer haufenweise Verschwendungen feststellen, aber nie werden Konsequenzen gezogen machmal wird sogar einfach weiter gemacht, inder jetzigen Form sind die Rechnungshoefe selbst Verschwendung.
  10. #189

    Zitat von kuddel37 Beitrag anzeigen
    Zusätzlich gibt es dann noch den Solidarzuschlag...
    Noch mal für offenbar ALLE hier:
    Der Solidaritätszuschlag hat NICHTS mit dem Solidarpakt zu tun.

    Der Zuschlag ist nicht zweckgebunden, wandert aber im wesentlichen (natürlich auch aus dem Osten) in die armen, überschuldeten Städte und Gemeinden, von denen im Artikel die Rede ist.

    Weshalb besagte Städte im Ruhrgebiet ihren Haushalt nicht in Ordnung gehalten bekommen, darüber könnte diskutiert werden. Dass dort z.B. mehr gezahlt und weniger gearbeitet wird, als im bösen Osten - um auf dem Niveau der bisherigen Kommentare zu bleiben -, interessiert den sich gegenseitig aufpeitschenden Wutbürger nicht, wenn er doch blind Parolen nachbrüllen kann, die so viel besser zur Intention des Artikels passen.








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