Aufarbeitung der Finanzkrise: Bundesgerichtshof verhandelt über Klagen der "Lehman-Om

Sie gehören zu den bekanntesten Opfern der Finanzkrise in Deutschland: Kleinanleger, die Anleihen der Pleite-Bank Lehman kauften. Nun verhandelt der Bundesgerichtshof, ob die Kunden von ihrer Bank falsch beraten wurden. Den Geldinstituten drohen schärfere Auflagen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...788519,00.html
  1. #1

    Milliardär Spiros Latsis hat bereits einige seiner Milliarden gerettet bekommen!

    Der Reedersohn Spiros Latsis hat bereits einen Großteil seine griechischen Staatsanleihen gerettet bekommen. In den nächsten Jahren werden weitere Staatsanleihen fällig, darum braucht Spiros Latsis jetzt einen weiteren Rettungsschirm oder die Eurobonds.

    Die Kleinanleger werden jedoch nicht gerettet. Sie haben kein Vitamin B.

    Spiros Latsis nämlich ist dick Freund mit dem EU-Kommisionspräsidenten Barroso, die beiden wahren schon einmal in der Zeitung wegen einer gemeinsamen Kreuzfahrt.

    Und so verwundern einen die neuen Rettungsaktionen nicht: Barroso möchte die Eurobonds. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Es geht um die Rettung Europas. Es geht nicht um die Rettung des Großkapitals mit dem Geld des kleinen Mannes aus Deutschland. Nein. Wir sind Europäisch.

    Wer gegen die Eurobonds ist, der möge jetzt die Bundestagspetition gegen die Eurbonds zeichen.
    http://eurobondzen.de
  2. #2

    Tja,

    schwierig zu beurteilen. Viele unwissende Kleinanleger begeben sich auf das gefährliche Parkett der Renditejagd und vertrauen da auf den netten jungen Mann von der Bank. Der war so freundlich und ordentlich angezogen, und wie intelligent der geredet hat. So trifft es eine nicht unbedeutende Zahl von ganz normalen Bürgern wie dich und mich. Andererseits, warum informiert sich Oma nicht anderweitig oder läßt die Finger ganz von solchen "Anlagen"? Leider wird das Vertrauen vieler Menschen immer und immer wieder mißbraucht, nicht nur im Finanzsektor. Es ist traurig das man mit höchster Konzentration durchs Leben marschieren muß, weil an jeder Ecke der Beschiß lauert. Nur! wer ist denn immer und ewig auf dem Zenit. Nein, ich denke hier muß der Gesetzgeber, die Staatsgewalt, den Bürger schützen. Aber eben schwierig die Grenze zu ziehen. Wer ist einfach nur dämlicher Zocker, gierig nach Geld, wer wurde ernsthaft hereingelegt? Bei unserer Beispieloma liegt der Fall einfach. Wohl auch ein Grund warum das gute Alte Sparbuch nicht ausstirbt. Und wenn ich mir diese Geschichte so anschaue wären wohl viele Sparer besser dran wenn sie eben bei diesem Sparbuch geblieben wären. Schlaflose Nächte, Zukunftssorgen, Ängste rechtfertigen keine noch so hohe Rendite.
  3. #3

    nicht nur bei Lehmann..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gehören zu den bekanntesten Opfern der Finanzkrise in Deutschland: Kleinanleger, die Anleihen der Pleite-Bank Lehman kauften. Nun verhandelt der Bundesgerichtshof, ob die Kunden von ihrer Bank falsch beraten wurden. Den Geldinstituten drohen schärfere Auflagen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...788519,00.html
    nicht nur bei Lehmann waren die Kleinanleger betroffen.

    Auch bei Griechenland und den sonstigen Schulden-Staaten geht es um die Kleinanleger. Da wurden ihnen Renditen versprochen, die über den üblichen lagen, weil das angelegte Geld mit überhöhten Zinsen und natürlich auch überhöhtem Risiko in die Schulden-Staaten verliehen wurde. Wenn jetzt die Banken damit rechnen müssen, dass ihre Papiere nur noch die Hälfte wert sind, so sind es auch die Anlagen deren, die von den Zinsen profitiert haben.

    Wer natürlich raus aus dem Geschäft ist, der hat den Nutzen gehabt, kommt aber für den Schaden nicht mehr auf. Das ist dann die Sache des Steuerzahlers bzw. dessen Nachkommen.
  4. #4

    Ich bin heute ...

    ... gespannt, ob der alte Spruch der Kommunisten - die Partei, die Partei hat immer recht - auch im Neokapitalismus gilt in der Variante: Die Bank, die Bank hat immer recht.
    Dann würde der sog. mündige Bürger zum unmündigen Opfer der Berater-Zocker amtlich bestätigt!
    santaponsa.
  5. #5

    Gut...

    ...dass hier und in einigen andern Medien darüber berichtet wird! Der Lobby der Banken (bzw. allgemein dem Druck des vielen Geldes!) kann nur mit sehr viel Öffentlichkeit einigermaßen entgegengehalten werden - das wissen auch die Gerichte...

    Dass die eine der beiden Wirkungen naturgemäß mehr oder weniger im Stillen und Verborgenen erfolgt, macht sie wohl kaum besser - eher im Gegenteil!
  6. #6

    Selber schuld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gehören zu den bekanntesten Opfern der Finanzkrise in Deutschland: Kleinanleger, die Anleihen der Pleite-Bank Lehman kauften. Nun verhandelt der Bundesgerichtshof, ob die Kunden von ihrer Bank falsch beraten wurden. Den Geldinstituten drohen schärfere Auflagen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...788519,00.html
    Wer sein Geld bei der Bank anlegt, muss damit rechnen, früher oder später "abgezogen" zu werden der wenn es eben schlecht läuft, sein Geld aus "welchen Gründen auch immer" zu verlieren. Die Geschichte der letzten hundert Jahre ist reich an entsprechenden Beispielen (...)

    Wer sich Verluste nicht leisten kann, investiert auch nicht in "windige Geschäfte".

    Hier gilt: Wer in den Wald läuft, handelt auf eigene Gefahr.
  7. #7

    xerasumi

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Banken-Branche steht dagegen mehr auf dem Spiel: Die Haspa hatte Medienberichten zufolge Lehman-Papiere für 56 Millionen Euro zunächst selbst gekauft und dann erst ihren Kunden angeboten. Solch eine womöglich konfliktträchtige Doppelrolle von Banken als Verkäufer und Berater müsse den Kunden deutlich gemacht werden, fordern Verbraucherschützer. Es ist gut möglich, dass der BGH das ähnlich sieht und die Aufklärungspflichten der Institute grundsätzlich verschärft.
    Was? Die Banken halten sich ja noch nichtmal an die jetzt gültigen Sätze. Überprüfungen der Stiftung Finanztest und anderer haben ergeben, dass gerade mal in 2 von über 40 Fällen das schon seit Anfang 2010 gesetzlich vorgeschriebene Beratungsprotokoll korrekt ausgefüllt und das gesetzlich vorgeschriebene Produktinformationsblatt verständlich war. In fast der Hälfte der Fälle gab's überhaupt kein Protokoll und das Produktinformationsblatt wurde nur auf energische Nachfrage oder gleich überhaupt nicht rausgerückt. Auch auf die Frage, wieviel die Bank an dem Verkauf des jeweiligen Finanzproduktes wurden in 2/3 der Fälle nicht beantwortet, obwohl die Banken auch dazu gesetzlich verpflichtet sind.

    Neue Gesetze sind ja schön und gut, aber nur wenn deren Nicht-Einhaltung auch geprüft und bestraft werden. Beispielsweise müsste irgendeine staatliche Finanzbehörde regelmäßig, als normale Kunden getarnt, in die Bankfilialen gehen und sich beraten lassen. Und wenn gegen irgendeine der Auflagen verstoßen wird, sollte das die Bank in jedem einzelnen Fall dann auch mal ordentlich Geld kosten. 100.000€ pro Verstoß sollten es schon sein, um abzuschrecken. Wenn die Filiale da 10 Besuche pro Woche kriegt und ordentlich zahlt, kann das schon erziehend wirken.

    Grüße
  8. #8

    Ich bin mir ziemlich sicher, ...

    ...daß die Geldinstitute nichts zu befürchten haben werden.
  9. #9

    Mitdenken!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gehören zu den bekanntesten Opfern der Finanzkrise in Deutschland: Kleinanleger, die Anleihen der Pleite-Bank Lehman kauften. Nun verhandelt der Bundesgerichtshof, ob die Kunden von ihrer Bank falsch beraten wurden. Den Geldinstituten drohen schärfere Auflagen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...788519,00.html
    Die Lehman-Blase ist geplatzt. Doch weitere Blasen werden folgen. Viel raum für weitere Demonstrationen.
    Andersherum: Jeder ist für sein Geld verantwortlich. Bei aller schlechten Beratung. Mitdenken und aufpassen sollte auch jeder selber.