Basiskochen à la Peter Wagner. Immer wieder eine Überraschung.
Hamburger ist ein schönes, einfaches Gericht. Ein selbst gemachter Hamburger ist dabei mit dem Papp, der in den bekannten Imbißketten verkauft wird, nur sehr entfernt verwandt. Dafür braucht man aber keine "Rafinessen" wie Ingwer und Kürbiskernöl, das wird Peter Wagner vermutlich nie verstehen.
Und was Ei im Fleischfladen soll geht mir auch nicht so ganz ein...
(Das erinnert mich fatal an einige abenteuerliche "Bereicherungen" von Pizza-Teig, die in den 80er Jahren kursierten)
Das mit dem Fett im Fleisch geht vergleichweise einfach: Bio-Rinderhack hat nach meiner Erfahrung von Natur aus mehr Fett, Speck also überflüssig, selber wolfen auch.
Ich frage mich schon, wie wohl Wagners Rezepte für Bratkartoffeln (mit Kaviar-Sülze?), Königsberger Klopse (mit Trüffelspänen?) oder Heringsstipp (mit Vanille und Granatapfel?) aussehen.
Damit hier keine Mißverständisse aufkommen: Ich habe nix gegen Varianten alter Rezepte.
Schon der alten Rezepten oft innewohnende Energiegehalt, der meistens berechnet ist am Bedarf eines hart arbeitenden Malochers oder Bauern, der locker 5000 Kalorien am Tag verbrät, läßt das notwendig erscheinen.
Aber ich habe etwas gegen pseudokreative Kinkerlitzchen, von denen man nicht so recht weiß, ob sie nun das Gericht interessanter machen sollen - oder nur den Koch.

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