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Audi kauft Ducati: Geburtstagsgeschenk auf zwei Rädern

dapdAm 16. April feierte VW-Patriarch Ferdinand Piëch seinen 75. Geburtstag. Sein schönstes Geschenk machte sich der VW-Patriarch selbst: Der Aufsichtsrat der Konzern-Tochter Audi segnet den Kauf der italienischen Motorradschmiede Ducati ab. Denn Motorradfahren ist Piëchs Hobby.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...828128,00.html
  1. #10

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Das paßt - meiner Meinung nach - hervorragend zusammen. Wenn VW sich auf seine alten Qualitätstraditionen rückbesinnt, dann wird den Produkten auch die typisch "italienische" Schlamperei und die zahlreichen Elektronikfipse ausgetrieben.
    Das hat Ducati seit einigen Jahren bereits hinter sich. Die Qualität einer Multistrada, 1098, Panigale oder Diavel kann sich durchaus mit BMW und Honda messen.

    Jeder, der ein Motorrad mit italienischen Elektronikkomponenten - KTM kauft auch in Italien ein - fährt, kann das eine oder andere Liedichen davon singen... .
    Ich bin einige Zeit die alte, runde Multistrada gefahren. Von Seiten des Motors oder der Elektronik gab es da überhaupt keine Probleme. Ärgerlicher waren eher schlampige Kabelverlegungen und das Verbauen billigster Brembo-Bremssättel; bei den neuen Modellen ist dies ofenbar alles kein Thema mehr (wenn man alleine die aktuelle Multistrada sieht, die vor Elektronik nur so strotzt, dass selbst BMW staunen muss... ;-) ).
  2. #11

    Zitat von artbond Beitrag anzeigen
    ... Ich kenne genug Leute mit z.B. 888 oder 916 die freudig Anekdoten erzählen wann sie wo hängen geblieben sind und vieviele Samstage sie jetzt wieder in der Garage am Bock geschraubt haben. Das gehört hier dazu...
    Wie lange sind diese Modelle schon nicht mehr in Ducatis Portfolio...?

    Ducati 916: 1994 (als Nachfolgerin der von Ihnen genannten, seit 1991 gebauten 888) bis 1998.

    Bei Ducati geht es rein um Emotionen, Rennsport, Königswelle, Desmo und wie toll doch alles in den 70er war...
    Ich rate mal zu einer Probefahrt der aktuellen Multistrada, Streetfighter oder Diavel. Das hat rein gar nichts mehr mit Nostalgie zu tun, sondern ist Vergnügen pur - ganz ohne anschließende Magenschmerzen... ;-)
  3. #12

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Hmm. Dann kann ich mir ja gleich eine Honda kaufen.
    So ganz unrecht haben Sie da nicht - aber warum nicht beides?

    ;-)

    Honda ist - was die Zuverlässigkeit angeht - die japanische "BMW".

    Auch wenn die blauweißen das gar nicht gerne lesen. Eben auch ein bißchen - langweilig. Öl, Luft kontrollieren, Sprit 'reinkippen, fahren. Selbst die hochgeforderten Fireblade-Motoren knacken locker die 100.000 Kilometer-Marke.

    Zitat von artbond Beitrag anzeigen
    Ich kenne genug Leute mit z.B. 888 oder 916 die freudig Anekdoten erzählen wann sie wo hängen geblieben sind und vieviele Samstage sie jetzt wieder in der Garage am Bock geschraubt haben. Das gehört hier dazu...
    Das Problem der Ducatisti ist a) die Desmodromik und b) eben die Elektrik.

    Wer bei der Desmodromik - Stichwort Inspektionen, die schnell die Schallmauer von 500 EUR übersteigen können - schlampt, der wird böse bestraft. Wer kann sich schon einen "Setzkasten" voller Shims leisten, der an die 4.000 EUR kostet, inclusive Spezialwerkzeug.

    Bei Ducati geht es rein um Emotionen, Rennsport, Königswelle, Desmo und wie toll doch alles in den 70er war...
    Auch damals schon: Insbesondere die 900-er Modelle - eher noch die mit "Rundmotor" und 750 ccm - waren von der Mechanik her äußerst zickige Diven. Fahrwerk - sowieso, störrische Esel auf engem Geläuf, mit bocksturem Geradeauslauf, für lange Radien wie gemacht... . Radstandlänge und langer Lenkkopfwinkel - "Länge läuft eben"... .

    Zitat von Brigante Beitrag anzeigen
    Mit Butter- und Brotgefährten (VW ist kein Auto, sondern Propaganda)
    a Shitload of Money machen und damit dann die feinen Marken kaufen. Respekt, das nenne ich deutsche Ingenieurskunst à la Pi-äh-was?
    Was fahren Sie? Opel? ;-D
  4. #13

    Zitat von MarkInTosh Beitrag anzeigen

    Ich bin einige Zeit die alte, runde Multistrada gefahren. ....
    Naja - über Geschmack läßt sich nun wirklich streiten..... .
    ;-)
    Ich für meinen Teil werde mir mal die neue 848-er "unterschnallen".

    Sehr gefällig im äußeren Auftritt - entweder weiß oder - was im Fall des "Falles" günstiger ist, weil problemlos aus der Sprühdose aufhauchbar - mattschwarz.

    Da wäre noch Platz für ein Drittmotorrad - wenn die Bank nicht Einspruch erheben würde.... .
    ;-)
    Obwohl das Ding - im Vergleich zur Pangiale oder 1098 ja richtig erschwinglich ist.... .
  5. #14

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Ich für meinen Teil werde mir mal die neue 848-er "unterschnallen".

    Sehr gefällig im äußeren Auftritt - entweder weiß oder - was im Fall des "Falles" günstiger ist, weil problemlos aus der Sprühdose aufhauchbar - mattschwarz.
    Ich weiß nicht genau, wie's bei der 848 ist, aber an 749 (das geilste Mopped, was ich jemals fahren konnte), Multistrada 620 und Monster 600/620 waren die mattschwarzen Teile der "Dark"-Modelle aus durchgefärbtem, unlackiertem Kunststoff. Da dürfte eine Sprühdosenbehandlung etwas problematisch, wenn nicht sogar zerstörerisch sein... :-(
  6. #15

    Heuschrecken

    Zitat von gable Beitrag anzeigen
    Ich verstehe es nicht: Ducati hat in der jetzigen Größe 20% Rendite. Sie haben eine interessante Produktpalette und auch immer wieder neue Entwicklungen (die man sich ja auch mit dem Gewinn und der Rendite leisten kann und muss).
    Wieso kann Ducati nicht überleben? Wieso muss immer Wachstum stattfinden?
    Ducati hat bis heute überlebt, weil sie von Investoren (pöhsen Heuschrecken) gekauft wurden. Von den -chronisch klammen Castilligoni Brüdern (CAGIVA)- ging das Unternehmen an die Texas Pacific Group und später an Investindustrial.
    Steht aber auch im Artikel. Lesen hilft ;-)

    P.S.: Weiss jemand, was die Castilligionis noch machen? Gibt's CAGIVA noch? Oder hat sich das schon der Geier geschnappt?
  7. #16

    Die "neue" Horex

    Zitat von ekel-alfred Beitrag anzeigen
    Deutscher Autobauer und italienische Motorradschmiede. Das passt nicht zusammen!

    Ich verstehe nicht, warum sich VW nicht bei Horex beteiligt hat. Das war eine deutsche Traditionsmarke und die neue Horex ist (vom Preis her) ja auch nur etwas für betuchte Kunden und würde sich neben dem R8 in der Garage gut machen. Ausserdem hätte man vom Start weg Einfluss auf die Modellpolitik nehmen können, anstatt ein fertiges Portfolio zu kaufen.
    Man erkennt sofort: Hier schreibt ein Nicht-Motorradfahrer.
    Die "neue" Horex rauscht schon eine gefühlte Ewigkeit durch den Blätterwald. Jedenfalls in der Populärpresse (für mehrheitliche Nicht-Kradler)...
    Das Ding geht aus wie der Cargolifter... Kennt das Ding noch einer? Viel Wirbel und am Ende die leise Pleite. Dieses Horex Ding ist schon jetzt nicht mehr als ein Rohrkrepierer.

    Wenn man schon "from the scratch" startet, hätte AUDI entweder den (alten und eigenen) Markennamen NSU wiederbeleben können ("NSU" wäre aber im Moment eher unvorteilhaft gewesen) oder eine ganz neue Marke aus der Taufe heben können.

    Dicker Nachteil:
    Man müsste erst mal auf dem Markt nach erfahrenen Leuten suchen. (Nein, das kann nicht jeder Maschienenbauer)
    Wenn man mit der "PKW-Brille" in den Motorradmarkt geht, gehts gleich in die Hose.

    Leute, die mal mit BMW Motorrad und der BMW Sparte Kontakt hatte, wird feststellen: Das sind (vom Mindset) fast zwei verschiedene Firmen. Und das ist auch gut so! Es funz nämlich!

    Zu Guter letzt:
    Hoffentlich wird Ducati jetzt nicht ge-audit. Will heissen: Mit viel Marketing-TamTam und Gedöns gekünstelt "verlifestyled".

    Ducati Fahren hat schon seinen eigene Stil. Alles, was da noch künstlich (gekünstelt) on top kommt wäre tödlich.
  8. #17

    Zitat von Illya_Kuryakin Beitrag anzeigen
    Ducati hat bis heute überlebt, weil sie von Investoren (pöhsen Heuschrecken) gekauft wurden. Von den -chronisch klammen Castilligoni Brüdern (CAGIVA)- ging das Unternehmen an die Texas Pacific Group und später an Investindustrial.
    Steht aber auch im Artikel. Lesen hilft ;-)

    P.S.: Weiss jemand, was die Castilligionis noch machen? Gibt's CAGIVA noch? Oder hat sich das schon der Geier geschnappt?
    Ich kann lesen, Danke.

    Meine Frage war, warum Ducati bis jetzt überlebt hat, sondern warum weiter Wachstum für ein Unternehmen mit 20% Rendite und 110 Mio€ Gewinn notwendig ist um zu überleben.
    Auf die bist Du leider nicht eingegangen...

    Lesen hilft...
  9. #18

    Mz

    Zitat von MarkInTosh Beitrag anzeigen
    An Stelle von Audi bzw. VW hätte ich bereits vor Jahren MZ gekauft,
    Bloss nicht! Ab in den Giftschrank und nicht mal mit der Kneifzange anfassen. Motorradwerke Zschopau... das ist so dermassen "Ossi". Neeee geht gar nicht!

    MZs Überlebenschancen wäre m.E. gewesen, in den 90ern konsequent (und aus eigener Kraft) auf den Geländesport zu setzen. Die Six-Days Erfolge der DDR Werksmaschinen hatten auch (bei uns Enduristen) im Westen einen guten Ruf und es wäre die Chance gewesen eine Art "deutsche KTM" aufzubauen.
    (KTM ging es ja ähnlich. Fast pleite und dann Ende der 80er Anfang der 90er ausschliesslich mit Motocross und Wettbewerbsenduros die Wende geschafft)

    Es gab zudem die etablierte Motorsport Veranstaltung "Rund um Zschopau" direkt neben dem Werk. Und vor 20 Jahren war man in Sachsen noch begeisterungsfähig für den Geländesport.

    Heute darf man das Wort "Enduro" oder "Geländesport" nicht mal mehr denken ohne von einem Grünen geteert und gefedert zu werden. Bestimmt auch in Sachsen.
  10. #19

    Zitat von MarkInTosh Beitrag anzeigen
    Bei einem kompakt gebauten VR6-Motor dürfte die Wartung utopische Kosten hervorrufen. So etwas beachten auch Kunden hochpreisiger Motorräder immer mehr.
    Was gibt es bei einem wassergekuehlten VR6 mit hydraulischem Ventilspielausgleich und Steuerkette denn gross zu warten?
    Da ist der Motor einer alten VF1000F oder VFR wesentlich "verbauter".

    Die Wartungskosten waren doch bei Ducati frueher nur so hoch weil man praktisch fuer jede Inspektion den Motor ausbauen und teilzerlegen musste. Wer das nicht selber kann/will der darf sich auch nicht ueber hohe Betriebskosten aufregen.








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