Forum: Blogs
Audi A3 TCNG: Der hängt gut am Gas
Audi Emmissionsfreies fahren ist der heilige Gral der Automobilindustrie. Auf der Suche danach hat Audi jetzt einen interessanten Prototyp vorgestellt, den Audi A3 TCNG. Das Beste am Auto: Es nur Teil eines Gesamtkonzepts - und zwar der unwichtigste.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...818008,00.html
- #1 29.02.2012 12:49 von
- #2 29.02.2012 12:55 von
Oh wei, was für ein Mist!!!
Die "Windgas" Technologie ist sicher etwas das wir für unsere Zukunft brauchen werden, aber sicher nicht um es Sinnlos in Autos zu verbrennen.
Mit Windgas können effiziente Kraftwerke betrieben werden und Häuser geheizt werden.
Autos fahren in Zukunft direkt mit Strom, vielleicht auch aus einem Windgaskraftwerk.
Der Verbrennungsmotor ist Geschichte und daran werden auch die deutschen Autobauer nichts Ändern, diese versuchen doch nur Ihr Know-How im Verbrennungsbereich weiter nutzen zu können.
Bei E-Motoren werden die Karten eben neu gemischt.
Eine Super Dampflock wäre heute auch nichts mehr wert!!
Gruß
MrBounz - #3 29.02.2012 13:03 von
sicher nicht
Wir werden sicherlich auch in 50 Jahren noch mit Verbrennern fahren, die mit künstlich erzeugtem Kraftstoff fahren.
Warum erst Wingas aus Strom erzeugen, dann wieder im Kraftwerk verbrennen, um damit die Akkus Ihres E-Autos zu laden. Die Verluste sind da viel zu groß, außerdem ist die Speicherung in Gasform viel einfacher.
Der hier gezeigte Ansatz wird die Zunkunft der Individualmobilität sein!!
Zum Auto / Audi: Den Motor haben sie aus dem Regal genommen und wollen jetzt was neues erzählen, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln!!
Windgas ist jetzt ja auch keine Audierfindung, oder wird der Audi an der Tankstelle exklusiv nur mit Audiwindgas betankt?? - #4 29.02.2012 13:30 von
Diese Logik erschließt sich mir nicht.
Das Hauptproblem in der Vergangenheit bei regenerativen Antrieben, wie der E-Motor sein soll, war doch die Speicherung der Energie.
Batterien verlieren (noch) zu viel Energie bei der chemischen Umwandlung und außerdem bestehen sie aus Stoffen, die alles andere als Umweltverträglich sind. (Stichwort: Rohstoffgewinnung, Entsorgung)
Indem ungenutzte Windenergie an Ort und Stelle in Gas umgewandelt wird, konserviert man doch diese ohne dabei mit vorschreitender Zeit einen Verlust zu haben.
Das entspricht ja der dezentralen Energieversorgung, die auf jeden Fall zu befürworten ist, da hier auch den Energieriesen etwas genommen wird.
So wird in Zukunft der Landwirt, der auf seinem Feld ein Windkraftwerk stehen hat auch zum Tankwart. Find ich symphatisch. - #5 29.02.2012 14:32 von
Erdgas?
Warum springen alle Hersteller auf Erdgas? Hoher Druck in den Tanks, Parkhausverbot, dünnes Tankstellennetz.
Der Rest der Welt fährt LPG. Warum bekommen wir keinen LPG-Wagen von Audi und Konsorten?
Weil einige Stadtwerke ihre Finger im Spiel haben? - #6 29.02.2012 14:36 von
Das sehe ich noch nicht! Die E-Motoren haben sich in den vergangenen 100 Jahren nicht durchsetzten können und das wird auch noch so bleiben.
Die Akkus sind zu schwer, brauchen zu lange zum Laden und haben eine bescheidene Reichweite, die auch noch temperaturabhängig ist. Hinzu kommt, dass für eine anständige Lebensdauer der Ladestand immer zwischen 20% und 80% bleiben sollte, man verschenkt also fast die Hälfte der Kapazität!
Gut für die Langstrecke könnte man sich eine "Carrerabahn" Lösung in der Autobahn vorstellen und in der Stadt dann über Akku fahren. Aber die Infrastruktur muss erst einmal geschaffen werden!
Abhilfe kann die Brennstoffzelle bieten, aber die ist sehr kompliziert und Wasserstoff kann man viel einfacher in herkömmlichen Motoren verbrennen!
Einen sehr vielversprechenden Ansatz finde ich die Umwandlung der aus Landwirtschaft und Bevölkerung anfallenden Biomasse, hier gibt es die Möglichkeit diese von Bakterien in einen dieselähnlichen Treibstoff umwandeln zu lassen. Diese Anlagen wären nicht größer, als heutige Raffinerien, es werden keine Energiepflanzen benötigt, d.h. keine Auswirkung auf die Lebensmittelpreise, und die Verbrennung wäre CO2 neutral!
Das von Audi vorgestellte Verfahren halte ich aber für nicht sehr klimafreundlich, da Methan 25 mal klimaaktiver ist, als CO2! Und bei der Betankung, Umfüllung etc. wird immer etwas Gas verloren gehen! - #7 29.02.2012 14:43 von
...
Bei uns in der Firma haben wir sieben Mercedes E 200 NGT als Taxen. Ansich sind das tolle Autos. Kombinierte Gas-Benzin-Reichweite 1.200 km. Gasreichweite im Stadtverkehr 200-300 km.
Das Problem: Der Gastank befindet sich hinter der Rückbank und nimmt ein Viertel des Kofferaums inklusive Ersatzrad weg. Das heißt, ich bekomm nicht bloß weniger Gepäck rein, sondern ich hab auch die A-Karte, wenn ich eine Reifenpanne hab. Im Gasbetrieb hat man außerdem einen erkennbaren Leistungsverlust.
Daher wünsche ich mir richtige Gas-Autos, nicht solche halbherzigen Konzepte. - #8 29.02.2012 14:46 von
Erdgas ist gut ...
- Erdgas ist in "natürlicher" Form noch die nächsten 200 Jahre verfügbar - LPG ist "nur" ein Abfallprodukt beim Raffinieren (beides verbrennt allerdings sauber)
- (Paranoides) Parkhausverbot gilt für LPG (und nur noch in wenigen Parkhäusern)! LPG ist schwerer als Luft und bildet einen See - uncool in Tiefgaragen, egal in Parkhäusern. CNG ist leichter als Luft, also im Falle eines Lecks unproblematisch
- Stadtwerke: Die Etage drüber ist's... LPG hat keine starke Lobby, Erdgas schon - was aber egal ist, da CNG auf dem Papier zukunftsfähiger ist (für Heute ist aber LPG auch echt gut)
- Warum keine OEM-LPG-Fahrzeuge: andere Hersteller haben ja was im Angebot (z.B. Subaru), in der "Premium-"Liga ist Diesel als Dienstwagen beliebter ... (und das Aufkommen der Direkteinspritzung beim Benziner hat die Umrüsterei dazu erschwert). - #9 29.02.2012 15:24 von
Den Verbrennungsmotor wird es noch eine ganze Weile geben.
Reine E-Autos (Akkus) sind im Moment mehr oder weniger nur im Stadtverkehr (Reichweite) fahrbar.
Sie stehen wegen der teuren Akkus nur einem betuchteren Publikum zur Verfügung.
Bis Akkus über akzeptable Energiedichten und Preis/Leistungs/Verhältnisse verfügen werden noch viele Jahre ins Land verstreichen.
E-Gas-Autos können diese Zeitspanne gut mit überbrücken helfen.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

