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Attacken auf WikiLeaks: Mächtige spüren die Macht der Hacker-Ethik

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks steht massiv unter Druck. Die Regierungen in den USA und Frankreich versuchen mit Macht, die Betreiber aus dem Web zu verbannen. Ein Ansinnen, das der Ideologie von*WikiLeaks und seiner Unterstützer komplett widerspricht. Wer WikiLeaks verstehen will, muss die Hacker-Ethik kennen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...732785,00.html
  1. #310

    Klären

    Zitat von nickelodeon Beitrag anzeigen
    Dass die SPD eine Schlangengrube war und ist, hatte ich ja schon geahnt, aber es so deutlich aufgezeigt zu bekommen ist doch ein Genuß (wobei die Regierungsparteien keinen deut besser sind)
    Was ist daran ein Genuß, dass Menschen, die sich politisch engagieren den Versuchungen der Macht erliegen? Ich finde das eher tragisch!
    Politik, die vom Interessenausgleich zur Pressuregroup und schliesslich zum Verbrechen mutiert, das geheim gehalten werden muss, weil sie unmenschlich und unethisch agiert und sich dabei zynischerweise auch noch als "im Interesse der Menschen" versteht - ist doch ein großes Elend.

    He, Ihr "gewählten" Mächtigen, die Ihr Euch von den "verdummten Massen" legitimiert fühlt, all das zu tun, was Ihr zu Eurem Vorteil oder zum Vorteil Eurer Interessengrupen wähnt - ob Herabsetzung in den Botschaftsdepeschen, Rufmord, Geheimdienst- oder Wirtschaftskrieg - glaubt Ihr wirklich, dass Ihr in einem grundlegend anderen Boot sitzt, als die all die Kleinen Leute, die täglich im Büro oder im Bergwerk malochen?
    Der einzige nennenswerte Unterschied ist, dass Eure krummen Dinger viel größere Auswirkungen haben als die Fehltritte der "einfachen" Bevölkerung. Macht Euch das immer wieder bewusst!

    Politiker gelten als vollblütig, wenn sie sich an nichts anderem als an der Macht berauschen - welch unsinnige Fehleinschätzung! Politik soll sich um das Wohl der Gemeinschaft kümmern, das schließt nicht nur Gesetzgebung und gelebte Gewaltenteilung ein, sondern auch ein Bewusstsein von der Notwendigkeit einer menschlichen Grundhaltung, die nicht nur Kalkül und Menschenführung kennt. Hatten wir nicht in der jüngsten Geschichte genügend Beispiele dafür, wohin es führt, wenn diese einfachen Regeln vernachlässigt oder gar absichtlich gebrochen werden?
    Seht Ihr in einem öffentlich gemachten Spiegel, was Ihr tut, so schreit Ihr "Verrat" - aber eigentlich habt Ihr selbst die guten Sitten, die Unversehrtheit der zwischenmenschlichen und staatlichen Grenzen, ja das Vertrauen ganzer Völker verspielt.

    Ethik hat in der Politik nichts zu suchen? Nein? O, doch - da ganz besonders, denn in Euren Händen liegen die Schicksale vieler Mitmenschen. Mögen Eure Verbrechen nicht über die Unschuldigen kommen - aber das wird wohl ein unerfüllter Wunsch bleiben.

    Wie ich mir dann Politik vorstelle? Ganz einfach : stets wahrhaft und ohne Einschränkung am Gemeinwohl (letztlich der ganzen Biosphäre) orientiert. Meinungsverschiedenheiten wie jetzt bei S21 lassen sich sachgerecht beilegen, wenn persönliche Kalküle und Machtinteressen außen vor bleiben. Utopisch? Nein, eine Frage der Erziehung unserer Nachwuchspolitiker und einer klaren, von ethischen Gedanken geprägten Entscheidungskultur. - Es ist kein Hexenwerk kontinuierlich die eigene Motivation zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren! Als Erstes wäre mit dem schwachsinnigen Mythos aufzuräumen, dass Politik fehlerlos sein müsse und dass deshalb jeder Fehlgriff geheimgehalten werden muss. So bringt man sich nur um jede vernünftige Korrekturmöglichkeit. "Ansehen" ist nicht alles - Wahrhaftigkeit ist viel mehr wert, und zwar für uns alle!
    Man stelle sich vor : wahrhaftige Politik - ohne Täuschung und Lüge! Das wäre ein kraftvoller Schritt zur Heilung des ganzen Planeten.
  2. #311

    PayPal ist eBay!

    Effektiver als PayPal aus Protest nicht mehr zu verwenden ist, auf eBay zu verzichten. Nichts zu Weihnachten bei Amazon und eBay zu kaufen, könnte ein erster kleiner Protest gegen den Angriff auf die Informationafreiheit durch die Ami Firmen sein.
    Wer Geld übrig hat, kann es ja auch für Wikileaks spenden. Über die Wau Holland Stiftung gibt es nicht nur Spendenquittungen, sondern das Geld kommt wahrscheinlich auch an (irgendwie) ;-) sonst: http://www.wikileaks.ch/support.html

    Fällt irgend jemandem etwas sinnvolles gegen Mastercard und Visa ein? Nur "nicht nutzen" scheint mir etwas wenig. Sind wir dabei wirklich so abhängig? Ich werde dann doch die nächsten Monate nur die ec-Karte nutzen.
  3. #312

    Semper idem

    [QUOTE=gloriaD;6742268]
    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie darauf, dass mir an "Demokratie" etwas nicht gefällt?
    Ich habe die Frage gestellt, wer denn die Verantwortung dafür trägt, dass es - worauf abgestellt wurde - immer 10% gebe, die die restlichen .....
    "An der klassischen Machtsstruktur-Großindustrielle-Großfinanziers-Militär-konnte auch die neue Republik nichts ändern...)
    (Heinrich Mann-Ein Zeitalter wird besichtigt-Autobiographie 1947)
    Gemeint ist in diesem Falle die Weimarer Republik, die auf das Kaiserreich folgte.
    Ansonsten ist diese Analyse natürlich universell gültig-dem ewigen Untertanen wird lediglich eine Demokratie vorgegaukelt.
    Die Fäden ziehen immer die berühmten 10-15% Prozent, unabhängig von jeder Gesellschaftsform.
  4. #313

    So ist es

    Zitat von mardas Beitrag anzeigen
    "Die zweite Holland'sche Ergänzung aber ist eine, die aus heutiger Sicht, mit Blick auf Facebook, Vorratsdatenspeicherung und Datenschutzdebatte nachgerade prophetisch klingt. Sie lautet: "Öffentliche Daten nützen, private schützen.""

    Das ist sehr wichtig. Denn oftmals wird Transparenz der Regierungen mit Transparenz des Einzelnen gleichgesetzt, um diese völlig gegensätzlichen Dinge ineinanderzuformen und Ersteres in Misskredit zu bringen.

    In Deutschland gilt das Volkssouverän, und daher hat eine Regierung überhaupt keine Rechte, wenn sie nicht im Sinne des Volkes handelt. Daher muss die Regierung vom Volke überwacht werden, beziehungsweise muss deren Informationen auch allen zugänglich gemacht werden, denn erst dann trägt sie dem Volkssouverän Rechnung.
    Die private Tranparenz steht sogar gegen das Volkssouverän, denn sie ist gegen persönliche und bürgerliche Freiheiten eingestellt von der Seite von Staat oder Konzernen.

    Bitte also nicht verwechseln. Die Stasi wusste alles über seine Bürger. Die Bürger wussten nichts über ihren Staat. Und hätten wir WikiLeaks vor Jahrzehnten schon gehabt, wäre uns Dolchstoßlegende, Hitlerdiktatur, Stalindiktatur und vieles mehr erspart geblieben. Was wäre denn, wenn die Norkoreaner auf einmal wüssten, was ihre Regierung treibt? Ist da Transparenz fehl am Platze? Nein.

    Gut möglich, dass WikiLeaks viel zur Vermeidung von Propaganda und Regierungsrepressionen beitragen kann, aber das geht nur, wenn es weiterarbeiten kann.
    Hoffentlich hat die globale Kampagne verschiedenster Regierungen gegen Assange keinen Erfolg...
    Volle Zustimmung. Eigentlich ist es ganz einfach.
    Besonders den dritten Absatz würde ich einrahmen und in den Schulen in die Zimmer hängen.

    Ein Mitmensch.
  5. #314

    Kein Titel

    Fällt irgend jemandem etwas sinnvolles gegen Mastercard und Visa ein? Nur "nicht nutzen" scheint mir etwas wenig. Sind wir dabei wirklich so abhängig? Ich werde dann doch die nächsten Monate nur die ec-Karte nutzen.
    Den ersten Schritt haben schon ein paar Jungs gemacht.
    Momentan ist die Mastercrad-Webseite und auch die Swiss-Bank-Seite down:)


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