Forum


 

Attacke vor Gericht: Netzbetreiber wollen elf Prozent Rendite erklagen

dapdSie bekommen schon jetzt teils neun Prozent Rendite vom Staat garantiert - doch das reicht manchen Stadtwerken und Netzbetreibern nicht. Vor Gericht fordern sie nun mehr als elf Prozent. Zahlen sollen das die Stromverbraucher - über Aufschläge auf ihre Rechnung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...855720,00.html
  1. #1

    was ist das für eine "marktwirtschaft"?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie bekommen schon jetzt teils neun Prozent Rendite vom Staat garantiert - doch das reicht manchen Stadtwerken und Netzbetreibern nicht. Vor Gericht fordern sie nun mehr als elf Prozent. Zahlen sollen das die Stromverbraucher - über Aufschläge auf ihre Rechnung.

    Netzbetreiber wollen elf Prozent Rendite erklagen - SPIEGEL ONLINE
    der staat garantiert denen eine irsinnsverzinsung von fast 10 % und die sind immer noch nicht zufrieden ? die sollten sich mal an anderen branchen der "realen + freien" wirtschaft orientieren. ein guter anlaß denen die renditen gleich auf "normalmaß" runterzusetzen, das bringt sicher einiges an einsparung bei den energierechnungen!
    aber, so wie das "system" arbeitet befindet der richter sicher zugunsten dieser geldgierigen .......
  2. #2

    Gier ist geil

    Da wird der einfache Sparer z.Zt. mit 1,x % abgespeißt aber diese Herrschaften wollen 11%. Und das, wo sich ihrer Gier keiner entziehen kann.
  3. #3

    Jetzt kommen sie wieder...

    Zitat von nicolo1782 Beitrag anzeigen
    Da wird der einfache Sparer z.Zt. mit 1,x % abgespeißt aber diese Herrschaften wollen 11%. Und das, wo sich ihrer Gier keiner entziehen kann.
    ... die uninformierten Geiferer.
    Fragen sie doch mal nach worauf die Herrschaften 11% haben wollen, bzw. worauf sie derzeit 9,3% bekommen?
    Wenn sie die Antwort haben, werden sie schnell feststellen, dass die Basis zur Berechnung der Rendite ganz viel ausklammert. Das ist dann so als ob sie 1000 Euro zur Bank bringen, aber nur auf 500 davon Zinsen bekommen. Da würden sie doch auch maulen.
    Außerdem gilt ja wohl auch noch, dass eine Rendite höher ausfallen darf, wenn das Risiko überdurchschnittlich ist. Ein Gasnetzbetreiber hat ein enormes Risiko zu tragen.
    Wer gute Arbeit macht, darf auch gutes Geld verdienen. Die Netzbetreiber (bitte erinnern sie sich, dass Netzbetreiber und Stromproduzenten nichts mehr miteinander zu tun haben) in Deutschland liefern Strom und Gas so zuverlässig wie ein keinem anderen Land dieser Welt, dass über eine ähnliche komplexe Infrastruktur verfügt. Damit das so bleibt, müssen attraktive Investitionsbedingungen herrschen. Ich kenne Netzbetreiber, die wegen der Drangsalierung der Bundesnetzagentur ihre Sanierungsquote auf 0,3% pro Jahr zurückgefahren haben. Das heißt, das eine heute verlegte Leitung in 333 Jahren erneuert wird. Adieu Zuverlässigkeit!
    Und warum das Alles? Weil man die Netzkosten um 10% senken will. Wer auf seine Stromrechnung schaut, stellt fest, dass die Netzkosten etwa 20% des Gesamtpreises ausmachen. 10% von 20% sind 2%. Na super. Und dafür wurde ein Bürokratiemonster (Bundesnetzagentur) geschaffen, dass diese Einsparung mehr als auffrisst. In der ersten Regulierungsperiode sind gerade bei kleineren Netzbetreibern die Kosten um über 10% gestiegen; und zwar nur wegen des erhöhten Dokumentationsaufwandes gegenüber der Bundesnetzagentur. Zusätzlich kosten die Beamten bei der Bundesnetzagentur Geld.
    Wenn die Kosten zur Erzielung einer Einsparung höher sind, als die Einsparung selber, ist doch was faul.
    Da gönne ich doch lieber den Netzbetreibern von mir aus auch 12 oder 13% Rendite, wenn dafür wenigstens die Versorgungssicherheit bestehen bleibt.
  4. #4

    Warum sind wir/die Wähler so vergesslich?

    Es wird Zeit die Parteien die solche Gesetze beschließen abzustrafen
  5. #5

    Netzbetreiber

    Können Netzbetreiber eigentlich Pleite gehen?
    Und wir stehen dann alle ohne Strom da?
    Das ist eigentlich noch ein viel härteres Argument, als die Flugbegleiter in der Hand haben!
  6. #6

    Warum wird eigentlich nie erwähnt, dass bestimmte Investitionen/ausgaben von der REndite-Berechnung ausgeklammert sind? Warum wird nicht erwähnt, dass die Netzbetreiber jede Windmühle und jeden Solarpark - lt. Gesetz - anschließen müssen - und wenn dieses Objekt noch so weit weg von jeder "normalen" Leitung liegt? Warum erklärt niemand warum Off-shore-Windparkbetreiber Netzbetreiber wg. Nicht-Anschluss-verklagen (können) obwohl noch gar keine Windmühle läuft?
    Warum erklärt niemand, warum Strom bezahlt werden muß, der wg. der Netzsituation gar nicht abgenommen wird/werden kann?

    Das Problem sind nicht (nur) die Netzbetreiber sondern ein mittlerweile unsinniger Wust aus den verschiedenen, teils widersprüchlichen Gesetzen.
    Wie erwähnt: Anschlußpflicht inkl. Möglichkeit der Vertragsstrafen gleichzeitig aber ewig lange Genehmigungsverfahren, die oft keinen schnelleren Anschluß zulassen. Dazu noch Bürgerbegehren gegen neue Trassen. Ich habe nichts gegen die Bürgerbegehren oder (angemessene) Genehmigungsverfahren - das Problem ist nur das Widersprüchliche an den ganzen Regelungen
  7. #7

    Aha

    Zitat von discuss Beitrag anzeigen
    ... die uninformierten Geiferer.
    Fragen sie doch mal nach worauf die Herrschaften 11% haben wollen, bzw. worauf sie derzeit 9,3% bekommen?
    Wenn sie die Antwort haben, werden sie schnell feststellen, dass die Basis zur Berechnung der Rendite ganz viel ausklammert. Das ist dann so als ob sie 1000 Euro zur Bank bringen, aber nur auf 500 davon Zinsen bekommen. Da würden sie doch auch maulen.
    Außerdem gilt ja wohl auch noch, dass eine Rendite höher ausfallen darf, wenn das Risiko überdurchschnittlich ist. Ein Gasnetzbetreiber hat ein enormes Risiko zu tragen.
    Enormes Risiko? Mir ist nicht bekannt, dass ich nur einen Cent von meinem Netzbetreiber bekomme, wenn er mir mal keinen Strom oder kein Gas liefert. Also welches Risiko?

    Zitat von discuss Beitrag anzeigen
    Wer gute Arbeit macht, darf auch gutes Geld verdienen.
    Sie glauben dass das Geld die Arbeit macht?


    Zitat von discuss Beitrag anzeigen
    Die Netzbetreiber (bitte erinnern sie sich, dass Netzbetreiber und Stromproduzenten nichts mehr miteinander zu tun haben) in Deutschland liefern Strom und Gas so zuverlässig wie ein keinem anderen Land dieser Welt, dass über eine ähnliche komplexe Infrastruktur verfügt. Damit das so bleibt, müssen attraktive Investitionsbedingungen herrschen. Ich kenne Netzbetreiber, die wegen der Drangsalierung der Bundesnetzagentur ihre Sanierungsquote auf 0,3% pro Jahr zurückgefahren haben. Das heißt, das eine heute verlegte Leitung in 333 Jahren erneuert wird. Adieu Zuverlässigkeit!
    Es gibt eine einfache Lösung des Problems:Den Anteil des Eigenkapitals zu erhöhen. Das senkt automatisch die Quote. Aber man will halt mit wenig eigenem Geld (Risiko!) viel verdienen.

    Zitat von discuss Beitrag anzeigen
    Und warum das Alles? Weil man die Netzkosten um 10% senken will. Wer auf seine Stromrechnung schaut, stellt fest, dass die Netzkosten etwa 20% des Gesamtpreises ausmachen. 10% von 20% sind 2%. Na super. Und dafür wurde ein Bürokratiemonster (Bundesnetzagentur) geschaffen, dass diese Einsparung mehr als auffrisst. In der ersten Regulierungsperiode sind gerade bei kleineren Netzbetreibern die Kosten um über 10% gestiegen; und zwar nur wegen des erhöhten Dokumentationsaufwandes gegenüber der Bundesnetzagentur. Zusätzlich kosten die Beamten bei der Bundesnetzagentur Geld.
    Wenn die Kosten zur Erzielung einer Einsparung höher sind, als die Einsparung selber, ist doch was faul.
    Da gönne ich doch lieber den Netzbetreibern von mir aus auch 12 oder 13% Rendite, wenn dafür wenigstens die Versorgungssicherheit bestehen bleibt.
    Aber wegen 10% höheren Stromerzeugungskosten die durch die EE verursacht werden wird Deutschland deindustrialisiert.
  8. #8

    Zitat von discuss Beitrag anzeigen
    ... die uninformierten Geiferer.
    Fragen sie doch mal nach worauf die Herrschaften 11% haben wollen, bzw. worauf sie derzeit 9,3% bekommen?
    Ja worauf denn? Teilen Sie Ihr Wissen mit uns!

    Wenn sie die Antwort haben, werden sie schnell feststellen, dass die Basis zur Berechnung der Rendite ganz viel ausklammert. Das ist dann so als ob sie 1000 Euro zur Bank bringen, aber nur auf 500 davon Zinsen bekommen. Da würden sie doch auch maulen.
    Wo finde ich denn die Antwort? Und warum teilen Sie uns diese nicht einfach mit, wenn Sie diese schon kennen?
    Außerdem gilt ja wohl auch noch, dass eine Rendite höher ausfallen darf, wenn das Risiko überdurchschnittlich ist. Ein Gasnetzbetreiber hat ein enormes Risiko zu tragen.
    Unbestritten. Sind die nicht versichert? Wie hoch sind anteilig die Kosten gemessen an den Gewinnen?
    Ich kenne Netzbetreiber,
    Welche?

    die wegen der Drangsalierung der Bundesnetzagentur ihre Sanierungsquote auf 0,3% pro Jahr zurückgefahren haben. Das heißt, das eine heute verlegte Leitung in 333 Jahren erneuert wird. Adieu Zuverlässigkeit!
    Quelle?

    In der ersten Regulierungsperiode sind gerade bei kleineren Netzbetreibern die Kosten um über 10% gestiegen; und zwar nur wegen des erhöhten Dokumentationsaufwandes gegenüber der Bundesnetzagentur. Zusätzlich kosten die Beamten bei der Bundesnetzagentur Geld.
    Quelle?

    Ich seh hier nur einen Haufen Behauptungen ohne jeglichen Beleg. Wenn sie so ein Insider sind dann erhellen sie uns doch mal mit ein paar Fakten!
  9. #9

    Zitat von discuss Beitrag anzeigen
    Wenn sie die Antwort haben, werden sie schnell feststellen, dass die Basis zur Berechnung der Rendite ganz viel ausklammert. Das ist dann so als ob sie 1000 Euro zur Bank bringen, aber nur auf 500 davon Zinsen bekommen. Da würden sie doch auch maulen.
    Ach dann geht es nicht um 11%, sondern nur um 5,5%? Staatlich garantiert.
    Das wäre mir natürlich auch zu wenig für mein Sparbuch.
    Den Rest Ihres Schreibens nennt man übrigens unternehmerisches Risiko. Wenn es der eine nicht macht, macht es der andere.








TOP



TOP