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Attacke auf Verlage: Wie*Amazon den Buchmarkt erobern will
Amazon startet eine Großoffensive. Bisher hatte das Versandunternehmen*nur Händler im Visier - jetzt funkt*es auch Verlagen ins Geschäft. Immer mehr Autoren*veröffentlichen ihre Bücher direkt über das Online-Kaufhaus, sie werden angelockt von mehr Geld und mehr Mitsprache.
http://www.spiegel.de/kultur/literat...792364,00.html
- #30 18.10.2011 14:11 von
- #31 18.10.2011 14:12 von
- #32 18.10.2011 14:14 von
- #33 18.10.2011 14:16 von
Widerspruch ist hier angebracht ...
... was die Vielfalt betrifft. Ich unterstelle Ihnen, Sie meinen mit Vielfalt nicht nur Menge sondern auch Pluralität und Meinungsvielfalt.
Wenn man in Amerika die Werke betrachtet, die auf einem Index gelandet sind oder geschwärzte Stellen haben müssen (teilweise wissenschaftliche oder philosophische Arbeiten), kann man bei einem amerikanischen Medien-Großkonzern, der Veröffentlichungen steuern kann, nicht von gesicherter Meinungsvielfalt ausgehen. Es ist eher eine politische, vielleicht religiös beeinflußte Zensur zu befürchten, die sich schleichend entwickeln kann.
Ich hoffe, ein ausreichend starker Wettbewerb unter den "Verlagen" kann so etwas abwenden. Aber können wir dessen sicher sein? Ich glaube nicht. - #34 18.10.2011 14:18 von
na ja...
nun ja. dann bin ich ganz froh, dass die welt nicht von informatikern regiert wird.
warum immer so absolut? KEIN papier mehr, nirgends! ALLE verlage werden überflüssig. NIEMAND wird mehr ein richtiges buch anfassen.
ich wäre da nicht so sicher. die welt ist nicht 0 und 1. endgültige wahrheiten sind immer mit vorsichjt zu genießen.
besonders die von informatikern. - #35 18.10.2011 14:20 von
- #36 18.10.2011 14:21 von
.
Auch Sie sind nicht ganz unschuldig an der Entwicklung, wenn Sie nur bei Amazon und nicht mehr beim lokalen Buchhändler kaufen so stärken Sie den Internet Händler und schwächen damit auch den Buchhandel.
Ich kaufe auch bei Amazon und eBay, aber meist nur Gebrauchtartikel oder besonders gute Angebote. Alle anderen Waren kaufe ich im Handel vor Ort. - #37 18.10.2011 14:22 von
Sicher?
Wir sprechen uns in 20 Jahren wieder ...
Eine Rolle, die die Verlage immer wieder betonen ist ihre Quersubvention für neue Autoren - das kostet viel Geld, mit Messen, Rabatten und in den meisten Fällen unverkauften Auflagen.
Im digitalen Medium kostet das quasi 0. Den Preisvorteil kann Amazon an die Autoren/Leser weiter geben. Ungefähr dasselbe wie die Verdrängung der Tante-Emma-Läden durch Supermärkte.
Ein Problem, das Verlage nicht in den Griff bekommen ist ihr Timing. Um das Risiko zu minimieren wird sehr vorsichtig der Markt abgeschätzt, bis dann das Produkt im Laden steht. In der heutigen Medienflut versickert da vieles - ein ebook ist ein Impulskaufobjekt: Sehen, kaufen & lesen, damit rechnen sich auch die 9,99 Angebote bei Amazon. Ähnlich wie der Bahnhofsroman, Amazon hat nur verstanden, dass heute die Präsentation auch für Qualitätsliteratur ähnlich entscheidend ist.
Eine Beratung durch einen Buchhändler meines Vertrauens wäre ja schon schön, aber das haben die Verlage ja bereits kaputt gemacht - Buchpreisbindung sei Dank konnten grosse Handelsketten traumhafte Margen erarbeiten und so den kleinen Buchladen verdrängen. Hier in Paris gibt es noch solche Läden, aber ich kenne auch den Umsatz einiger - dafür würde die meisten hier nicht den ganzen Tag im Laden stehen. - #38 18.10.2011 14:24 von
s
Also könnte man getrost 40-60% für ein Ebook weniger bezahlen ohne das der Verlag leiden müsste.
Ich raffe ja nicht, wieso die Verlage Ebooks nicht selbst im grossen Stil im Internet vertreiben. Veröffentlichen ist doch eine ihrer Kernkomptenzen, ob das nun über Papier- oder elektronische Bücher geschieht.
Die Serverkosten dürften, auf die Produktpalette bezogen, ziemlich niedrig sein. Da könnten sie tausend und abertausende Bücher anbieten, ohne das die Kosten spürbar steigen würden.
Mir soll auch keiner sagen, dass es unsäglich teuer ist alte Bücher einzuscannen, die Zeilenumbrüche zu entfernen und vielleicht noch in ein passendes Format zu überführen. Viel mehr braucht es nicht, dass meiste dürfte automatisierbar sein. - #39 18.10.2011 14:26 von
Keine Kohle für Bücher mehr
Konkret betrachtet:
Wozu brauchen wir noch bezahlte Autoren und Bücher und Zeitschriften und und und - egal ob Papier oder Ebook.
Im Internet werden unzählige Geschichten (von Kinderbuch bis Erotik) aller Art kostenfrei angeboten, die oft besser sind als allerlei Gekauftes von "berühmten" Autoren.
Auch Sachthemen werden dort aktueller und niveauvoller abgehandelt als in manchem Sachbuch, das ohnehin nur ein ahnungsloser Ghostwriter geschrieben hat.
Ich habe schon seit Jahren keine Bücher mehr gekauft und brauch auch keine.
Gut OK, als letzte Reminiszens an die alte Zeit hab ich noch den Spiegel abonniert - aber den kündige ich jetzt auch bald - spon ist besser und aktueller und kostenfrei.
Irgendwann kann man auch die ewig gleiche Leier nicht mehr ertragen - dann liest sich der Spiegel wie das Zentralorgan des jüdischen Weltkongresses (falls es das überhaupt gibt)
Ich denke in 50 Jahren gibt es keine Profischreiberlinge mehr und das ist gut so.
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