Zitat von
ympertrymon
@ Atermortuus: Herrlich inkompetent, Ihr Beitrag. Verlage sind keine Großhändler. Großhändler (bzw. Zwischenhändler oder auch einfach Vertriebsunternehmen) sind Unternehmen wie LIBRI oder KNV, die Bücher einlagern und an die Buchhandlungen liefern. Wenn Amazon selbst Bücher bei den Verlagen einkauft und anbietet, ist letztlich auch Amazon - gemessen an den verkauften Mengen - genau genommen ein Großhändler.
Ihre Einlassung, Verlag würden nichts produzieren, ist ebenso lächerlich. Sie sichten und beurteilen Manuskripte, investieren viel Zeit und Arbeit in Lektorat, Satz/Gestaltung und Produktion (auch E-Book-Produktion benötigt Fachwissen und Manpower) und tragen das wirtschaftliche Risiko. Was Ihrer Ignoranz entgangen sein dürfte: Letztlich arbeitet Amazon hier als genau der Verlag, den Sie so abschätzig beurteilen. Nur, dass sie selbst der eigene Vertrieb sind und sie somit Kosten sparen - was dann u.U. dem Autor zugute kommt.
@ blob123y: Es ist in der Tat traurig, wenn Autoren von Verlagen - vornehm gesprochen - ausgenutzt werden. Deshalb warnt man auch seit Ewigkeiten vor sogenannten Druckkostenzuschussverlagen, die sich vom Autor bezahlen lassen und am Vertrieb kein Interesse mehr haben. Was aber auch Sie übersehen: Ein Verlag kann nur dann Bücher veröffentlichen, wenn er wirtschaftlich überlebt. Genauso wie Amazon. Also wird auch Amazon keine Arbeit in Manuskripte investieren, die keine Erfolgsaussichten bieten. Was man auch deutlich daran erkennt, dass zunächst v.a. Erfolgsautoren abgezogen werden und Amazon z.B. bei der Kindle-Ausgabe von Harry Potter wiederum als marktbeherrschender Händler profitiert.