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Attacke auf Callcenter: Trillern für eine bessere Welt

Sie sind weder minderbemittelt noch besoffen? Dann dürften Sie von Callcenter-Anrufen genauso genervt sein wie ich. Zum Glück hat sich eine Frau aus Pirmasens zur Rächerin aller Telefongeschädigten aufgeschwungen - mit einer Trillerpfeife, was zugegebenermaßen illegal ist. Trotzdem danke!

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...835434,00.html
  1. #1

    800 Euro - hoffentlich schmerzen die

    Körperverletzung ist kein Ulk. Wenn man wem an Telefon hat, den man nicht wünscht, legt man auf. Heutige Telefone haben zudem die Möglichkeit einzelne Rufnummern zu sperren. Kostet auch keine 800 Euro. Man muss sich nicht selbst erschiessen, Kabel aus der Wand reissen oder dergleichen.
  2. #2

    Und was bringt das jetzt? Eine 400€ Kraft hat Hörprobleme. Wird deswegen die Zahl der nervtötenden Werbeanrufe geringer? Wohl kaum.

    Ja wenn die gute Frau aus Pirmasens diese Nummer beim Betreiber des Call-Centers abgezogen hätte. Oder beim CEO des Unternehmens, der das Call-Center beauftragt hat. Ok, dann wäre sie wahrscheinlich nicht mit 800€ davon gekommen, aber dafür hätte es wenigstens den richtigen getroffen.

    Aber bei einer einfachen Angestellten, die auch nur versucht über die Runden zu kommen? Sorry, aber das gut zu heißen ist schon selten dämlich.
  3. #3

    Callcenteragenten...

    ...direkt weiterleiten an das Programm "Passierschein A 38" wobei es sich bei Telefonanlagen auf Basis der Software Asterisk um eine kleine Zusatzsoftware handelt, die durch unendlich tief verschachtelte Voicemail Menüs den Callcenteragenten in den Wahnsinn treiben soll.

    Siehe auch Asterix erobert Rom

    Alternativ ist das Gespräch meist auch sehr schnell beendet, wenn man eine "Ladungsfähige Anschrift" vom Anrufer fordert.
  4. #4

    Ich habe selbst auch mal in einem Callcenter gearbeitet. Nicht, weil es Spass macht, sondern weil ich das Geld brauchte. Der Erfolgsdruck auf die Mitarbeiter ist riesig. Kein Wunder, dass die sich alle Mühe geben, damit Sie an der Strippe bleiben.
    Den armen Leuten mit einer Trillerpfeife ins Ohr zu pfeifen ist nicht lustig und die Verniedlichung dieses Vorfalls regt zur Nachahmung an und ist nicht OK.

    Einfach auflegen tuts auch.
  5. #5

    Trillerpfeife ist doof

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind weder minderbemittelt noch besoffen? Dann dürften Sie von Callcenter-Anrufen genauso genervt sein wie ich. Zum Glück hat sich eine Frau aus Pirmasens zur Rächerin aller Telefongeschädigten aufgeschwungen - mit einer Trillerpfeife, was zugegebenermaßen illegal ist. Trotzdem danke!

    Kolumnistin Silke Burmester auf dem Gesundheitsamt - SPIEGEL ONLINE
    Sie haben ja Recht Frau Burmester. Natürlich bin auch ich genervt, wir alle sind genervt.

    Aber mal im Ernst, die intelligenteste Lösung ist die Trillerpfeife nun wirklich nicht.

    Diese armen Callgirls und Callboys stehen nämlich dermaßen unter Druck, dass man sie mit dem Versuch, die Gelegenheit zu einem netten Plausch zu nutzen, sofort zum Auflegen bewegt.

    Und danach die Nummer für angehende Anrufe sperren, voila !
  6. #6

    Typisch deutsche Richter!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind weder minderbemittelt noch besoffen? Dann dürften Sie von Callcenter-Anrufen genauso genervt sein wie ich. Zum Glück hat sich eine Frau aus Pirmasens zur Rächerin aller Telefongeschädigten aufgeschwungen - mit einer Trillerpfeife, was zugegebenermaßen illegal ist. Trotzdem danke!

    Kolumnistin Silke Burmester auf dem Gesundheitsamt - SPIEGEL ONLINE
    Sie sind sehr gerne auf Seiten der Wirtschaft!!

    Verdammt noch mal! Ich möchte von diesen weiblichen wie männlichen Hirnis nicht angerufen werden.

    Ich will keinen Wein aus Österreich, Deutschland oder Italien am Telefon kaufen - den will ich vor Ort probieren oder ich kaufe ihn im Getränkemarkt oder Weinhandel.

    Ich will auch nicht den Telefonprovider wechseln, da die anderen ja auch nur mit Wasser kochen und der Service in der Regel noch viel, viel schlechter als bei der Telekom ist, die sich wirklich langsam (sehr langsam) auf dem Weg der Besserung und Kundenorientierung befindet.

    Ich will auch keine Zeitung oder Magazine am Telefon abonnieren, weil ich eh keine Zeit hätte sie zu lesen.

    Vor allen Dingen will ich mich nicht in eine Schutzliste eintragen lassen, weil ich vor Hundert Jahren an einem Glückspiel teilgenommen hätte (Sie erinnern sich doch sicherlich noch?) und jetzt also der Firma XYZ einen Betrag von 123,50 € schulden würde, der aber auch in monatlichen Raten abgestottert werden könnte, wenn ich jetzt und gleich meine Bankverbindung verraten würde.

    Ich möchte auch nicht für einen lächerlichen Betrag ganzjährig eine Busfahrt durch die Türkei machen.

    Ich habe keine Ahnung, warum man sich für solche kriminellen Machenschaften hergibt. Eigentlich möchte ich es auch gar nicht wissen. (Mich interessiert auch nicht die schwere Kindheit des Bankräubers).

    Diese Art von Anrufen sind illegal und man muss sich dagegen wehren können. Wenn uns Frau Aigner und die Gesetze nicht helfen, muss es erlaubt sein zur Selbsthilfe zu greifen. Für mich ist das Notwehr.

    Wie ein Richter hier anders entscheiden kann, ist mir schleierhaft, aber vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand.
  7. #7

    Zitat von langenscheidt Beitrag anzeigen
    Körperverletzung ist kein Ulk. Wenn man wem an Telefon hat, den man nicht wünscht, legt man auf. Heutige Telefone haben zudem die Möglichkeit einzelne Rufnummern zu sperren. Kostet auch keine 800 Euro. Man muss sich nicht selbst erschiessen, Kabel aus der Wand reissen oder dergleichen.
    So sieht das aus.
    Sehe ich eine ellenlange Nummer auf dem Display, die ich nicht kenne, dann hebe ich einfach nicht ab. Das spart allen Nerven.

    Nach dreimal Klingeln geht der AB ran, ab dann ist wieder Ruhe.

    Auch wenn Callcenter nervtötend sind, hat man noch lange nicht das Recht zur Körperverletzung.

    Frau Burmester, Sie können ja gerne mal anrufen, und ich benutze unvermittelt eine Trillerpfeife.
    Ich bin schon gespannt, ob Sie das dann auch so toll finden.
  8. #8

    Was an der Trillerpfeifengeschichte zum Himmel stinkt

    am Telefon - einer technischen Übetragungseinrichtung - sind jede Menge Begrenzer zwischengeschaltet, die verhindern, daß ein sehr lautes Geräusch 1:1 übetragen wird. Selbst im Headset der Callagentur sind solche Dämpfer zwingend eingebaut, damit die Vorschriften des Arbeitsschutzes eingehalten werden. Triller oder Schuß kommt dann zwar laut ans Ohr, nie aber intensiver als Zulässig, geschweige denn gefährlich laut.
    Für die Beklagte bzw deren Anwalt wäre es ein Leichtes gewesen diesen Nachweis zu führen. Ein Anruf bei der Telekom oder einem anderen Provider hätte genügt.
  9. #9

    Kommt für mich nicht in Frage.

    Ich höre und tippe die Schluss-Taste. Ohne ein Wort. Die am anderen Ende mag solange weiterquatschen wie sie will. Und die nächste Viertelstunde ist das Handy aus. Ich nutze schon lange keine tel. Anrufbeantworter.

    Wer mir was Wichtiges zu sagen hatte, hat mich immer noch erreicht.


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