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Attacke auf Callcenter: Trillern für eine bessere Welt

Sie sind weder minderbemittelt noch besoffen? Dann dürften Sie von Callcenter-Anrufen genauso genervt sein wie ich. Zum Glück hat sich eine Frau aus Pirmasens zur Rächerin aller Telefongeschädigten aufgeschwungen - mit einer Trillerpfeife, was zugegebenermaßen illegal ist. Trotzdem danke!

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...835434,00.html
  1. #250

    ....ich weiß nicht - das kann doch irgendwie nicht wahr sein? Da übertreten Firmen absichtlich, vorsätzlich und als Geschäftsgrundlage die Rechte der Bürger, und dann wird um so ein Ding so ein Buhei gemacht.

    Körperverletzung ist wohl das, was die FIRMEN machen - da können Sie mal mit Betroffenen reden, die ein seelisches Wrack sind. Auch ich kann aus geschäftlichen Gründen das telefon nicht ignorieren, und diese illegalen Anrufe kosten mich aber jede Woche - meist Freitags - sicher 1 Stunde - und Nerven. Ich sage mitrlerweile: Ich hoffe, Sie sterben früh - das kann zumindest nicht als Zustimmung für einen Deal interpretiert werden.

    Soll man da der betroffenen Geschädigten nachweinen? Schließlich hat die selbst gewußt, daß sie Leute terrorisiert.

    Wenn ich ein paar 400 Euro Kräfte einstelle, um Leute zusammenzuschlagen - soll man da Mitleid haben, wenn die auch mal eine zurückbekommen.

    Ich verstehe da auch den gesetzgeber nicht - sowas gehört verboten bzw. eingeschränkt, Verträge am Telefon - die den meisten alten Menschen auch nur aufgeschwatzt werden, sollten schriftlich bestätigt werden müssen - das wäre in 10 Minuten beschlossen - wenn man wollte.
  2. #251

    Zitat von BRB2000 Beitrag anzeigen
    Also darf ich dementsprechend auch der nächsten Person die an der Tür klingelt das Gesicht einschlagen, da ich mich evtl. dadurch belästigt fühle.
    nein dürfen sie nicht. wohl aber dürfen sie die person mit einer trillerpfeiffe vergraulen. darum ging es wohl in dem artikel.
  3. #252

    Zitat von thomas_c Beitrag anzeigen
    Aber es würde mich doch interessieren, warum manche Menschen anscheinend geradezu belagert werden, während andere verschont bleiben. Meiner Erfahrung nach bleiben die Anrufe aus, sobald man einfach deutlich sagt, dass man kein Interesse an den Angeboten hat. Kann doch nicht so schwer sein, oder?
    Nein.

    Sie sind schlicht und ergreifend "zu Jung".

    Ein Großteil der Adress- Datenbanken dieser Flitzpiepen geht (zumindest im "alten Westen") offenbar auf Kundenlisten diverser Katalog- Händler, mit "positiver Bonitätsbewertung", zurück.

    Meine inzwischen über 80- jährigen Eltern, mit seit Jahrzehnten unveränderter Festnetz- Nummer, erfreuen sich, als damalige "Gutverdiener", und entsprechend "rege" Versandhauskunden auch "gehobenen Typs", nach wie vor fast werktäglich über derlei "Fürsorge".

    Wenn ich, gerade auf Besuch, drangeh', und um die Angabe einer Adresse "zur Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft" bitte, ist nicht nur das aktuelle Gespräch schlagartig beendet, sondern auch die Menge der "Nachfolgeversuche" sinkt signifikant, bis das Datenpäckchen an den nächsten Drücker- Haufen weitergereicht wurde.
    Danach geht der Mist von vorne los.

    Und von Frau "Un- Ge- Aigner- t" ist da _genau keine_ Abhilfe zu erwarten.

    Zu Zeiten, als ich privat noch eine "reguläre Festnetz- Tel.- Nr." hatte, stand ich zum Glück noch nicht in genug Kundendatenbanken, um da "herumgereicht" zu werden.

    Auf'm Handy ist es den Panneköppen zum weiteren Glück zu teuer.

    Dafür steht meine berufliche Festnetznummer inzwischen, wundersamerweise, aber ebenso fälschlich, auf irgendeiner Liste für "IT- Einkaufsverantwortliche".

    Was sich da an "Cold Calls", oder auch nur an als "Meinungsumfragen" getarnten "Bedarfsabtastungen" häuft, ist ebenfalls "grandios".
    Hoffentlich spricht sich bei den Vertriebs- Trotteln bald mal herum, daß auf einen "Cold Call" unweigerlich ein "Black- List- Eintrag" folgt.
    Den die "eigentlichen" Einkäufer sehr wohl beachten, wenn ihnen ihr Job was bedeutet.

    Die "Telefondrücker" gehen IMHO mit "veralteten" Datenbanken _bevorzugt_ an _den_ Teil der Bevölkerung, wo sie mit der "wenigsten Gegenwehr" rechnen.

    Sei es wegen der "übriggebliebenen Höflichkeit", daß ältere Menschen sich leichter in ein Gespräch verwickeln lassen, ohne den Höhrer kommentarlos aufzuklatschen, oder gar dem dreisten Spekulieren auf "Unbeholfenheit", oder gar "Verwirrtheit".

    Scheint sich zu Lohnen, sonst wäre das kein "Massenphänomen".

    Und dem "Mitleidsgejaller" zugunsten der "geknechteten Call- Center- Droiden" vermag ich mich leider _schon gar nicht_ anzuschließen.

    Selbst die "ARGE Berlin- Marzahn" kommt inzwischen nicht mehr mit dem Versuch durch, einem "Hartz IV" zu streichen, wenn man die Vermittlung in ein _offensichtlich kriminelles_ Arbeitsverhältnis verweigert.

    Und "Call- Center- Agent" ist _maximal_ das "zweitseriöseste" Arbeitsplatzangebot, nach: "Table- Dancer in einer ukrainischen Hafenkneipe".

    _Kann_ man machen.
    Muß man dann aber auch "mögen".

    Alternativ kann man auch vollgesch*** Kinderwindeln im Hochsommer aus "gelben Säcken" am Sortierband fischen.

    War der "negative Höhepunkt" meines "bisherigen Berufslebens", aber immerhin _ voll bezahlte_ Arbeit.
    Damals[TM] sogar noch ohne "Aufstocken".
    Und für'n "Call- Center" hätte ich mich _selbst damals_ nicht hergegeben.

    Auch "Hartzies" haben nichts zu verlieren, außer ihren Stolz.
  4. #253

    Zitat von jayjayjayjay Beitrag anzeigen
    hitler is der chef und sie finden es ungerecht wenn man kz wächter piesackt
    Hitler und KZ-Wächter-Vergleiche im Zusammenhang mit Call-Centern sind unsäglicher und unerträglicher Schwachsinn.
    Es bleibt dabei, dass Angriffe auf Arbeitnehmer asozial sind. Oder ohrfeigen wir jetzt aus Wut auch den Busfahrer, wenn der Bus Verspätung hat, verprügeln die Verkäuferin, die uns eine Waschmaschine verkauft hat, die nebenan 150 Euro billiger ist, bespucken den Lehrer, wenn die Noten schlecht sind ...
    Es gibt gesetzliche Regelungen für Call-Center. Wem die nicht passen, muss den Gesetzgeber verantwortlich machen. Wenn sich das Call-Center nicht an Gesetze hält, muss es abgemahnt und abgeurteilt werden. Aber Gewalt gegen Mitarbeiter, um angestaute Aggressionen loszuwerden, ist einfach nur asozial und kriminell. Und Kriminelle müssen verurteilt werden.
  5. #254

    Zitat von ausländer33 Beitrag anzeigen
    Man nimmt keinen illegalen Job an auch nicht für 400, oder wieviel auch immer, Euro.
    Irgendwann kommt ein Staatsanwalt auf die Idee, dem Callcenterangestellten das Geld wegzunehmen, weil es illegal erworben ist.
    Dann wären wir auch auf dem richtigen Weg.
    Nein, ganz falsch.

    In einer "idealen" Welt nähme der Staatsanwalt dem Call- Center- _Betreiber_ alles zusammengeraffte Geld, seine Villa und drei Porsches weg, gäbe zwei Drittel des Erlöses an die Ex- Angestellten, ein Drittel an die staatlichen Sozialkassen, damit die Opfer irgendwann auch eine anständige Rente bekommen, würde gegen den Betreiber ein Verfahren wegen organisierter Kriminalität und 288 anderen Delikten einleiten, und die "ARGE- Vermittler", samt Vorgesetzten "politischen Drahtziehern", mindestens wegen Beihilfe "rannehmen".

    Dann würde auch ein "inzwischen liberaler" Herr Clement mal wissen, wie sich "gesiebte Luft" atmet, und nicht nur seine "Lobby- Erfüllungsgehilfen" aus der "Party- Truppe" der VW- Vorstandsetage.

    Bloß hat "Ideal" _genau garnix_ mit "Merkelistan" zum tuen...
  6. #255

    Zitat von EchoRomeo Beitrag anzeigen
    am Telefon - einer technischen Übetragungseinrichtung - sind jede Menge Begrenzer zwischengeschaltet, die verhindern, daß ein sehr lautes Geräusch 1:1 übetragen wird. Selbst im Headset der Callagentur sind solche Dämpfer zwingend eingebaut, damit die Vorschriften des Arbeitsschutzes eingehalten werden. Triller oder Schuß kommt dann zwar laut ans Ohr, nie aber intensiver als Zulässig, geschweige denn gefährlich laut.
    Für die Beklagte bzw deren Anwalt wäre es ein Leichtes gewesen diesen Nachweis zu führen. Ein Anruf bei der Telekom oder einem anderen Provider hätte genügt.
    Sehe das ähnlich. Die Geschichte ist unglaubwürdig. Abgesehen von Schutzeinrichtungen ist ein Telefon normalerweise gar nicht in der Lage Geräusche wiederzugeben, die einen Hörschaden hervorrufen könnten.
  7. #256

    Daten Nutzungs Einwilligung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind weder minderbemittelt noch besoffen? Dann dürften Sie von Callcenter-Anrufen genauso genervt sein wie ich. Zum Glück hat sich eine Frau aus Pirmasens zur Rächerin aller Telefongeschädigten aufgeschwungen - mit einer Trillerpfeife, was zugegebenermaßen illegal ist. Trotzdem danke!

    Kolumnistin Silke Burmester zu Callcenter-Anrufen und Trillerpfeifen - SPIEGEL ONLINE
    Was die liebe Frau Burmester hier wohl vergessen hat zu erwähnen:
    Der BGH (VIII ZR 12/08 – happy digits) hat 11.11.2009 hat ein wegweisendes Urteil zur Wirksamkeit einer formularmäßigen Einwilligung in Datenspeicherung und Datennutzung für die Zusendung von Werbung per Post und per Call getroffen.
    Liegt diese nicht vor ist der Anruf ein Tatbestand.
  8. #257

    Falsch!

    Zitat von movfaltin Beitrag anzeigen
    Gut so.
    Wer sich für illegale Callcenter-Aktivitäten prostituiert, nämlich unschuldige Leute anzurufen und gegen deren Einverständnis mit ungewollten Angeboten zu behelligen, gehört empfindlich bestraft. Es ist ja nicht so, dass die Callcenter-Mitarbeiter keine Wahl hätten, sich eine moralisch anständige Arbeit zu suchen (es sei denn, sie sind auf Hartz-IV-Maßnahme).
    Es erinnert zwar an das mittelalterliche Handabhacken bei Diebstahl, solch eine Sanktionierung des Verbrechens der Callcentermitarbeiterin (und nichts anderes ist ihr Verhalten), aber es gibt keine Methoden - auch und vor allem nicht über die unfähige Bundesnetzagentur -, sich zur Wehr zu setzen. Also ist Selbsthilfe nicht nur gerechtfertigt, sondern geboten. Wohlgemerkt nur gegen ungewollte Werbeanrufe.
    Der BGH (VIII ZR 12/08 – happy digits) hat 11.11.2009 hat ein wegweisendes Urteil zur Wirksamkeit einer formularmäßigen Einwilligung in Datenspeicherung und Datennutzung für die Zusendung von Werbung per Post getroffen.
    So hat die Trillerpfeife doch wohl ihre Einwilligung gegeben
  9. #258

    Kurzschlussreaktion

    Ich war über einen längeren Zeitraum auch Opfer zig solcher Anrufe und die gipfelten darin, dass ich von einer Callcenter-Mitarbeiterin angeschrien wurde, warum ich denn ihr Geschenk nicht wolle (das mich nur 65Euro im Monat kosten sollte)... Und warum das Ganze? Weil ich anfangs so höflich war, mir das Anliegen der Mitarbeiter wenigstens anzuhören. Sowas scheint sich nämlich rumzusprechen und dann bekommt man immer mehr Anrufe. Den Mitarbeitern höflich mitzuteilen, dass man alles was sie einem andrehen wollen nicht möchte, hatte beileibe nichts gebracht. Die Trillerpfeife ist sicherlich ein zu hartes und falsches Mittel gewesen, für das die Frau nun ihre Strafe bekommen hat, aber es war sicherlich einfach nur die Kurzschlussreaktion einer Dame, die zig Anrufe am Tag bekam und sich nicht mehr zu helfen wusste. Ich muss zugeben, ich kann es durchaus verstehen! Für mich sind Callcenter-Mitarbeiter eine so überflüssige Spezies wie Zecken.
  10. #259

    Eigene Produkte anbieten

    Ich habe eine Lösung gefunden, die alle zufriedenstellt.
    Sofort bei einem Anruf fange ich an, wortgewaltig meine eigenen Dienstleistungen anzubieten.
    Sollten Sie nichts anzubieten haben, denken Sie sich etwas aus. Z.B. Organspende gegen Honorar oder Billigbestattungen.
    Wichtig ist nur, dass der Anrufer nicht zu Wort kommt.
    Das sollte ausreichen, um zukünftig Ruhe zu haben.








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