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Atomwende und Profitschwund: Ausgestrahlt - Energieriesen in der Existenzkrise

Die fetten Jahre sind vorbei: Atomausstieg und Brennelemente-Steuer drücken die Profite von E.on, RWE & Co. - ab 2013 kommen auch noch Milliardenkosten für CO2-Zertifikate dazu. Deutschlands Energieriesen stecken in der Strategiefalle. Werden sie zu Übernahmezielen für die ausländische Konkurrenz?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...765678,00.html
  1. #180

    ...

    Zitat von Luscinia007 Beitrag anzeigen
    "Für die Kernenergie in Deutschland ist das Verursacherprinzip nicht gegeben, da ein Großteil der Kosten für die Entsorgung von radioaktivem Abfall nicht von den Kernkraftwerk-Betreibern, sondern vom Bund bzw. Steuerzahler übernommen wird.
    Nein, der Verursacher zahlt für seinen Müll. Der Bund verursacht zwar auch Müll und zahlt daher anteilig, der Großteil wird jedoch von den EVU getragen. Das ist die Praxis.
  2. #181

    Dann kriegen wir...

    Zitat von leidenfeuer Beitrag anzeigen
    Deutsche Angst macht Beine. Wohin das den blinden Passagier
    führen wird, weiß er nicht und ahnt er kaum. Wie viele deutsche Unternehmen dabei kaputt oder ins Ausland gehen,
    interessiert auch fast kein Schwein. Erst wenn die Strompreise
    himmelwärts steigen und Deutschland sich abgewirtschaftet hat, wird dann das große Jammern und Heulen beginnen.
    .... eben Unterstützung von den Griechen.
  3. #182

    Prost Mahlzeit!

    [QUOTE=mgy;7966716]Einspruch: Die DDR war eine Diktatur stalinistischer Prägung. Daher darauf zu schließen, Verstaatlichung innerhalb einer Demokratie sei Teufelswerk ist. m.E. nicht zulässig. Ich räume ein, dass ein Staatsbetrieb träger ist als ein Privatunternehmen. Aber hier gibt es sicher organisatorische Wege um eine Innovationsinfarkt zu vermeiden. Es ist mir trotzdem allemahl lieber ineffktive Staatsdiener zu finanzieren als öbszöne Gewinne von Privatleuten.[/QUOTE

    Mit Verstaatlichung hatten die Deutschen ja schon ihre Erfahrung in der DDR. Was daraus geworden ist, wissen die
    meisten. Der Staat ist bekanntermaßen gar nicht gut im Wirtschaften, aber üppig im Ausgeben von Geld, das bei
    anderen geholt wird. Auch kann er nur so gut sein wie seine
    Entscheidungsträger und Mitarbeiter, und wer meint, das
    seien die Besten, der hat offenbar theoretische Funktionsträger vor Augen, aber nicht die realen Gestalten
    der politischen Gegenwart. Nein, vom Staat und gar von
    Verstaatlichung kommt das Heil nicht, eher schon das Elend.
    Wäre nun gar der SPIEGEL verstaatlicht, dürfte man so eine Meinung wahrscheinlich gar nicht einmal mehr äußern.
  4. #183

    Zwei, drei SUPERGAUs in Europa, und dann ...

    Zitat von Pandora0611 Beitrag anzeigen
    habe ich mit Aboriginal People eine Traumwelt besucht.
    Es ging um die alten Germanen im Jahre 2050.
    - Sie lebten in Höhlen bei Fackelschein.
    - Ihre Frauen scheiften sie an den Haaren in ihre Höhle.
    - Kanibalismus war normal.
    - Sie erlegten Rinder und Schafe (Bären gibt es ja hier nicht.
    - Das Ausland hält Deutschland als ein Biotop einer lange ausgestorbenen Spezies.

    Ich halte diesen Traum für durchaus realistisch.
    ... wird Ihr Traum wahrscheinlich Realität.

    Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
  5. #184

    ...

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    Da protestieren auch CDU-Freunde usw.
    Nein. "Naturfreunde".

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    Aber Wind gibts dann reichlich. Sie denken immer noch nicht vernetzt.
    Im Winter gibt es auch nicht immer Wind.

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    Wozu das ist doch sowieso Überschussstrom. Der wird sonst garnicht erzeugt.
    Ach, und die Anlage gibt es kostenlos? Btw, der Strom wird so oder so erzeugt und per EEG vergütet.

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    Da haben wir es. Sie wollen einfach nicht verstehen, dazu müßten Sie sich ändern. Sie haben mein volles Mitleid.
    Was soll ich tun? Mir ein Stück Hirn entfernen lassen?

    Zitat von tumatsch Beitrag anzeigen
    Es ist beschlossene Sache, da können Sie nichts mehr dran ändern. Der Umbau findet statt. Entweder mit oder ohne Sie.
    Es ist beschlossene Sache, dass der Wind gefälligst zu wehen hat wenn die Sonne gerade nicht scheint?
    Alllles klar ;)
  6. #185

    ...

    Zitat von konradmd Beitrag anzeigen
    Aber wenn ein AKW durch radioaktive Verseuchung Schäden in Milliardenhöhe verursacht, stellt sich eOn hin und grinst "Sind pleite" und der Staat/Steuerzahler darf das zahlen.
    Sämtliches Eigentum von EOn würde verkauft werden, das reicht dann auch.

    Btw, sie sieht es denn bei anderen Stromerzeugern aus?
    Durch Kohleverstromung sterben in Deutschland 7000 Leute PRO JAHR!*. Gibt es da eine Versicherung? Nein, nciht mal eine Haftung.

    Zitat von konradmd Beitrag anzeigen
    Wenn sich eine Fluggesellschaft nicht gegen Personenschäden versichern will, weil es ihr zu teuer ist, darf sie auch nicht starten.
    Was haben die Fluggesellschaften für 9/11 gezahlt?
    Jeder Mensch kann Ihnen potentiell Schaden zufügen, eine Haftpflichtversicherung ist nicht Pflicht.

    *Lancet 370 (2007) 979
  7. #186

    Biomasse

    Genau ich glaubs auch.

    Die Lebenmittelpreise würden sinken wenn massiv Biomasse zur Energiegewinnung genutzt würde. Und die Qualität der Lebensmittel würde steigen.

    Wenn man dann eine Fläche so groß wie Asien mit Zeug anbaut was man dann verfeuert ( bei einem richtig schlechten Wirkungsgrad ) und kein Platz mehr hat um z.B. Kartoffeln anzubaun dann fallen natürlich die Lebensmittelpreis: Geht Klar.
    Und jetzt noch mal zu den Biomasse KWK GroßKW. Wie kommt das Zeug da hin??
    Ich seh das bei dem kleinen Biomasse-HKW in der Nachbarschaft das Ding hat ganze 2,3MW ( 0,0023GW ) und da kommt halbstündig LKW´s
    Was soll passieren wenn so ein Ding mal 1500MW erzeugen soll
    da brauchen wie ne Autobahn dafür. Und vom dem CO2 garnicht zureden der beim Transport anfällt.
    Und für die Leute die es nicht wissen auch wenn man Biomasse verbrennt entsteht CO2.
  8. #187

    EU Wettbewerb

    Zitat von abc22 Beitrag anzeigen
    ...
    Und für die Leute die es nicht wissen auch wenn man Biomasse verbrennt entsteht CO2.
    Gut, aber man sollte zugeben, dass das ja wieder entzogen wird. Mit Ihren anderen Einwänden stimme ich weitgehend überein, aber es ist immer eine Frage der Wirtschaftlichkeit, hier der Gestehungskosten. In einem liberalisierten EU Energiemarkt wird auch Biomasse immer mit polnischem Atomstrom oder Strom aus Wasserkraft aus Norwegen im Wettbewerb stehen Er wir nur bei gleichen Preisen wettbewerbsfähig sein oder man subventioniert eben auf den Level runter.
  9. #188

    ...

    Zitat von abc22 Beitrag anzeigen
    Die Lebenmittelpreise würden sinken wenn massiv Biomasse zur Energiegewinnung genutzt würde. Und die Qualität der Lebensmittel würde steigen.

    Wenn man dann eine Fläche so groß wie Asien mit Zeug anbaut was man dann verfeuert ( bei einem richtig schlechten Wirkungsgrad ) und kein Platz mehr hat um z.B. Kartoffeln anzubaun dann fallen natürlich die Lebensmittelpreis: Geht Klar.
    ...
    Wenn man sich dumm genug anstellt dann herrscht sogar Lebensmittelknappheit ganz ohne dass man Energie verbraucht. Aber man kann Biomasse auch als Nebenprodukt bei der normalen Land- und Forstwirtschaft gewinnen. Und da man dann bei gleichen Kosten mehr Erträge bekommt werden die Produkte natürlich billiger.

    Zitat von abc22 Beitrag anzeigen
    ...
    Und jetzt noch mal zu den Biomasse KWK GroßKW. Wie kommt das Zeug da hin??
    Ich seh das bei dem kleinen Biomasse-HKW in der Nachbarschaft das Ding hat ganze 2,3MW ( 0,0023GW ) und da kommt halbstündig LKW´s
    Was soll passieren wenn so ein Ding mal 1500MW erzeugen soll
    da brauchen wie ne Autobahn dafür. Und vom dem CO2 garnicht zureden der beim Transport anfällt.
    ...
    Biomasse enthält etwa 37% der Energie wie die gleiche Menge fossile Brennstoffe. Und falls man sie um die halbe Erde transportieren will kann man sie vorher zu Holzkohle verarbeiten. Biomasse lässt sich also fast genauso einfach zur Energiegewinnung nutzen wie fossile Energieträger.

    Zitat von abc22 Beitrag anzeigen
    ...
    Und für die Leute die es nicht wissen auch wenn man Biomasse verbrennt entsteht CO2.
    Wenn man Biomasse verbrennt wird nur so viel CO2 freigesetzt wie die Pflanzen bei der Erzeugung der Biomasse aus der Atmosphäre absorbiert haben. Deswegen ist Enegiegewinnung aus Biomasse CO2-neutral.
  10. #189

    guter Punkt

    Zitat von abc22 Beitrag anzeigen
    ...
    Und jetzt noch mal zu den Biomasse KWK GroßKW. Wie kommt das Zeug da hin??
    Ich seh das bei dem kleinen Biomasse-HKW in der Nachbarschaft das Ding hat ganze 2,3MW ( 0,0023GW ) und da kommt halbstündig LKW´s
    Was soll passieren wenn so ein Ding mal 1500MW erzeugen soll
    da brauchen wie ne Autobahn dafür. Und vom dem CO2 garnicht zureden der beim Transport anfällt.
    Und für die Leute die es nicht wissen auch wenn man Biomasse verbrennt entsteht CO2.
    Interessanter Punkt.
    Überhaupt wird bei aller "Ökö"-energie generell die Gesamtbilanz 'vergessen'.
    Ob Solarpanel oder Windrädchen, ob Biomasse (Ihr Beispiel) etc... - von Gesamtökobilanz ist nie die Rede. Wohlweislich, denn das Ergebnis sähe noch trauriger aus; die Erzeugungsraten sind doch eh 'auf Kante genäht' schöngerechnet.
    Der immense Schaden an der Natur (zB durch Flußkraftwerke) mal garnicht mit einbezogen, Landschaftsverschandelung erst recht nicht. Was sich gerne so grün gibt ist in Wahrheit nämlich ziemlich schmuddelig.


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