Die fetten Jahre sind vorbei: Atomausstieg und Brennelemente-Steuer drücken die Profite von E.on, RWE & Co. - ab 2013 kommen auch noch Milliardenkosten für CO2-Zertifikate dazu. Deutschlands Energieriesen stecken in der Strategiefalle. Werden sie zu Übernahmezielen für die ausländische Konkurrenz?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...765678,00.html
Kernkraftwerke erreichen bis zu 8000 Betriebsstunden im Jahr, die Windkraftanlagen letztes Jahr 1340, d.h. Faktor 6 zu 1.
Letztes Jahr wurden 1550 MW an Windkraftanlagen neu installiert. Das entspricht ca. 260 MW Atomstrom. Ein Block von 800 MW Atomstrom muß also ersetzt werden durch 4800 MW Windkraftanlagen. Hochmoderne Anlagen von maximaler Dimension erreichen 3 MW. Das wären also 1600 Windstromgiganten (Format Kölner Dom). Auf dem Meer zu verankern in 30 - 40 m Tiefe (im Wattenmeer geht nicht!), an Land aufzustellen gegen wachsenden Widerstand der Anlieger ("Verspargelung der Landschaft").
http://www.faz.net/p/Rub867F03D44419...~Scontent.html
Photovoltaik kommt im Jahr auf rund 700 Vollaststunden, d.h. Faktor 1:11. Den Flächenverbrauch kann sich jeder selbst ausrechnen - Desertec, abgesehen von Sandstürmen, ein politisch nicht vertretbares Abenteuer, bleibt also allenfalls Spanien - nach der letzten Gurken- und Tomatenpanne wird man dort die Deutschen mit offenen Armen erwarten.
Bleibt im Wesentlichen die Kohle:
1 Kg Uran 235/92 ist äquivalent 2.000.000 Kg Steinkohle (nicht Braunkohle!)
Klimatheoretiker können sich jetzt ausrechnen, wieviel CO2 die Verstromung von 2000t Steinkohle produziert.
Erstens haben die Großen in der Vergangenheit ordentlich Gewinne ausgeschüttet.
Zweitens: nur weil sie inverstieren, muss man ihnen das Geld in den Rachen werfen? Mit den Investitionen werde schließlich die Erlöse von morgen generiert. M.E. wäre es erstrebenswert, die Energieversorgung auf viel Schultern zu verteilen. Große Gewinne der Konzerne führen nur zu einer Zementierung Ihrer Monopolstellung.
Das volkseigene Energiekombinat Schwarze Pumpe lässt grüßen! Eigentlich ist nicht der dumm, der einen Fehler macht, sondern der, der den Fehler wiederholt. Der Staat als Unternehmer ist innovationsfeindlich, weil eine Innovation für einen Staatsbediensteten mit zusätzlicher Arbeit bei gleichem garantierten Einkommen verbunden ist. Oder woher kam der technologische Rückstand der DDR? Bezüglich der Gewinnstrategie der Konzerne haben Sie Recht. Diese haben sich unser Land in Claims aufgeteilt, die sie über die Strombörse in Leipzig abschotten. Dieses Kartell kann nur durch den politischen Willen aufgebrochen werden. Wie man leicht erkennt, hatten auch SPD-Minister daran kein Interesse. Im Gegenteil, nach einer Ministerentscheidung war ein Posten beim entsprechenden Energiekonzern gesichert. Aber da wäre noch eine Frage zu klären: Wer hat denn diese Politiker gewählt, über die sich alle das Maul zerreißen? Und politische Unmoral hört nicht etwa bei der CDU auf, wie es der Aberglaube meint. Herr Joschka Fischer mag als Beispiel dienen.
EnBW ist ja auch einer dieser Atomkonzerne. Mal sehen, was der jetzt macht. Hat ja Gruene Eigentuemer. Sollen die uns doch mal vormachen, wie man die Energiewende richtig angeht.