Atomunfall in Südfrankreich: AKW-Betreiber rätselt über Explosionsursache

Ein Ofen für radioaktive Abfälle ist explodiert, ein Arbeiter gestorben - doch die Ursache für das Unglück in der Atomanlage Marcoule bleibt unklar. Trotzdem gaben die Behörden schnell Entwarnung,*die französischen Medien berichten sehr gelassen. Nur die Anwohner*reagieren empört.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...785831,00.html
  1. #1

    Glaubwürdigkeit

    Ist doch jedes Mal das selbe Spiel: Erstmal alles nicht so schlimm und drei Tage später kommt ein Teil der wahren Katastrophe erst an´s Licht. Ich bin gespannt.
  2. #2

    keine Radioaktivität, alles sicher

    "Dieser Unfall bedeutet keine Radioaktivität und keine Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung" bei einem Ofen zur Verbrennung radioaktiver Sachen (?).

    "Die EDF-Aktie stürzte nach dem Unfall um mehr als sieben Prozent ab." Eine panische, hysterische Reaktion der Börse oder german Angst ?
  3. #3

    unabhängig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Ofen für radioaktive Abfälle ist explodiert, ein Arbeiter gestorben - doch die Ursache für das Unglück in der Atomanlage Marcoule bleibt unklar. Trotzdem gaben die Behörden schnell Entwarnung,*die französischen Medien berichten sehr gelassen. Nur die Anwohner*reagieren empört.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...785831,00.html
    Offiziellen Verlautbarungen glaubt sowieso niemand mehr, weil bislang immer Desinformationspolitik betrieben wurde (Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima) und die Hälfte aller Verschwörungstheorien sich als real erwiesen haben.

    Ich hoffe im Netz wird man demnächst unabhängige Geigerzählermessungen erfahren können.
  4. #4

    Traurig

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    "Dieser Unfall bedeutet keine Radioaktivität und keine Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung" bei einem Ofen zur Verbrennung radioaktiver Sachen (?).

    "Die EDF-Aktie stürzte nach dem Unfall um mehr als sieben Prozent ab." Eine panische, hysterische Reaktion der Börse oder german Angst ?
    Faszinierend finde ich ja immer, dass bei solchen Katastrophen fast immer sofort über Kosten, Imageschäden und eben Verluste an den Börsen schwadroniert wird.

    Früher hätte man sowas "pietätlos" genannt, heute ist sowas offenbar völlig in Ordnung. Und ich bin bestimmt nicht "alt" mit 29 - ich find's trotzdem pietätlos, einfach nur widerlich, dass Geld und Kommerz alles ist, was heute noch zählt. Auch in der Berichterstattung.

    Traurig.
  5. #5

    Offizielle Verlautbarungen

    Nach Angaben der französischen Regierung trat keine radioaktive Strahlung aus.

    Wer glaubt denn noch solchen Regierungsverlautbarungen, und das beziehe ich jetzt keinesfalls nur auf Frankreich.
  6. #6

    unglaublich!

    Die erste Schlagzeile lautete "Explosion in franzoesischem Atomkraftwerk".
    Ich habe gegoogelt, eigentlich nur um zu sehen, wo der Ort liegt.
    Innerhalb von Sekunden wusste ich, dass dort schon seit den 80ger Jahren kein Atomkraftwerk mehr in Betrieb ist.
    Wieso braucht Spiegel-Online so langeum das rauszufinden, und nach und nach die Meldungen zu aktualisieren?
  7. #7

    ...

    Zitat von k-a-z-z Beitrag anzeigen
    Innerhalb von Sekunden wusste ich, dass dort schon seit den 80ger Jahren kein Atomkraftwerk mehr in Betrieb ist.
    Wieso braucht Spiegel-Online so langeum das rauszufinden, und nach und nach die Meldungen zu aktualisieren?
    Das ist doch eine einfache Angelegenheit. Man lebt von der Angst genau wie ihr Vorposter, dass man niemandem trauen kann, nicht einmal dem Staat. Der Strahlentod ist schon was besonders erschreckendes für die Deutschen geworden. Es ging bei der Meldung aus meiner Sicht auch weniger um radioaktives Material aus einem beschädigten Reaktor, sondern eher um die Stoffe welche an den zu brennenden Kleidungsstücken haften und nun aus dem offenen Ofen austreten können (Kamineffekt).
  8. #8

    Unser täglich Strom gib uns heute...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Ofen für radioaktive Abfälle ist explodiert, ein Arbeiter gestorben - doch die Ursache für das Unglück in der Atomanlage Marcoule bleibt unklar. Trotzdem gaben die Behörden schnell Entwarnung,*die französischen Medien berichten sehr gelassen. Nur die Anwohner*reagieren empört.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...785831,00.html
    Kaum jemand will AKWs, aber alle wollen, dass gefälligst zu jeder Tages- und Nachtzeit Strom aus der Steckdose fließt.

    Hat nicht auch die massive Nachfrage nach Strom für den Bau der AKWs gesorgt, diesen vielleicht sogar erzwungen?
  9. #9

    ~

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Faszinierend finde ich ja immer, dass bei solchen Katastrophen fast immer sofort über Kosten, Imageschäden und eben Verluste an den Börsen schwadroniert wird.

    Früher hätte man sowas "pietätlos" genannt, heute ist sowas offenbar völlig in Ordnung. Und ich bin bestimmt nicht "alt" mit 29 - ich find's trotzdem pietätlos, einfach nur widerlich, dass Geld und Kommerz alles ist, was heute noch zählt. Auch in der Berichterstattung.

    Traurig.
    Soziologen und angeschlossene Fachrichtungen seelischer Bearbeitungseinrichtung sind nun mal sehr ungern mit den Leuten involviert für die sie sich verantwortlich fühlen. ;)

    Schüler, Beamte und wenn irgendwelche soziologisch relavanten Zahlen im Raume stehen, wie nach Katastrophen, wenn also nach Definition aus dem Bereich Psychologie von "Massen" gesprochen werden kann, oder zumindest der mediale Eindruck vermittelt werden kann das eine größere Anzahl von Menschen direkt betroffen sind, dann gibt es nicht nur Piätet sondern auch den Ruf nach psychologischer wie seelsorgerischer Betreuung. Aber so ?
    Das war ein Arbeiter der sich vorsätzlich und bewußt sehr früh, nicht diesen irgendwie soziologischen Aktivposten zuwandte, sondern dem Komerz. Nu is er tot. Das ist traurig für seine Angehörigen und Hinterbliebenen, aber dieses selbstverständlich und somit nicht extra erwähnenswert.

    Mit 29 sollten Sie wissen das die Medien ebenso "drüberstehen" wie die bösen Ausbeuter denen solche Arbeiter irgendwanmal in die obszöne Konsumfalle tapten.
    Meist direkt nach der Grundschule, wenn nicht schon zuvor.