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Atommüll-Warnung für ferne Zukunft: Nuklear-Priester und Strahlenkatzen

SKBAtommüll kann Zehntausende Jahre lang strahlen. Wie warnt man Menschen vor der Gefahr, die in ferner Zukunft weder Sprachen noch Symbole von heute verstehen? In Schweden sollen das jetzt Forscher beantworten, die sich mit altem Müll bestens auskennen: Archäologen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...842858,00.html
  1. #20

    Fonds

    Es wird diskutiert ueber die Warnhinweise usw.
    Aber wer zahlt die Kosten, die Unternehmen, die verantwortlich sind wird es in 10.000 Jahren nicht mehr geben. Daher ist es notwendig, die Kosten vorab zu kalkulieren, die entsprechenden Unternehmen muessen vorab diese Summe in einen internationalen Fonds zahlen, der daraus die Betriebskosten und fuer etwaiige Stoerfaelle zahlt.
    Internationaler Fonds ist nowendig, da man ind er zukunft nicht weiss, ob es noch Regierungen udn Staaten wie heute gibt, aber das Problem global ist.

    Oh die Energiekonzerne sind nicht zur Zahlung in der Lage, tja dann haben wir ja dn Atomausstieg.
  2. #21

    ...

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Das ist doch technisch längst überholt!

    Zitat:

    Eine Wiederaufarbeitung sei auch in Bezug auf Atommüll interessant, sagt Kugeler. „Durch das Verfahren werden genau die Isotope entfernt, die relativ stark und lange strahlen.“ Übrig blieben Cäsium und Strontium, die jedoch nach einigen 100 Jahren abgeklungen seien. Die übrigen „Langzeitstrahler“ seien nur schwach. „Das erleichtert die Suche nach einem geeigneten Endlager.“

    Urannutzung: Chinas Aufarbeitung - Wissen - Tagesspiegel

    In Zukunft können wir unseren "Abfall" nach China verkaufen....

    Die Transmutation von Aktiniden mit langer Halbwertszeit wir gerade in Belgien entwickelt.

    Allerdings macht es trotzdem Sinn solche Kennzeichnungsverfahren zu entwickeln denn wir verbuddeln ja auch unsere hochgiftigen Abfälle wie Arsen, PCB, Quecksilber, etc...

    Und die haben eine Halbertszeit von UNENDLICH wogegen 100.000 Jahre für den Menschen lange, für geologisch stabile Formationen jedoch lächerlich kurz ist....
    Finden sie es nicht unseriös sich hier die Rosinen rauszupicken, aber das was davor und danach steht wegzulassen?

    Mit aufwendiger Anreicherung wird der Anteil von Uran-235 für die Brennelemente der Kraftwerke auf rund vier Prozent erhöht. Abgebrannte Brennstäbe enthalten immer noch einen gewissen Teil Uran-235, den man in der Wiederaufarbeitung herausholen will. Zudem ist im Kernreaktor aus dem „nutzlosen“ Uran-238 des Brennelements teilweise Plutonium entstanden, was die Aufarbeitung zusätzlich lohnend macht. Denn Plutonium kann ebenfalls für neue Brennstäbe eingesetzt werden – und für Waffen.

    Eine Wiederaufarbeitung sei auch in Bezug auf Atommüll interessant, sagt Kugeler. „Durch das Verfahren werden genau die Isotope entfernt, die relativ stark und lange strahlen.“ Übrig blieben Cäsium und Strontium, die jedoch nach einigen 100 Jahren abgeklungen seien. Die übrigen „Langzeitstrahler“ seien nur schwach. „Das erleichtert die Suche nach einem geeigneten Endlager.“

    Allerdings gibt es auch starke Widersprüche gegen die Technik. Nach wie vor ist der Aufwand so groß, dass neue Brennstäbe aus Natururan billiger sind als jene aus der Wiederaufarbeitung. Außerdem entsteht mengenmäßig viel mehr Atommüll, wenn die Brennstäbe aufgeschnitten und weitere Gegenstände kontaminiert werden. Zudem gehen die radioaktiven Substanzen in Lösungen, die schwieriger zu handhaben sind als Festkörper. Und trotz aller Vorkehrungen sind Wiederaufarbeitungsanlagen nicht völlig dicht. Über Luft und Abwässer gelangt Radioaktivität in die Umwelt.

    Aus diesen Gründen wurden die Bauarbeiten für eine deutsche Anlage im bayerischen Wackersdorf Ende der 80er Jahre eingestellt.
    Nochmal die wichtigsten Punkte: Es entsteht dabei mehr PLUTONIUM, mengenmäßig entsteht VIEL MEHR Atommüll und Radioaktivität gelangt in die UMWELT.

    Toll!

    Immer diese ideologisch verblendeten Atom-Fans...
    Aber irgendwie müssen die ja auch ihre Brötchen verdienen.
  3. #22

    ===

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    über was sich Leute so Gedanken machen...
    Die Grundannahme ist doch völlig unrealistisch: In den bisherigen Jahrtausenden der Menschheitsentwicklung ist das Wissen und die Analyse- und Problemlösungsfähigkeit der Menschheit beständig angewachsen.
    Und nach zahlreichen Kriegen, Krisen oder sonstigen Katastrophen zur Abwechslung gelegentlich auch wieder geschrumpft.

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Wieso sollte das künftig anders sein?
    Eben!

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Man stelle sich mal vor, die Menschen vor 1000 Jahren hätten uns Warnungen und Hinweise zukommen lassen wollen. Was wäre das gewesen?
    Zum Glück haben uns die Menschen vor 1000 Jahren, also im Hochmittelalter, keinen Atommüll hinterlassen. Und auch nicht die Römer vor 2000 Jahren. Das wäre ja inzwischen ziemlich teuer geworden und ob die damaligen Rücklagen der Atomindustrie bis heute gereicht hätte, wie uns heute die Lobbyisten für die Zukunft versprechen?

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Wenn sich aber die bisherige Menschheitsentwicklung umkehrte und statt einer Weiterentwicklung des Wissens ein Rückschritt in vorzivilisatorische Zeiten stattfände, etwa nach dem 3. Weltkrieg oder einem großen Asteroideneinschlag, dann gehören verbuddelte Atomabfälle wohl zu den nachrangrangigen Problemen der Menschheit.
    Wenn es aber gar keinen Dritten Weltkrieg gegeben hat, sondern nur einen Vulkanausbruch oder Meteoriteneinschlag, der die Population ganz ohne Radioaktivität drastisch verkleinert hat?

    Und was, wenn sich die Menschheit von einem Dritten Weltkrieg oder sonstigen Katastrophe wieder erholt hat und dann auf den "Atomabfall" stößt? Was dann?
  4. #23

    Beschleunigter Abbau von Atommüll

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Atommüll kann Zehntausende Jahre lang strahlen....

    Wie wird die Welt angesichts dieser Geschwindigkeit erst in 100, 1000, 10.000 oder 100.000 Jahren aussehen? Das meiste lässt sich nicht einmal erahnen. Eines aber lässt sich mit Sicherheit sagen: Der nukleare Abfall, den wir heute produzieren, wird immer noch strahlen.
    Archäologen sollen ferne Zukunft vor Atommüll warnen - SPIEGEL ONLINE
    Transmutation wird es (vielleicht) möglich machen:
    Transmutation: Die zauberhafte Entschärfung des Atommülls - Physik & Chemie - FAZ
  5. #24

    Restrisiko bleibt immer

    Die Stätten der still vor sich hin brennenden Materie so gut wie möglich versiegeln. Die Spuren die dorthin führen beseitigen und dann darauf hoffen, dass die Nachwelt (nicht zwingend Homo Sapiens) mit anderen Artefakten unserer Anwesenheit derart beschäftigt ist, dass dieser Nachlaß übersehen wird.
  6. #25

    Ahh

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Die Transmutation von Aktiniden mit langer Halbwertszeit wir gerade in Belgien entwickelt.
    Ah, so wie die Kernfusion gerade in Garching, Greifswald, Cadarache entwickelt wird?
    Wobei zur Ehrenrettung der Kernfusion gesagt werden muss, dass die Forscher da doch schon ziemlich weit sind und schon für 2050 mit dem ersten komerziellen Kerfusionsreaktor rechnen; wenn alles glatt geht.

    Bei der Transmutation sieht es leider nicht ganz so rosig aus...
    Aber wer weiss, wenn das in 75-150 Jahrendoch mal großtechnisch einsetzbar und anwendbar ist, vielleicht kommt es dann tatsächlich zu einer Renaissance der Kernkraft.
    Ach nee, dann gibt es ja schon die Fusionsreaktoren seit 25-100 Jahren...
  7. #26

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Atommüll kann Zehntausende Jahre lang strahlen. Wie warnt man Menschen vor der Gefahr, die in ferner Zukunft weder Sprachen noch Symbole von heute verstehen? In Schweden sollen das jetzt Forscher beantworten, die sich mit altem Müll bestens auskennen: Archäologen.

    Archäologen sollen ferne Zukunft vor Atommüll warnen - SPIEGEL ONLINE
    Und was ist dann erst mit den tausenden von Tonnen im Uran die auch noch so im boden lagern, ungeschützt ausserhalb eines Endlagers. Was ist wenn die degenerierten postapokalyptischen Neandertaler aus Versehen auf die stoßen würden?

    Himmel hilf, was für ein Schwachsinn. Wenn der Mensch in 1000 Jahren wirklich "vergisst" wo die Endlasger sind, wird er andere Probleme haben, denn dann muss die ganze moderne Gesellschaft zusammengebrochen sein, unwarschihnlich das er dann auf ein Endlager trifft. Im übrigen werdne die anderen Staaten in Zukunft die "Endlager" vllt. gar wieder ausbeuten zwecks Weiterverarbeitung des Urans, was die ganze Endlagerdiskussion, welche nur künstlich erschaffen worden ist obsolet macht. Oder er wandelt sie einfnach per Transumutation in kurzlebigere Stoffe um welche nur für ein paar hundert Jahre gelagert werden müssen.

    Was ist eigentlich mit den viel zahlreicheren und größeren Lagern für Chemieabfälle, über die macht sich keiner Gedanken oder wie?
  8. #27

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Man stelle sich mal vor, die Menschen vor 1000 Jahren hätten uns Warnungen und Hinweise zukommen lassen wollen. Was wäre das gewesen? Warnungen vor wilden Tieren, Krankheiten, Naturgefahren, kriegerischen Ungarn und Mongolen und vor allem Hinweise, wie ein gottesfürchtiges Leben zu führen ist, damit das ewige Seelenheil gesichert wird.
    Würden wir das heute ernst und wichtig nehmen? nein?
    Entschuldigung, aber das ist ein blödsinniger Vergleich, da in den letzten 1000 Jahren das Wissen zugenommen hat. Aber: wo würden wir heute stehen, wenn die Menschen vor 1000 Jahren die Schriften der Antike ernst genommen hätten. Allein Schriften über Medizin und Hygiene? Sauberkeit in den Städten, vernünftige Kanalisation und Trinkwasserzuführung? Gäbe es dann trotzdem die Pestepidemien die halb Europa entvölkerten? Hätten wir, gäbe es den Wissensverlust im Mittelalter nicht, heute schon Kolonien auf dem Mars und eine unendliche, absolut saubere Energiequelle? Und da geht es nur um 1000 Jahre, nicht um 100.000. sicher, genausogut wie zukünftig viel Wissen verloren geht, kann auch zukünftig eine hundertprozent saubere Aufbereitung des Atommülls möglich sein. Aber auch dann braucht man das wissen um die Lagerstätten. Heutzutage ist die Giftbelastung diverser Industriebrachen von vor 50 Jahren ungeklärt ... wie schnell geht da auch das Wissen um "Endlager" verloren, wenn sich niemand darum kümmert es zu bewahren.

    Fakt ist aber meiner Meinung nach eins. Gibt es in Zukunft einen Wissensverlust mit Rückkehr auf Prä-Industrialisierungs-Niveau oder schlechter, dann wird dieser wohl von Dauer sein. Eine Rückkehr ist wohl nicht mehr möglich, da die Masse der leicht erreichbaren Rohstoffe ausgebeutet sind.
  9. #28

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der amerikanische Semiotiker Thomas Sebeok setzte dagegen lieber auf Menschen. Er wollte eine Atompriesterschaft gründen - eine Elitegruppe von Naturwissenschaftlern. Die Priester würden religiösen Zeremonien vorstehen und Legenden verbreiten, die sich um die Gefahr der Endlagerstätten ranken. Die Wahrheit mit allen Daten und Fakten bliebe dabei nur ihnen vorbehalten. Damit das Wissen nicht verloren geht, sollten die Priester jeweils ihre Nachfolger selber bestimmen und ausbilden.
    Ich lach' mich schlapp. Schön bei Asimovs Foundation geklaut. Dann aber bitte auch Asimov 1:1, d.h. ein Korrektiv für die "Atompriesterschaft", die zweite Foundation, die wahre Elite, streng rational.
  10. #29

    Was denn nun?

    Zitat von Tungay Beitrag anzeigen
    Wäre völlig überflüssig, wenn man Atomkraft weiterdenken würde und diesen Müll als Enrgiereserve erkennen könnte.
    Das Dümmste ist, beim kleinsten Problem die Flinte ins Korn zu werfen und im größten Problemzustand zu verhaften.
    Was denn nun?
    "Kleinstes Problem" oder "größter Problemzustand"?
    Mit dem Ersen Satz könnte ich noch klar kommen, aber der zweite enthält mir zuviel Widerspruch...


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