Atommüll-Lagerung: Regierung fördert Suche nach Gorleben-Alternativen

Offiziell hat sich Schwarz-Gelb festgelegt: Allein der Salzstock Gorleben soll als mögliches Atomendlager geprüft werden. Doch nach SPIEGEL-Informationen fördert das Wirtschaftsministerium auch Projekte, die bei der Suche nach Alternativen wichtig werden könnten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...728995,00.html
  1. #1

    St. Floriansprinzip

    Besonders für die Politik in Baden-Würtemberg und Bayern (dem konservativen Süden) war bisher das "Endlager" Gorleben, ein willkommenes Argument für die Atomenergie.
    Das wird sich sehr schnell ändern, wenn die geeigneteren Gebiete im Süden, in der Diskussion häufiger genannt werden und sehr wahrscheinlich, wissenschaftlich gesehen, letztendlich als einzige Möglichkeit übrig bleiben.

    Dann werden die Menschen in Baden-Würtemberg auch gegen etwas anderes, als Stuttgart 21 aufstehen. Spätestens dann wird der CDU/CSU die dummen Entscheidungen in der Atompolitik um die Ohren fliegen.
  2. #2

    Endlager

    Zitat von rodelaax Beitrag anzeigen
    Dann werden die Menschen in Baden-Würtemberg auch gegen etwas anderes, als Stuttgart 21 aufstehen. Spätestens dann wird der CDU/CSU die dummen Entscheidungen in der Atompolitik um die Ohren fliegen.
    Immerhin haben CDU/CSU eine Meinung in Sachen Endlager und stecken nicht den Kopf in den Sand, so wie es Rot-Grün seinerzeit getan hat.

    Meines Erachtens hätten die Demonstranten in Gorleben eher in Stuttgart und München demonstrieren sollen, um den dortigen Landesregierungen zu zeigen, dass auch sie sich der Verantwortung in Sachen Atommüll nicht entziehen können und sich nicht weiter gegen Erkundungen in BW/Bayern sperren können.
  3. #3

    warum nicht - die ESA oder NASA ???

    Warum schießen wir den Atom-Müll nicht einfach ins Weltall. Das Zeug käme dann wohl nie wieder auch nur in die Nähe der Erde.

    Wirtschaftlich - meine ich - eine lohnende Alternative. Politisch auch wohl eher durchsetzbar als alles auf der Erde. Andere Staaten würden sich beteiligen, denn das Problem Atom-Müll gibt es schließlich weltweit.
  4. #4

    Menschenleer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Offiziell hat sich Schwarz-Gelb festgelegt: Allein der Salzstock Gorleben soll als mögliches Atomendlager geprüft werden. Doch nach SPIEGEL-Informationen fördert das Wirtschaftsministerium auch Projekte, die bei der Suche nach Alternativen wichtig werden könnten.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...728995,00.html

    Die Verantwortlichen sollten sich mal den Osten ansehen. In Vorpommern und der Lausitz gibt es Gebiete, die sind nahezu menschenleer.
  5. #5

    Richtig

    Zitat von paul sartre Beitrag anzeigen
    Die Verantwortlichen sollten sich mal den Osten ansehen. In Vorpommern und der Lausitz gibt es Gebiete, die sind nahezu menschenleer.
    und da der Westen schon die Fabriken platt gemacht hat, die Städte entvölkert sind und die Menschen wegziehen weil nur noch Hartz IV Empfänger und alte Leute hier wohnen - auf die es eh nicht ankommt, nicht wahr ... - können wir hier auch die grössten Atommüll-Deponien von Europa aufmachen. Lagern wir doch gleich den Atommüll der ganzen Welt hier ein. Wir haben ja hier erst den Anfang der neuen Atomkraftwerke von Tschechien und Polen. Da kommt es auf ein bisschen Atommüll auch nicht mehr an. Und Sie setzen wir dann ein als Oberaufseher!
  6. #6

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Offiziell hat sich Schwarz-Gelb festgelegt: Allein der Salzstock Gorleben soll als mögliches Atomendlager geprüft werden. Doch nach SPIEGEL-Informationen fördert das Wirtschaftsministerium auch Projekte, die bei der Suche nach Alternativen wichtig werden könnten.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...728995,00.html
    Ich glaube, daß es kein "Endlager" geben wird. Dieses Zeug kann man nicht mit guten Gewissen unbeaufsichtigt lassen. Bei näherer Betrachtung, genauerer Untersuchung wird es immer Schwachpunkte geben, außer die Regierung schaltet sich ein und die Fachkompetenzen aus, das macht sie ja ohnehin seit Jahren.
  7. #7

    Herzlichen Glückwunsch

    Zitat von weltbetrachter Beitrag anzeigen
    Warum schießen wir den Atom-Müll nicht einfach ins Weltall. Das Zeug käme dann wohl nie wieder auch nur in die Nähe der Erde.

    Wirtschaftlich - meine ich - eine lohnende Alternative. Politisch auch wohl eher durchsetzbar als alles auf der Erde. Andere Staaten würden sich beteiligen, denn das Problem Atom-Müll gibt es schließlich weltweit.
    Gut, dass noch niemals eine Rakete beim Start abgestürzt ist und auch niemals eine abstürzen wird...
    Kennen Sie Francis R. Scobee (2. Raumflug), Kommandant
    Michael J. Smith (1. Raumflug), Pilot
    Judith A. Resnik (2. Raumflug), Missionsspezialistin
    Ellison S. Onizuka (2. Raumflug), Missionsspezialist
    Ronald E. McNair (2. Raumflug), Missionsspezialist
    Gregory B. Jarvis (1. Raumflug), Nutzlastspezialist, Hughes Aircraft
    Christa McAuliffe (1. Raumflug), Teacher in Space
  8. #8

    °

    Bayerns Umweltminister Markus Söder äußerte sich dagegen im SPIEGEL-ONLINE-Interview jüngst zuversichtlich, dass Atommüll in Gorleben eingelagert werden kann: Der Salzstock sei "nach bisherigen Erkenntnissen grundsätzlich geeignet. Nicht umsonst wurden bereits 1,5 Milliarden Euro in die Erkundung investiert." Viele, die jetzt eine Alternativendebatte führten, wollten nur Unruhe in der Bevölkerung schüren: "Das ist taktisches Kalkül", so Söder.
    Mal wieder typisch für diesen Dummschwätzer!
    Gutti würde so was wohl nie von sich geben, beim derzeitigen bayrischen MP Seehofer wäre ich mir dagegen nicht so sicher.
    Falls die Schweizer sich für den unmittelbar an der Grenze zu BW gelegenen Standort entscheiden, sollte m.E. alles getan werden, um ein gemeinsames Lager zu bauen (z.B. ein Verbindungstunnel unter der Grenzlinie hindurch zum deutschen Lagerteil, falls das technisch möglich wirtschaftlich vernünftig ( feasable und reasonable ) sein sollte.
  9. #9

    Zitat von paul sartre Beitrag anzeigen
    Die Verantwortlichen sollten sich mal den Osten ansehen. In Vorpommern und der Lausitz gibt es Gebiete, die sind nahezu menschenleer.
    Das weitaus wichtigerere Kriterium ist eine geeignete Gesteinsformation (wissenschaftliches Kriterium), man darf nicht einen Ort wählen, wo einfach nur wenige Menschen hausen (politisches Kriterium).