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Atommüll: Bund hat noch kein Geld für Endlager-Suche übrig
Der Beschluss wurde als Neustart gefeiert: Bund und Länder*wollen*in ganz Deutschland nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll suchen. Doch die Finanzierung ist unklar - die Erkundung könnte*um Jahre hinausgeschoben werden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...800794,00.html
- #140 08.12.2011 09:40 von
...
Dort gab es keine hochradioaktiven Stoffe. Nur mittel- und schwachaktive.
Schuld tragen die, die damit Politik machen wollen. Man könnt die Asse wie geplant verschließen.
Geänderte Rahmenbedingungen machen Umstrukturierungen nötig. Enteignungen ebenso.
Normales Kalkül. CDU/FDP haben angekündigt die Laufzeiten zu verlängern.
Natürlich Investitionen in die Zukunft. Wie gesagt: Gewinn ist das, was nach den Investitionen übrig bleibt. Btw, die Geschäftsberichte der Unternehmen sind öffentlich.
Was meinen Sie denn wie das bei den anderen Endlagern laufen wird? Davon sind zZt vier in Betrieb. Meinen Sie die PV- oder Energiesparlampenhersteller müssen anteilig für immer dafür zahlen? - #141 08.12.2011 16:08 von
Da ist sich selbst das BfS nicht sicher.....
BfS - ASSE II - Weitere Meldungen - Zu aktuellen Berichten über hochradioaktive Abfälle in der Asse:Zitat von BfS
Nein, das kann man nicht, wenn man verantwortungsvoll zu handeln gewillt ist.
Niemand wurde enteignet.
Die Rahmenbedingungen zur Energieerzeugung wurden geändert, den Produzenten ein Zeitraum zugestanden, die Produktionsmethoden zu ändern.
Fehlkalkulationen sind dem Management anzulasten, nicht der Politik oder gar den Bürgern.
Hätten die Unternehmensvorstände klug und weitsichtig gehandelt, hätten die Unternehmen in alternative Stromerzeugungsverfahren investiert und würden heute mit erneuerbaren Energien Gewinne machen.
Was nicht recycelt werden kann, muss endgelagert werden und die Produzenten sollten sich daran beteiligen.
Hier ist der Gesetzgeber gefragt, entsprechende Regelungen zu schaffen.
Darüber hinaus sind die Hersteller schon verpflichtet, das Recycling voranzutreiben.
MfG
np - #142 08.12.2011 18:46 von
...
Das ist die Politik, von der ich sprach.
es ist bekannt, was in der Asse eingelagert wurde. Hochaktive abfälle sind wärmeentwickelnde, die waren nicht dabei. Abfälle, die stark strahlten (jedoch nicht im Sinne der Definition hochaktiver Abfälle) sind inzwischen weitgehend abgeklungen (kurze Halbwertszeiten von z.B. Co60).
Kann man. Die Lösung wurde nur a priori ausgeschlossen, da nicht politisch oportun.
Weder Moratorium noch die endgültige Abschaltung waren mit geltendem Recht vereinbar, somit ist es m.E. eine Enteignung. Ich bin kein Jurist aber ich denke mal diese Frage wird noch vor Gericht geklärt werden.
Das Fehlen von Planungssicherheit ist der Politik anzulasten.
Machen sie auch. Nur eben z.T. außerhalb Deutschlands.
Das tun sie auch. Eine Tonne endlagern kostet ca. 250€. Das wird ein mal gezahlt und das wars. Warum sollte es bei Atommüll anders sein?
Das wurde beim Atommüll von Rot/Grün verboten (aus zwei Gründen: um zu behaupten für die direkte Endlagerung von Brennelementen wären höhere Sicherheitsanforderungen nötig; sonst hätte man eine Eignung von Gorleben eingestehen müssen und hätte das Moratorium nicht begründen können und um Transporte zu sparen) - #143 08.12.2011 22:09 von
Nochmal BfS.
BfS - ASSE II - Radioaktive AbfälleZitat von BfS
Das ist Ihre Meinung.
Agenda 21, Lexikon: Atomausstieg, Atomkonsens/ Restlaufzeiten der AKW, Laufzeitverlängerung, Moratorium nach der Atomkatastrophe in Japan/ Hintergrund, Aktuelles, Daten, Dokumente, LinksZitat von AGENDA21
Wenn die EVU nach einem Konsens darauf hoffen, eine andere Regierung kippt diese Beschlüsse wieder, statt in Alternativen zu investieren und neues zu entwickeln, dann nenne ich das "zocken"!
Weil Atommüll eine andere "Qualität" aufweist, die höherer Anforderungen bedarf?
Weil die Entsorgungskosten von PV Modulen und zB Energiesparlampen bereits eingepreist sind?
Vermutung?
MfG
np - #144 09.12.2011 09:47 von
...
Widerspricht meiner Aussage nicht.
Es wurden verschiedene Szenarien untersucht was mit der Asse zu tun sein. Es war politische Vorgabe, dass das Szenario "Schließung wie geplant" nicht darin vorkam.
Das Vorhaben war in den Wahlprogrammen der jetzt regierenden Parteien für jeden nachzulesen.
Wieso andere "Qualität"? Beide Müllarten müssen langfristig von der Biosphäre fern gehalten werden da ein Austreten in signifikanten Mengen umwelt- und gesundheitsschädigend sein kann.
Beim Atommüll ebenso.
Das geht aber an der Frage vorbei: warum sollte Atommüll so viel teurer sein als Giftmüll? Warum sollte man den einen Müll überwachen müssen, den anderen nicht? Beides muss, wie gesagt, langzeitsicher von der Biosphäre fern gehalten werden.
Zu Gorleben nachzulesen im Atomkonsens: Gorleben ist geeignet, durch die direkte Endlagerung könnten aber möglicher Weise andere Anforderungen nötig sein (da man mehr Plutonium vergräbt als nötig z.B.). Das mit den Transporten stimmt eher nicht, da sowieso nur ins Zwischenlager transportiert wird.
Fällt Ihnen eine bessere Begründung ein? - #145 10.12.2011 22:35 von
Post#141
[QUOTE=x+n;9279386]Dort gab es keine hochradioaktiven Stoffe. Nur mittel- und schwachaktive.[QUOTE=x+n;9279386]
Ich lese da: "Wir wissen nicht, was hier rumliegt!"Zitat von BfS
Der Zustand der Asse und der darin lagernden Gebinde läßt eine Schließung nicht zu.
Das ist keine politische Vorgabe sondern Folge der Schlamperei.
Sind die Manager der EVU so dumm zu glauben, was in Wahlprogrammen steht?
Herrgott, nichtmal Lieschen Müller glaubt das......
Für die eine Müllart sind Recyclingverfahren in der Entwicklung, schon aus ökonomischen Gründen und die sind immer wichtiger als ökologische, deshalb geht da ja auch was.
Die eingepreisten Kosten für die Endlagerung des Atommülls waren aber zu niedrig angesetzt, außer man kippt den Dreck doch irgendwann ins Meer.
Es gibt aber erhebliche Zweifel an der Eignung Gorlebens.
Daher wird auch wieder neu gesucht, wenn auch halbherzig.
Dies wird sich aber ändern, handeln wird immer dringender.
MfG
np - #146 11.12.2011 08:42 von
...
Die Wärmeentwicklung von HAW wäre aufgefallen.
Doch, wäre wohl möglich gewesen, diese Möglichkeit wurde jedoch duch politische Vorgabe a priori ausgeschlossen.
Die Regierungsparteien waren für einen atomfreundlichen Kurs bekannt.
Genau. Und was wird mit dem Giftmüll?
Wie kommen Sie darauf? Wenn man mal die 250€/t ansetzt die man bei anderen Stoffen zahlt um sie langzeitsicher von der Biosphäre abzuschließen...
Jedoch nicht von wissenschaftlicher Seite.
Warum? Zeit hat man genug. - #147 14.12.2011 00:58 von
Sicher?
Die Aussagen der BfS belegen doch, daß die Gebinde mit zusätzlichen Maßnahmen abgeschirmt waren.
Sie sind also dafür, die Asse zu verschließen, sie absaufen zu lassen und darauf zu warten, daß die teilweise schon beschädigten und undichten Gebinde das Grundwasser verseuchen, welches über kurz oder lang in obere Schichten aufsteigt und dann evtl zur Trinkwassergewinnung genutzt wird?
Schrieb ich doch. Zocken!
Danke. Hatte heute noch nichts zu lachen.
In Herfa-Neurode kostet es 260,-€.
Das Problem des strahlenden Mülls haben Sie selber angesprochen, er erzeugt Wärme.
Wärme verändert auf Dauer die Struktur des Salzes, nachgewiesen von holländischen Geologen (den passenden Link hatte ich Ihnen schon geliefert, hab jetzt keine Lust, den nochmal zu suchen, morgen vielleicht),
es wird durchlässig, mürbe.
Wie Sie Atommüll recyclen und unschädlich machen wollen, ist mir bisher nicht klar, ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, daß es irgendwann mal möglich ist und plädiere u.a. daher für die Rückholbarkeit.
Sicher von wissenschaftlicher Seite.
Ich kenne Ihre Qualifikation nicht, bin aber sicher, daß Sie nicht die Qualifikation promovierter Wissenschaftler beurteilen können!
Hat man?
Wie lange hat die Erkundung von Gorleben gedauert, bis man die Nichteignung festgestellt hat?
Wie viele Versuche geben Sie uns noch?
Wie lange hält die Scheune in Gorleben?
Oder bauen wir 'nen Sarkophag drüber?
MfG
np
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