Zitat von
MtSchiara
Das ungelöste Problem des Atommülls besteht unabhängig davon, ob die Reaktoren etwas länger oder kürzer laufen, und muß auch bei einer Schnellabschaltung gelöst werden.
So wie es in Deutschland keine Mehrheit für die Schnellabschaltung von Kernkraftwerken zu Lasten einer erheblichen Erhöhung des Verbrauchs fossiler Energieträger (in Japan Gas, in Deutschland Gas, Kohle und Auslandsatomstrom) und zu Lasten einer erheblichen Strompreiserhöhung gibt (z.B. 200 Mrd bei der wenig zukunftstauglichen Photovoltaik), so gibt es diese auch in Japan nicht. Die Bevölkerung erwartet eine langfristig angelegte Politik, die (Versorgungs-)Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit gemeinsam im Auge hat.
Für den Ausstieg aus aktueller Atomtechnologie - basierend auf Uranbrennstäben und wassergekühlten Reaktoren - gibt es (zu Recht) eine breite Mehrheit in der Bevölkerung. Aber dies sollte mit Augenmaß und nachhaltig geschehen, so daß die Technologie durch umweltverträgliche und langfristig wirtschaftliche und konkurrenzfähige Technologien ersetzt werden kann.