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Atomkraft: Gutachten warnt vor brasilianischem Fukushima

AFPDeutschland verabschiedet sich von der Atomkraft, doch in Brasilien fördert die Bundesrepublik den Bau eines neuen AKW. Ein Gutachten attestiert der umstrittenen Anlage Angra 3 nach SPIEGEL-Informationen jetzt massive Sicherheitsmängel: Sie wäre einem Tsunami praktisch schutzlos ausgeliefert.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...819132,00.html
  1. #50

    ...

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Der Küstenstreifen zwischen Caraguatatuba, Ubatuba, Paraty Mirim und Cunhambembe einschließlich der Bucht gilt als die Wiege der Brasilianischen Nation. Die ersten Portugiesen haben sich dort in einem Paradies niedergelassen, das relativ dicht von Tupi-Indios besiedelt war.

    Daß dort, keine 100 km süd-westlich der Mega-Metropole Rio de Janeiro, vollkommen unnötigerweise ein AKW gebaut wurde und wird, war ein weiterer krimineller Akt der auf die Militärdiktatur zurückgeht.
    Das der Standort auf die Militärdiktatur zurückgeht ist richtig. Als Argument gegen die AKW aber nicht tauglicher als gegen deutsche Autobahnen, und die wollen Sie ja auch nicht abreißen, oder?
  2. #51

    ...

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    sondern, dass es sich um einen veralteten Reaktor handelt, dessen Komponenten vor über 25 Jahren nach Angra dos Reis geliefert wurden und der jetzt aus diesen alten Teilen zusammengebaut werden soll. Das ganze Design ist veraltert und entspricht nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik.
    Oh, doch, das tut es. Wenn Sie sich mal mit dem Design der VorKONVOI-Reihe auseinandersetzen würden, sehen Sie gerade an den EU-Stresstest sehr schön, das andere Länder erst JETZT, mit Nachrüstmaßnahmen, auf das Schutzniveau kommen, welches deutsche KKW der 70ger und 80ger Jahre schon lange hatten.

    Die Franzosen werden beispielsweise JETZT einen "gehärteten Kern" an Sicherheitssystemen zur Stromerzeugung, Wärmeabfuhr, Kommunikation, Leittechnik einbauen, gehärtet gegen Äussere Einwirkungen. Klingt ziemlich nach dem Notspeisegebäude, welche unsere DWR und Angra2 haben und auch Angra 3 haben wird.
  3. #52

    Nicht lernfähig

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Alle bisherigen Untersuchungen von Fachleuten kamen zu dem Ergebnis, nach dem Erdbeben, obwohl um den Faktor 10 stärker als ausgelegt, fand in allen 3 Anlagen die automatische Schnellabschaltung statt, die Notkühlung funktionierte.
    Erst durch den Tsunami, ca. 50 min. nach dem Beben, wurden die Notkühlsysteme derart geschädigt, dass keine Kühlung der Nachzerfallswärme möglich war.
    Kernschmelze, zumindest partiell, war die unausbleibliche Folge.

    Hierzu ein, auch von offizieller Seite ( GRS, Jap. TÜV ) nahezu identisch beschriebener Schadensablauf.

    http://www.ke-research.de/downloads/...maDesaster.pdf

    PS: Bei funktionierendem Nachkühlsystem ist eine Kernschmelze unmöglich.
    Wie soll etwas schmelzen das ausreichend gekühlt wird ?

    „Bei funktionierendem Kühlsystem ist eine Kernschmelze unmöglich“ (anhaltendes Gelächter)
    Hoffentlich weiß das auch das Kühlsystem, dass es nicht ausfallen darf.

    Glauben sie eigentlich, die realen Opfer von Atomaktstrophen würden sich noch für das theoretische Expertengeschwätz über mögliche Ursachen des Desasters interessieren, dass letztlich nur die Schuld der Verantwortlichen und die mangelhafte Beherrschung einer Hochrisikotechnologie verschleiern soll, damit die selben Leute anschließend mit der gleichen Technologie so weitermachen können wie bisher.

    Es ist doch völlig egal ob ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, weil eine Rohr platzt, ein Bennstab klemmt oder die Schrottanlage zu schlapp gebaut wurde, irgend ein Fehler liegt jedem Unfall zugrunde, nur sollten Unfälle beim Umgang mit der hochgefährlichen Atomenergie, die nicht einmal versicherbar ist, ausgeschlossen sein und weil das nicht möglich ist, dürfte dieser Wahnsinn auch nicht betrieben werden, ist das eigentlich so schwer zu kapieren?
  4. #53

    Brasilien hat übrigens keinen Mangel an Sonne. Warum machen die nicht in Solarenergie wenn das wie von unseren Grünen behauptet viel billiger wäre?

    Können unsere Grünen oder die Brasilianer nicht rechnen? Die Antwort kennt wohl jeder.
  5. #54

    physikalische Grundlagen

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Der Mittelatlantische Rücken reicht weit in den Südatlantik
    Datei:Quake epicenters 1963-98.png.
    Ihr Bild lässt das Wesentliche weg. Wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, kann man nichts machen.
    Sie haben den Untershcied zwischen einer Plattengrenze und einem Gebirge nicht verstanden. Der Mittelatlantische Rücken ist ein wachsendes vulkanisches Gebirge, auch Ihrem Bild sieht man die Kontinentalplatten. Im Mittelatlantischen Rücken kann es große Bergstürze mit schweren Tsunamis geben. Das ist bekannt und passiert. Lissabon z.B. wurde schon sehr schwer getroffen.

    Glauben Sie, dass jedes Seebeben einen Tsunami auslösen kann, oder nur bestimmte? Im Atlantik entstehen durch das Auseinanderdriften hin und wieder horizontale Erdbebenwellen. Die erzeugen aber keine Tsunamis. Dazu müßte es vertikale Plattenverschiebungen geben, die nur passieren, wenn sich Kontinentplatten übereinander schieben.

    Ist das so schwer zu verstehen? Schauen Sie noch einmal in Ruhe auf diesen Link und lernen Sie, neue Informationen selbstständig zu verstehen:
    Tsunami-Alarmsystem - Das Phänomen Tsunami – Vorkommen im Atlantischen Ozean
  6. #55

    Das ist das Eine...

    Zitat von emma04 Beitrag anzeigen
    Wo bitte soll in Braslilien ein Tsunami herkommen. Anders als im Pazifik schiebt sich im Atlantik keine Platte unter die andere, sondern der Atlantik vergrößert sich. Daher gibt es auch keine Seebeben und damit kein Tsunami. Der Artikel ist reine Panikmache.
    Das ist das Eine... das Andere ist, dass ein Tsunami keinem Atomkraftwerk etwas anhaben kann - Fukushima ist nicht durch den Tsunami kollabiert, sondern durch das besonders starke Erdbeben.

    Aber viele Atomkraftgegner legen sich die "Tatsachen" so aus, bis sie irgendwie passen... und machen sich dadurch insgesamt unglaubwürdig.
    Schade an sich, denn ich halte Atomkraftwerke auch für zu gefährlich; nicht ein möglicher Super-GAU, die Wahrscheinlichkeit ist gerade bei unseren pingeligen Sicherheitsstandards doch sehr gering, nein der Betrieb als solches ist die Gefahr. Oder warum gibt es im näheren Umkreis fast aller Atomkraftwerke eine stark erhöhte Zahl an Leukämiekranken?
  7. #56

    Unsinn

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Das ist das Eine... das Andere ist, dass ein Tsunami keinem Atomkraftwerk etwas anhaben kann - Fukushima ist nicht durch den Tsunami kollabiert, sondern durch das besonders starke Erdbeben.

    Aber viele Atomkraftgegner legen sich die "Tatsachen" so aus, bis sie irgendwie passen... und machen sich dadurch insgesamt unglaubwürdig.
    Schade an sich, denn ich halte Atomkraftwerke auch für zu gefährlich; nicht ein möglicher Super-GAU, die Wahrscheinlichkeit ist gerade bei unseren pingeligen Sicherheitsstandards doch sehr gering, nein der Betrieb als solches ist die Gefahr. Oder warum gibt es im näheren Umkreis fast aller Atomkraftwerke eine stark erhöhte Zahl an Leukämiekranken?
    Was für einen Unsinn, nur durch den Tsunami hat Fukushima jedwede Kühlkapazität eingebüßt. Völlig unabhängig was das Erdbeben angerichtet hat.
  8. #57

    Atomkondom statt Sarkophag

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Regional statt international wäre ein guter Ansatz, sonst werden die Transportzeiten zu lang. Aber selbstverständlich sollte man international kooperieren.

    "Wirklich einmaliges Material" wird eher nicht benötigt: Eine ausreichende Anzahl von per Hubschrauber transportierbaren Dieselgeneratoren samt passender Trafos und Steuerelektronik, um eine Fremdversorgung eines AKW zu gewährleisten, wären schon mal ein guter Ansatz. Und daß man nicht erst lange nach einer größeren Menge Borsäure suchen muß, sollte auch selbstverständlich sein.
    Alles richtig. Worauf ich hinaus wollte, sind Contaiment-Ersatzmaßnahmen. Z.B. Abdeckplanen. In Fukushima hat man Block 1 ja jetzt auch mit einer Kunststofffolie auf einem Gerüst überzogen. Als kurzfristige Maßnahme würde/müsste es helfen, ein Gewebe über dem beschädigten Reaktor abzulegen (per Kran/Hubschrauber). Im Gegensatz zu der dauerhaften Schutzhülle braucht diese nicht starr und gegen äußere Einflüsse beständig sein. Ihr Zweck wäre nur, die aus dem Gebäude strömenden Cs-Aerosole zu binden bzw. zum Niederschlagen zu bringen. Als Notfallmaßnahme muss das auch nicht 100% dicht sein. Jedes Prozent hilft, das man auf dem KKW-Gelände halten kann.
  9. #58

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    wer die Studie beauftragte und ich sage dir was rauskommen ( soll ) wird.
    Und da AKWs ja nicht durch Steuergelder unterstützt werden, kann das alles eh gar nicht sein.
  10. #59

    Im Südatlantik...

    Zitat von die_piratenbraut Beitrag anzeigen
    Sie haben den Untershcied zwischen einer Plattengrenze und einem Gebirge nicht verstanden. Der Mittelatlantische Rücken ist ein wachsendes vulkanisches Gebirge, auch Ihrem Bild sieht man die Kontinentalplatten. Im Mittelatlantischen Rücken kann es große Bergstürze mit schweren Tsunamis geben. Das ist bekannt und passiert. Lissabon z.B. wurde schon sehr schwer getroffen.

    Glauben Sie, dass jedes Seebeben einen Tsunami auslösen kann, oder nur bestimmte? Im Atlantik entstehen durch das Auseinanderdriften hin und wieder horizontale Erdbebenwellen. Die erzeugen aber keine Tsunamis. Dazu müßte es vertikale Plattenverschiebungen geben, die nur passieren, wenn sich Kontinentplatten übereinander schieben.

    Ist das so schwer zu verstehen? Schauen Sie noch einmal in Ruhe auf diesen Link und lernen Sie, neue Informationen selbstständig zu verstehen:
    Tsunami-Alarmsystem - Das Phänomen Tsunami – Vorkommen im Atlantischen Ozean
    Im Südatlantik gibt es Fokalereignisse die senkrechte Bewegungen einschliessen, ausserdem können Reissvorgänge von Platten sehr wohl Tsunamis auslösen, wirken wie eine Explosion. Wo es Erdbebenherde in Ozeanen gibt können Tsunamis nie ausgeschlossen werden.








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