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Atomkatastrophe in Japan: AKW-Betreiber schlampt erneut bei Strahlenmessung

Die Pannenserie im Katastrophen-AKW*geht weiter: Erst räumt Tepco erneut einen Messfehler ein, dann durchbricht ein Mann mit einem Auto ein Tor zum Gelände*von Fukushima II. In der Krisenregion suchen jetzt Soldaten nach Tsunami-Opfern, aber nicht rund um das AKW - wegen der hohen Strahlung.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,754404,00.html
  1. #90

    Möchtest du mein Titel sein?

    Zitat von mittelwilli Beitrag anzeigen
    Irgendwie alles etwas verwirrend oder. Brauchen wir wieder ein Feindbild? Was gab es bisher: Tsunami, eine Belegschaft, die komplett das Firmengelände verlässt? Dann der herroische Einsatz der......
    Und was möchten Sie uns mit Ihrem Beitrag sagen?
    Gau und Super-Gau ist eine gängige Bezeichnung, auch unter Experten.
    Denn der Gau ist der Unfall ansich, der Super-Gau die Kernschmelze, die bei den meisten auch schweren Unfällen bisher verhindert werden konnte.

    Ansonsten: Neues Feindbild? Die Anti-Atomkraftbewegung gibt es seit Jahrzehnten. Stets beleidigt und belächelt von den Befürwortern. Ist ja schließlich alles nicht so schlimm. Atomkraft ist sauber und sicher und billig.

    Das dies alles gelogen ist, wissen die Gegner seit langem. Es ist alles andere als sauber, sicher ist überhaupt nichts und billig... inzwischen gibt es Ökostrom-Anbieter, die günstiger sind als die großen Atomstrombetreiber.

    Und was wir bei keiner anderen Energieart haben, ist das Endlagerproblem. Wobei das kein Problem ist. Es ist eine Katastrophe und unbegreiflich, dass dies überhaupt geschehen konnte... Nach mir die Sintflut. Was interessiert mich denn, dass das Zeug in 1000 Jahren noch hochgiftig ist. ICH bin schließlich nicht mehr da.

    Was nun ein Geigerzähler kann oder nicht kann, ist nebensächlich. Ein Mensch ist nicht Atomkraft-Gegner, weil sein Geigerzähler tickt. Ein Atomkraft-Gegner ist in der Regel ein Mensch mit gesundem Verstand, der weiß, dass der Strom aus der Steckdose nur dann Atomstrom sein muss, wenn man der Atom-Lobby helfen möchte, viel, viel Geld zu verdienen.
  2. #91

    Zitat von duanehanson Beitrag anzeigen
    Ein »auslegungsüberschreitender Störfall«, früher und im Volksmund heute noch als Super-Gau bezeichnet, liegt derzeit in Japan vor: Es ist ein Ereignis eingetreten, mit dem man bei Planung und Bau nicht gerechnet hat, auf das man folglich nicht vorbereitet ist und bei dem stärkere Belastungen auftreten als beim Auslegungsstörfall.
    Genau...wenn die Leute sich damit mal ein wenig beschäftigt hätten und nicht nur den Schlaf der Seligen gehabt hätten.
    Dieser Begriff ist soooo lange schon in Gebrauch.
    Mindestens seit Tbyl.
    In der fiktiven Doku Todeszone vom hr von 1991 genauso.
    (Ging um einen Super-Gau in Biblis).
  3. #92

    Messfehler durch Arbeiter

    Leute ...
    Diese Arbeiter, die seit Wochen dort völlig ausgebrannt, übermüdet und teilweise verstrahlt ausharren, nehmen die Messungen vor. Auch Tepco ist auf diese Leute angewiesen.
    Und wenn die sich beim Ablesen der Geräte mal um den Faktor 1000 vertun (Milli statt Mikro), weil vielleicht das Gerät ein anderes Modell ist oder die Hand gezittert hat, dann nehmen die u. U. offenbar sogar schlagartig reiß aus, weil man sich dann dort nur Sekunden bzw. Minuten aufhalten darf.

    Und Grundwasser ist ja auch nicht gerade einfach zu messen. Da kann man auch wirklich leicht falsch messen.
    Wenn Tepco jeden Messwert nicht sofort veröffentlichen würde, sondern erst eine Bestätigung abwartet, dann hieße es, die würden was verheimlichen.

    Wenn Tepco aber jeden Messwert sofort veröffentlicht, spricht man von "Schlamperei", wenn die sich mitunter korrigieren müssen.

    Ich kann da Tepco - in diesem Fall - keine großen Vorwürfe machen.
    Greenpeace hat die Messwerte in der 30 km-Zone auch als richtig bestätigt.

    Vielleicht wäre es hilfreich, nicht jedes Messergebnis sofort als Sensation in den Live-Ticker zu schreiben. ;-)
  4. #93

    ===

    Zitat von Themostikles Beitrag anzeigen
    Sie haben noch den hier vergessen:

    http://www.youtube.com/watch?v=w2fUe...eature=related
  5. #94

    kurz und knapp

    Zitat von warum_nur Beitrag anzeigen
    Danke!

    Lalito, was ich aber auch nicht ganz verstehe, wie sieht es mit Wasser aus?
    In Leverkusen heißt es "Kanal 2000" und in Fukushima Keller.
  6. #95

    wirklich?

    Zitat von Seifen Beitrag anzeigen
    gefährlich? Natürlich ist sie gefährlich. Aber die großflächige "Verseuchung" der erde durch die Gefahr des Straßenverkehrs ist für die Menschheit von viel größerem Einfluß. Allein in Deutschland sterben im Schnitt mehr als 5000 Menschen/a und zig tausende werden für den Rest des Lebens geschädigt.
    Dann legen Sie doch bitte den selben Zeitmassstab an.
    Wieviele Tote und/oder Verletze gibt es in der Mikrosekunde, da ein KFZ mit seinem (im Wortsinn) hervorragendsten Teil gegen ein Hinderniss stösst?

    Genau, keine!
    Keine Toten, ja nichtmal Verletzte.
    Wenn sie den ganzen Zeitablauf eines Autounfalls betrachten, bis hin zum völligen Stillstand des KFZ,
    dann schauen sie in Sachen Atomkraft bitte auch ein wenig weiter in die Zukunft.

    Ihnen ist offenbar nicht bewusst, dass wenn die Neandertaler schon über Atomkraft verfügt hätten,
    würden wir heute noch unseren "Spass" mit dem Dreck haben.
  7. #96

    ###

    Zitat von caheid Beitrag anzeigen
    Sie finden es also nicht ein bisschen bescheuert, dass bei Ghaddafi unomaessig eingegriffen wird, bloss weil der ein bisschen das eigene Volk maltraetiert, aber im Falle der Japanesen, die mal schnell so nebenbei nicht nur ihren eigenen Lebensraum aufs Spiel setzen, da gibts dann keine internationale Behoerde die nach dem rechten schaut? Ist die Menschheit wirklich so bloede, Verfahren die unser aller Dasein beenden koennen international unkontrolliert laufen zu lassen? Offensichtlich schon!
    Ob ich sie nun im Einzelnen gut finde oder nicht: Japan ist ein souveräner Rechtsstaat mit demokratisch gewählter Regierung, genau wie wir. Wenn sie in Japan "einmarschieren" wollen müssen sie ihnen schon den Krieg erklären.
  8. #97

    .

    Zitat von Seifen Beitrag anzeigen
    gefährlich? Natürlich ist sie gefährlich. Aber die großflächige "Verseuchung" der erde durch die Gefahr des Straßenverkehrs ist für die Menschheit von viel größerem Einfluß. Allein in Deutschland sterben im Schnitt mehr als 5000 Menschen/a und zig tausende werden für den Rest des Lebens geschädigt.
    (...)

    Stimmt, während ich eine 18,1 %ige Chance habe, im Verkehr zu sterben, habe ich nur eine ca. 14 %ige Chance, daß irgendwo in Deutschland innerhalb der nächsten 50 Jahre ein AKW hochgeht.

    Aber so wie im Straßenverkehr danach gestrebt wird, besondere Gefahren zu beseitigen, in dem z.B. die PKW so baut, daß Fußgänger bei einem Unfall weniger schwer verletzt werden.
  9. #98

    EU Strahlenexperte

    behauptet Fukushima sein bereits 7 mal schädlicher von der Verstrahlung her als Tschernobyl es war.

    Er zeigt auch das die Krebsraten nach Tschernobyl bis zu 1 Millionen Menschenleben gekostet hatten und die Strahlungskontamination Level wo Werte als unbedenklich angesehen werden, schon lange ausreichen um Tumore zu erzeugen.

    http://www.rense.com/general93/decon.htm
  10. #99

    kein lerneffekt

    Diese Energie ist nicht zu bezwingen. Sie bezwingt.
    Trotz Harrisburgh, trotz Tchernobyl, trotz Japan halten Konzerne daran fest allein und einzig um noch mehr "Gewinn" zu erreichen. Welchen Gewinn? Die Schäden in diesem Ausmasse treten ca. alle 20 Jahre auf, müssten den Gewinn also schmälern, derart dass ein Verlust daraus werden müsste, wirds aber nicht weil die Stromkonzerne lediglich in der Haftpflichthöhe haften, die widerum lächerlich nichtig klein ist.
    Die Entwicklung, der Bau, die Endlagerung wird zum grössten Teil von den Bürgern, durch Subventionen und Garantien und Verträge (nachteilhaft für den Bürger) getragen.

    Hier, passiert zur Zeit Unglaubliches, Merkel, Mappus und Co. vor kurzem die Verlängerung hoplahop durchgebracht, ohne Rücksicht auf irgendwas, jetzt die Umkehr, gar der Lindner der propaganda Minister der FDP, der Wendehals, der gescheiteter Unternehmer, der der sonst gerne auf Faule herzieht, will abschalten. Vor Lauter von Saulus zu Paulus, gehe ich schon ganz verblendet hier durch die Strassen.

    Die Umstellung soll dann aber auch mehr kosten, obwohl die Konzerne wirklcih satte Gewinne in den letzten 40 Jahren eingefahren haben, stets auch von uns durch Steuern, Abgaben, etc bezahlt. Und am Anfang in den 80iger wurde die Erneuerbare Energie seitens der Konzerne eher vernachlässigt um die KOnzentration auf Atom zu richten. Auch von der Politik.
    Unverständlich, die RWE mit Klage, aus Aktienrechtlichen Gründen, jaja. Die Aktie ist wichtiger als die Erde, als die Menschen die darauf leben.
    Energie gehört schlicht und einfach dem Volk und müsste daher auch ohne Profit zur Verfügung stehen. Allein für Weiterentwicklung und Rücklagen sollte der sog. Gewinn dann abfallen und nicht damit die Manager und Konsorten sich die Taschen und Villen vollstopfen.
    Klingt nach Sozialismus. Nun, egal, ist ja auch so. Beim GAU wird sozialismus wieder gefragt, denn nicht die Betreiber würden dafür aufkommen, sondern wir. Außerdem leben wir eh in einer Welt, wo der Gewinn liberalisiert und der Verlust sozialisiert. Warum nicht andersrum?








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