Atomkatastrophe Fukushima: Japan muss gewaltige Bodenmengen entsorgen

Die radioaktive Wolke von Fukushima verseuchte ein Gebiet von rund 2400 Quadratkilometern. Jetzt steht Japan vor der ungeheuren Aufgabe, diese Gebiete zu dekontaminieren. Eine neue Simulation zeigt: Die Menge an radioaktiven Müll, die dabei zusammenkäme, wäre*kaum zu bewältigen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...788831,00.html
  1. #1

    So etwas kann sich nur ein reiches Land leisten

    So etwas kann sich nur ein reiches Land leisten. Und da schliesst sich der Kreis wieder!
    Ohne die 50 Kernkraftwerke wäre Japan eben auch nicht so reich.

    Wobei man nicht übersehen darf, das Japan auch die anderen Folgen des Tsunamis beseitigen muss. Und auch das könnte sich ein armes Japan nicht leisten.

    So viel Erdreich das sein mag, es ist kein Argument für einen Atomausstieg. Aufs Ganze gerechnet hat sich die Kernenergie für Japan immer noch gelohnt.

    Im übrigen würde es mich nicht wundern wenn die Japaner am Ende eine bessere Lösung finden.
  2. #2

    .

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    So etwas kann sich nur ein reiches Land leisten. Und da schliesst sich der Kreis wieder!
    Ohne die 50 Kernkraftwerke wäre Japan eben auch nicht so reich.
    Nun ja, nehmen wir mal an, es wäre tatsächlich nicht "so" reich ohne AKWs. Wie reich wäre es denn dann? Wohl kaum auf dem Niveau eines Entwicklungslandes, sondern auch dann eines der reichsten Länder der Welt.

    So viel Erdreich das sein mag, es ist kein Argument für einen Atomausstieg. Aufs Ganze gerechnet hat sich die Kernenergie für Japan immer noch gelohnt.
    Also wäre die Beseitung des Erdreichs zusammen mit all den anderen Kosten durchaus ein Argument gegen Atomkraft.
  3. #3

    Ob das ein Argument ist

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    ...So viel Erdreich das sein mag, es ist kein Argument für einen Atomausstieg. Aufs Ganze gerechnet hat sich die Kernenergie für Japan immer noch gelohnt...
    Das fragen Sie doch bitte mal die ehemaligen Bewohner der mind. 2500 zu dekontaminierenden Quadratkilometer. Schätze mal, für die hat es sich nicht so sehr 'gelohnt'.
  4. #4

    Ja richtig

    aber erst mal muß ja wohl die Strahlenqelle versiegelt werden.
  5. #5

    Allein...

    die Formulierung "müssen nun entsorgt werden" ist schon irreführend und verharmlosend!
  6. #6

    milchmädchen

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    So etwas kann sich nur ein reiches Land leisten. Und da schliesst sich der Kreis wieder!
    Ohne die 50 Kernkraftwerke wäre Japan eben auch nicht so reich.
    Und?
    Sie hätten aber eben auch nicht dieses Problem.
    Erinnert mich an den Spruch, dass Computer dazu da sind, Probleme zu lösen die man ohne sie nicht hätte.
  7. #7

    Ich kaufe die Erde

    und lager die erst mal zwischen.
    vorsicht ironie
  8. #8

    -

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    So etwas kann sich nur ein reiches Land leisten. Und da schliesst sich der Kreis wieder!...
    Genau. Und deshalb ist Frankreich (80% Atomstrom!) das reichste Land der Welt. Genau.

    Die Japaner stehen nun vor den Herausforderungen, die wir ebenfalls im Falle eines superGAUs zu meistern hätten. Also wohin mit dem giftigen Dreck? Bleibt wohl nur ne Deponie und warten...
    Wobei, wir hätten mit weit aus mehr Problemen zu kämpfen - uns fehlt der Pazifik, der ja den meisten Dreck geschluckt hat (Japan, in dem Fall Tokio, wurde mal wieder von einem "göttlichen Wind (1274)" gerettet.
  9. #9

    Landabtragung in großem Stil

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    So etwas kann sich nur ein reiches Land leisten. Und da schliesst sich der Kreis wieder!
    A propos "Kreis": Ich habe mal den Radius der Halbkreisfläche ausgerechnet, die landseitig abgetragen werden muss (oder auch "was besseres"): 40km. Das entspricht - wenn man Iiate und Kawamata bedenkt - in etwa der Evakuierungszone... wie zu erwarten war. Und wenn die schon extrem knapp bemessen ist (wie immer wieder in verschiedenen Quellen berichtet wird) dann ist es die abzutragende Fläche vermutlich auch.

    Davon abgesehen: die werden viele Bagger brauchen... produziert Deutschland nicht sowas? Falls ja, dann wäre das doch mal ein Industrie-Export, der moralisch 100% in Ordnung wäre. Nur dass in Japan keiner die Bagger wird bezahlen können bzw. bezahlen wollen. Die, die genug Geld haben, wollens nicht für olle Bagger rausrücken, die nach der Aktion selbst radioaktiver Sondermüll sind... und die, die kein Geld haben brauchen dringend die Bagger, um die Menschen vor radioaktiver Dauerbelastung zu schützen... dumm gelaufen. :-|

    So viel Erdreich das sein mag, es ist kein Argument für einen Atomausstieg.
    Was wäre denn eines?

    Aufs Ganze gerechnet hat sich die Kernenergie für Japan immer noch gelohnt.
    Na... die Rechnung möchte ich gerne einmal sehen. -.-

    Im übrigen würde es mich nicht wundern wenn die Japaner am Ende eine bessere Lösung finden.
    Es gibt nur zwei: Entweder a) Abtragen und als einen RIESEN-Haufen radioaktiven Sondermüll behandeln oder b) transmutieren, also die instabilen mittelschweren Atomkerne kleinzubröseln. In Klebefolie einwickeln kann man die Atomkerne nicht. Und über die Hindernisse auf dem Weg zur großmaßstäblichen Transmutation berät sie unter obigem Link (nach einer süffisanten und herablassenden Einleitung) eine große deutsche Tageszeitung.