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Atombeschluss: Grüne und Linke bemäkeln Merkels Ausstiegsplan
Zu langfristig, zu vage,*zu*viele Hintertürchen*- die Opposition kritisiert die Pläne der Koalition zum Atomausstieg. Die Grünen stören sich besonders an der geplanten Notreserve. Für die Linke kommt die endgültige Abschaltung im Jahr 2022 zu spät.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...765741,00.html
- #20 30.05.2011 16:34 von
Nein danke.
Ich finde es eine Schande, dass sich das "Land der Dichter und Denker" überhaupt von Atom-Lobbyisten einlullen ließ.
Für eine Technologie, die jede Form des Lebens mit Füßen tritt, sollte es in Deutschland keinen Platz geben.
Lars Schneider - #21 30.05.2011 16:38 von
Ökostrom
Bei den ganzen Meldungen klappt mir immer wieder der Unterkiefer herunter . Man schaltet am liebsten alle AKWs ab und ersetzt sie durch Ökostrom .Das kriegen wir in den 10 Jahren villeicht hin . Aber bestimmt nicht ohne Speicherwerke .Jeder der mit offenen Augen durch die Lande fährt wird feststellen müssen das der Ökostrom nur mit ca. 4-facher Überkapazität den bösen Strom ersetzen kann. In einem Land wo man nach 12 Jahren Planung nicht einmal einen Bahnhof bauen kann ist die Landschaftliche Umgestaltung durch Pumpspeicherwerke eine schöne Illusion.
- #22 30.05.2011 16:45 von
- #23 30.05.2011 16:46 von
Form des Lebens
@barrtioz:
" ... eine Technologie, die jede Form des Lebens mit Füßen tritt, ..."
Vielleicht sollte man sich grundlegend informieren bevor solche Aussagen getroffen werden. Radioaktivität ist etwas Natürliches. Sie findet jeder Zeit in uns und um uns statt! Ohne Radioaktivität könnte kein Mensch leben.
Gleichzeitig empfinde ich solche Aussagen gegenüber denjenigen, die für diese Technologie arbeiten um die Energieversorgung in Deutschland zu sichern als absolut unverschämt! Jeder Mensch hat ein natürliches Interesse für sich und seine Familie für Sicherheit zu sorgen und keinesfalls das Leben mit Füßen zu treten!
Ein perfektes Beispiel für unaufgeklärte Panik und Angstmache.
Vielen Dank für Ihren Beitrag. - #24 30.05.2011 16:47 von
re
Die "Dichter und Denker" gefallen sich momentan noch sehr dabei, sich (u. a.) von einem Haufen selbstverliebter Möchtegern-Ökos und einer marxistischen Partei einlullen zu lassen. Welcher Atom-Lobbyist sollte da noch mithalten können - und wie?
Es geht hier gar nicht um die Atomwaffenarsenale in Deutschland, welche die US-Amerikaner planen, auf den "Stand der Zeit" zu hieven. Es geht um Kernkraft zum Zwecke der Stromversorgung, auf die wir alle angewiesen sind, bzw. um den "Ausstieg" aus dieser, der jetzt plötzlich einer nackten Selbstverständlichkeit entspreche - schließlich sind unsere Kernkraftwerke eine existenzielle Gefahr für die Nation, was sie vor einem Jahr.. so.. wohl noch nicht gewesen seien. Hört man..Für eine Technologie, die jede Form des Lebens mit Füßen tritt, sollte es in Deutschland keinen Platz geben. - #25 30.05.2011 16:50 von
- #26 30.05.2011 16:51 von
...
Die Linken fordern einerseits einen schnelleren Ausstieg, wissen aber andererseits nicht wie das bezahlt werden soll. Kognitive Dissonanz würde ich mal sagen.
Aber immerhin besser als bei den Grünen, da werden derartige Themen erst gar nicht angeschnitten. Geld ist halt einfach da. - #27 30.05.2011 16:53 von
Schlappe Opposition
Es ist im Grunde genommen längst nicht mehr der Kommentierung wert, was die rot-grün-knallrote Opposition da an "Stellungnahmen" absondert.
Da fällt es auch nicht mehr ins Gewicht, wie die Linkspartei (ex PDS ex SED) ungeniert via Enteignung in aller Öffentlichkeit den Traum der DDR 2.0 träumt.
Vielmehr wird immer deutlicher, daß man auf dem linken Flügel (und ebenso auf dem radikalen Rand dieses Flügels) nicht an sachlicher Debatte interessiert ist, welche den Bürgern dienen könnte - auch dort wird auf dem Altar parteipolitischen Gesülzes der mögliche Nutzen geopfert.
Der Konsens, welcher für die breite gesellschaftliche Akzeptanz der neuen Marschrichtung so wichtig gewesen wäre, haben Trittin, Gabriel und Parteigenossen für ein feistes Grinsen in die Kameras weggeworfen.
Der Wahlkampf ist omnipräsent, er paralysiert jedes Polithirn. Unausweichlich.
Wenn es den Sozis und Grünen nach ginge, fielen wir zurück in das Postkutschen-Zeitalter. Hauptsache, man war "anti" und ist "ausgestiegen".
Die Regierung ist sicher nicht die beste; die Opposition hingegen ist mit Abstand die schlechteste, die wir je hatten. - #28 30.05.2011 17:01 von
Planlos
Ich kann die Kritik der Grünen durchaus verstehen, denn:
- Der jetzt beschlossene Ausstieg aus dem Ausstieg beinhaltet das mehrere Gigawatt Atomstrom quasi bis mindestens 31.12.2011 am Netz bleiben sollen, um dann zum 01.01.2022 auf einen Schlag durch sonstige Stromquellen aubgelösst zu werden. Ich frage mich, wie man dies privatwirtschaftlich lösen möchte? Denn eine Verordnung im Sinne von: 'Baut mal jetzt Kraftwerke, sodass die zum Endtermin angeschaltet werden können' ist wohl kaum realisierbar.
- Frau Merkel definiert einen Austiegstermin, kappt aber gleichzeitig die Förderung erneuerbarer Energien, sodass kein echter Anreiz für Unternehmer geschaffen wird, neue Energieversorgungsstrukturen aufzubauen - was im Bau neuer Grosskraftwerke in den Händen der bisherigen Atomkonzerne resultieren dürfte, anstatt dass der Systemwechsel auch zu einer Öffnung des Marktes und somit einem Innovationsschub im Bereich erneuerbare Energien führt. Für einen Vertreter einer Partei, die sich die Wirtschaftsförderung auf die Fahne geschrieben hat ist das ein ziemliches Armutszeugnis.
Auf mich wirkt Merkels Verhalten wie das eines Ertrinkenden, der sich planlos am Strohhalm des Atomausstiegs festhält, um wieder auf dem sicheren Boden der Macht (und der Meinungsumfragen-Mehrheit) Fuss zu fassen. Ein Trauerspiel, das hoffentlich bald sein Ende findet. - #29 30.05.2011 17:03 von
Neid
Haha, die Grünen sind doch nur neidisch, dass ihr eigener Ausstieg eine lahme Ente war und jetzt ausgerechnet auch noch die Konservativen das machen, was die Grünen kräftig vergeigt haben.
Zu glauben, dass die Atomindustrie freiwillig ihre Gelddruckreaktoren abschaltet, so naiv konnten auch nur die grünen Träumer sein.
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