DPARWE leidet unter dem Atomausstieg und einem schwächelnden Gasgeschäft: Im ersten Quartal 2012 machte Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern netto rund 1,3 Milliarden Euro Gewinn - 28 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832367,00.html
Bei Gazprom beissen die Deutschen Energieversorger auf Granit, die Russen wissen genau dass die Deutsche "Energiewende" nicht ohne massiven Gasbedarf zu stemmen ist, und sie jeden Preis durchdrücken können, die Gewinne schrumpfen und der Einstieg in das "Ökostromgeschäft" steht bevor.
Fazit: Der Deutsche Stromkunde wird sich noch wundern was da auf ihn zu kommt....
Um Himmels Willen.... nur 1,3 Milliarden GEWINN? Also NACH Abzug von Steuern, etc.?
Ja, dann müsste der Staat (also der Steuerzahler) dieses notleidende Unternehmen sofort retten!
Vlt sollten die Angestellen und Arbeiter von RWE auf etwas Gehalt verzichten?
Oder noch besser: Energiepreise erhöhen! Ist doch ein Spitzenanlass dafür!
Irgendwann im Laufe des Threads war ja zu erwarten, dass irgendein Lieschen Müller die Mitforisten meint mit ökonomischer Ignoranz belustigen zu müssen. Aber gleich das dritte Posting.
Also dann mal in Sendung-mit-der-Maus-Pädagogik:
1,3 Mrd. Euro sind viel Geld. Selbst wenn deus-Lo-vult, Lieschen Müller und ich uns das Geld teilen müssten, hätten wir ausgesorgt und müssten nie wieder arbeiten gehen. Das Unternehmen RWE gehört aber nicht uns dreien, sondern ist eine Aktiengesellschaft. Aktien haben ist wie Geld auf dem Sparbuch haben, nur nicht so sicher. Manchmal gibt es mehr Zinsen (das heißt dann aber Dividenden), manchmal aber sinkt der Kontostand. RWE hat also viele, viele, viele Eigentümer. Mehr noch als Lady Gaga Freude bei Facebook hat. So viele!
Und ganz viele von diesen Eigentümern sind übrigens Kommunen im Ruhrgebiet. Die brauchen die Dividenden (also die Zinsen, die es auf Aktien gibt), um ihre kommunalen Ausgaben zu bedienen. Den Kindergarten, die Altentagesstätte oder das städtische Freibad. Denn wir wollen ja alle im Sommer schwimmen gehen oder? Und die Oma soll auch gut versorgt werden.
Seht ihr, liebe Kinder, deshalb dürft ihr euch nicht immer von den linken Lehrern in der Schule erzählen lassen, dass Unternehmen ganz, ganz böse sind und nichts für die Menschen tun.
Der Herr Grossmann spricht großsprecherisch von "Preisrevisionen". Die Preise in den schlecht verhandelten Gasverträgen werden von ihm "revidiert". Die Semantik unterstellt Souveränität in den Verhandlungen. Und genau diese Souveränität gibt es natürlich nicht. Wer nachverhandeln will, muß Federn lassen. Ansonsten heißt es: "pacta sunt servanda". Und das eine wie das andere wird teuer.
Ein gutes Beispiel, wie Vorstandsvorsitzende von Konzernen ihren Aktionären mit semantischen Nebelkerzen die Sicht auf die Wirklichkeit nehmen. Denn natürlich ist der Atomausstieg, der in dem betreffenden Bilanzzeitraum noch kaum stattgefunden hat, nicht der Grund für den Gewinneinbruch. Der Grund ist einfaches taktisches Versagen beim Abschluß langfristiger Verträge. Die Grossmannssucht des Herrn Grossmann ist der eigentliche Grund.
Der Lackmustest: würden wir von einem Herrn Grossmann einen Gebrauchtwagen kaufen? Wohl kaum.
Danke, Pappi!
Und was haben wir dummen (linken) Kinderlein jetzt gelernt?
Ganz schön bescheuert, wenn kommunale Schatzmeister meinen, Steuergeld auf den Aktienmärkten zu verbrennen. Und das erst recht, wenn man sich dadurch in Abhängigkeit von der Performance einer großmännischen Niete in Nadelstreifen begibt.
Die Sendung mit der Maus war schon immer recht lehrreich.
vielen Dank für die schlaue Frage von Cemi. Dazu müssst ihr wissen: viele Städte und Gemeinden sind schon gaaaaaaaanz lange Aktionäre bei RWE, manche noch länger als Euer Uropa alt ist. Und noch viel, viel länger als der Großmann (der eine Niete ist, richtig erkannt!) bei denen Chef ist.
Und natürlich hat Cemi recht: am besten hätten die Oberbürgermeister die Aktien verkaufen sollen, als die noch richtig viel Geld wert waren. So hat das zum Beispiel der Bürgermeister von der großen Stadt Düsseldorf gemacht. Aber die Bürgermeister haben die Aktien immer gerne behalten. Auf dem Wege konnten manche von Ihnen in den Aufsichtsräten mitmachen. Aufsichtsratssitzungen müsst ihr euch vorstellen wie Elternabend in der Schule -- nur dass da alle Anzug tragen und es nachher immer ganz lecker zu essen gibt. Und da wollten die Bürgermeister immer gerne mit am Tisch sitzen. Und manche von denen haben, wenn sie nicht mehr Bürgermeister sein konnten, auch einen Posten als Chef bei einem kleineren Unternehmen im RWE-Konzern bekommen (RWE sind eigentlich ganz viele Unternehmen, und in den kleinen Unternehmen, die RWE gehören, können auch Leute, die wenig wissen, viel Geld verdienen).
ich habe da eine Frage:
Das Taschengeld (Dividendenrendite RWE 2008-2010) unseres Bürgermeisters war in den vergangenen Jahren sehr hoch und er hat damit immer unser Freibad geheizt und das Wasser war immer schön warm. Leider hat er vergessen, es abundzu ein bißchen zu reparieren.
Jetzt ist es geschlossen und ich kann gar nicht mehr zum Schwimmen gehen.
Davor, sagt meine ältere Schwester, war es immer ganz toll in Ordnung, obwohl das Taschengeld damals ganz wenig war. Meinst Du unser Bürgermeister hat vielleicht seinen Geldbeutel verloren?
RWE Dividende 2012, 2011, 2010, ... @ GOYAX - Dividendenrendite, Dividendenzahlung & GpA