Atomausstieg: Energieriesen fordern 15 Milliarden Schadensersatz

Getty ImagesDer Atomausstieg zieht einen gewaltigen Rechtsstreit nach sich: Deutschlands Energiekonzerne fühlen sich enteignet - und fordern eine Entschädigung von der Bundesregierung. Laut einem Zeitungsbericht geht es um 15 Milliarden Euro.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...838527,00.html
  1. #100

    Zitat von dummermensch Beitrag anzeigen
    Hat denn schon jemand mal gefragt, wer für die Lagerung und Entsorgung des Atommülls in den zigtausend Jahren zahlt?
    Nö, warum auch?
    Keiner weiss, ob man den Atommüll überhaupt 'zig-tausend' Jahre lagern muss. Vielleicht ist er einmal richtig viel Geld wert.
    Wer weiss das schon.
    Die heutige Generation braucht das nicht zu belasten und zukünftige Generationen werden damit fertig werden.
  2. #101

    Zitat von strandtiger Beitrag anzeigen
    Als Deutschland nach Fukishima die sogenannte "Energiewende" gemerkelt ...
    Nein, Man hat die geschroederte und danach entmerkelte Wende nun endlich wieder beschlossen. Die Schmiergelder haben wohl nicht ganz ausgereicht so stur gegen den Willen der Buerger zu agieren.

    ... hat haben euphorisierte grüne Massen und bierselige Autonome ...
    Und ab hier wird das Posting so primitiv und verlogen wie hoffentlich sein Autor nicht immer sein wird.

    Sicher und guenstig? In Frankreich? In England? Haben die andere Atome als wir in Deutschland? Leben die in einer anderen Zeitlininie als wir in Deutschland, in der der Restmuell weniger als ein paar Jahrzehntausende strahlt und der Beton ebenso lange stabil bleibt?
  3. #102

    So kopflos und populistisch, wie die ganze Prozedur von Merkel gemanagt wurde: zuerst der Ausstieg aus dem von rot-grün beschlossenen Ausstieg, danach der Wiedereinstieg in den Ausstieg, war vornherein zu erwarten, dass das nicht folgendlos ist. Schadenersatzforderungen wurden von den Energiekonzernen auch von Anfang an angekündigt.
    Immerhin wurde Merkels Regierung bei ihrem eigenen Wiederausstieg gegenüber den Konzernen vertragsbrüchig, was natürlich Folgen hat.
  4. #103

    Sicher?

    Zitat von smerfs Beitrag anzeigen
    Die atomenergie war und ist eine der sichersten energieerzeugung in deutschland
    So einen Schmarrn liest man selten.

    Kannst du eigentlich lesen? Kannst du rechnen? Warum finden die AKW-Betreiber keine Versicherung fuer ihre Muellhalden von AKWs wenn die so sicher sind? Auf dem Parkplatz vor jedem AKW steht ein hoeherer Versicherungswert als hinter dem Zaun.

    Dann kommen wir zu den Kosten. Haette es wie heute ein EEG ein AEG gegeben (Atomenergieeinspeisungsgesetz) mit Hilfe dessen der Verbraucher die EnNtwicklung und die lernkurve bezahlt haette, waere der AKW-Strompreis mit Versicherung und Endlagerung heute bei weit ueber 2 EUR/kWh.

    ich kann mich nicht an einen gau oder anderen ernsten unfall in diesem unseren land erinnern
    Ich zahle auch eine Haftpflichtversicherung fuer mein Auto, ohne dass ich sie jemals gebraucht haette. Ich muss auch mein altes Auto auf meine Kosten entsorgen. Ich muss die Entwicklung des von mir gefahrenen Autos ueber den Kaufpreis selbst finanzieren.

    muss er auch mal wieder für die fehler seiner volksvertreter haften.
    Der einzige richtige Satz in deinem Posting. Wer hat denn die von den AKW-Betreibern unterschiebene Wende unter Rot/Gruen wieder umgekehrt? Scheinbar haben die Schmiergelder an Schwarz/Gelb nicht ausgereicht um was die Atomkraft anbelangt weiter gegen den Willen der Buerger zu entscheiden.
  5. #104

    Das lustige ist ja, dass

    EnBW keine Klage eingereicht hat, obwohl der Vorstand dazu verpflichtet wäre, um nicht in die Haftung zu kommen.
    Dafür verklagt BW aber sinnloserweise Herr Mappus, der auch kein Prophet war und Fukushima nicht veraussagen konnte.
  6. #105

    Zitat von makuzei Beitrag anzeigen
    manchmal richtet sich die böse realität nicht so ganz nach den
    wünschen der gutmenschen-

    so etwas war zu erwarten- die konzerne sind ohne eigenes verschulden plötzlich in einer lage,dass getätigte investitionen sinnlos waren-
    Was hat das nun wieder mit den "Gutmenschen" zu tun hat, ist wohl Ihr süßes Geheimnis. Frau Merkel ist den Konzernen gegenüber vertragsbrüchig geworden. Das hat sie bei ihrer populistischen, übereilten Aktion nach Fukushima verursacht, aber Hauptsache sie konnte vor ihrem Volk als die wahre Atomaussteigerin glänzen. Das ist einzig allein ein Fehler von Frau Merkel.

    Und welche getätigten Investitionen waren denn sinnlos? Das macht überhaupt keinen Sinn. Im Gegenteil: Wegen des neuen Ausstiegs müssten die Konzerne sich auf die alten AKW's verzichten, welche von Atomexperten "Gelddruckmaschinen" genannt werden. Sie müssen also nur vorzeitig auf Hunderte Milliarden e *extra* Profite verzichten, darum geht es. Investition durch Energiekonzerne *lach* werden ja wohl minimal sein. Mit solchen Forderngen werden Frau Merkel und FDP ihre Klientel doch nicht belästigen. :->>
  7. #106

    Sie fordern bei den Falschen

    Zitat von restauradores Beitrag anzeigen
    1. eine seit Jahrzehnten überfällige, sichere Zwischenlagerung
    Die ist gegeben.
    2. eine seit Jahrzehnten überfällige, sichere Endlagerung
    Erkundung und Erschließung ist laut Atomgesetz Aufgabe des Staates. Das haben auch die schwarzen Strolche verursacht.
    3. für 1. und 2. eine komplette Finanzierung ohne Steuergelder, ohne Strompreiserhöhung
    Das ist im Rahmen der Rechtssicherheit nicht mehr zu ändern.
    4. nachhaltigen Ausbau der Stromtrassen ohne Steuergelder
    5. nachhaltige Pflege und Wartung des Stromnetzes
    Dafür sind die Netzbetreiber zuständig. Aber denen muss "in den Arsch getreten" werden, oder die Netze müssen wieder verstaatlicht werden.
    6. faire und korrekte Strompreise
    Die Strompreise sind angemessen.
    7. keine "stillen" Preisabsprachen
    Sind in quasi Monopolgebieten gar nicht notwendig.
    8. Gewinnbeteiligung der Endverbraucher (Rückerstattung von Steuergelder/Subventionierung über 30 Jahre)
    Kaufen Sie Aktien der Unternehmen. Verlangen Sie von Ihrem Arbeitgeber, Vermieter und sonstigen Firmen auch Gewinnbeteiligungen?
    9. Beteiligung an Studien über erhöhtes Krebsaufkommen im Umfeld von AKWs
    Das ist sinnvoll, aber eine Studie allein ohne Konsequenz ist unnötig. Und bis die Studien erstellt und Konsequenzen gezogen würden, ist der Spuk der Kernkraft gegessen.
    10. Übernahme der Kosten und Entschädigung für erhöhtes Aufkommen von Gesundheitsschäden im Umfeld von AKWs
    Ja, aber da wird wie bei allen mehrdimensionalen Problemen die Eindeutigkeit schwer. Oder bekommt jeder rauchende Lungenkrebspatient eine Entschädigung von den Tabakunternehmen, die früher mit "rauchen ist gesund" geworben haben? Es gibt Grenzwerte und die wurden eingehalten. Damit liegt der schwarze Peter bei den die Genehmigung erteilenden Behörden.

    Nehmen Sie es mir nicht übel, aber Ihre Forderungen sind kindisch. Inhaltlich zwar sinnvoll, aber an den Falschen gerichtet.
  8. #107

    .......

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg zieht einen gewaltigen Rechtsstreit nach sich: Deutschlands Energiekonzerne fühlen sich enteignet - und fordern eine Entschädigung von der Bundesregierung. Laut einem Zeitungsbericht geht es um 15 Milliarden Euro.

    Atomausstieg: Energieriesen fordern 15 Milliarden Euro Schadensersatz - SPIEGEL ONLINE
    Richtig so! Und selbstverständlich werden sie diese Klagen auch gewinnen! Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat!

    Und wenn diese Klagen durch sind kommen noch die Klagen der Aktionäre hinzu denn durch die Kapitalvernichtung in den Konzernen sind entsprechend die Aktienvermögen reduziert worden die ebenfalls vom Verursacher zu tragen sind!

    Hinzu kommen für die öffentlichen Haushalte natürlich noch die fehlenden Steuereinnahmen wegen der erziehlten Verluste und deren Vorträge.....
  9. #108

    Selber Quatsch

    Zitat von Rodelkoenig Beitrag anzeigen
    Quatsch. In den 15 Monaten zwischen dem Abschaffen des rot-grünen Atomausstiegs, den die Versorger 10 Jahre zuvor sogar unterschrieben hatten, und dem Wiederausstieg durch Angela Schwarzseele sollen die Versorger Investitionen im Wert von 15 Milliarden getätigt haben? Und das glauben Sie wirklich?
    Sie haben die Klage nicht verstanden. Es geht nicht um die Entschädigung für Investitionen, sondern um entgangene künftige Erträge. Daran bemisst sich der Wert einer Anlage oder eines Unternehmens - und nicht daran, was man zuvor investiert hatte.
  10. #109

    Hat die Pferdefuhrwerk-Lobby

    damals nicht auch die Automobil-Hersteller auf entgangenen Gewinn verklagt? ;-)