Atom-Moratorium: Brüderle begründet AKW-Notstopp mit Wahlkampf

Angela Merkels Koalition muss wegen ihres AKW-Moratoriums heftige Kritik einstecken - nun auch das noch: Wirtschaftsminister Brüderle hat laut "Süddeutscher Zeitung" vor Spitzenmanagern*unverblümt eingeräumt: Schwarz-Gelb nimmt die*Meiler vor allem wegen der anstehenden Landtagswahlen vom Netz.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...752847,00.html
  1. #450

    .

    Zitat von Brand-Redner Beitrag anzeigen
    Schlimmer noch: Lt. Deutschlands beliebtestem Universalgelehrten Th.S. wird Intelligenz vererbt, verbleibt quasi in den ewig gleichen Familien. Dies hat zuletzt das vornehme Geschlecht derer zu Guttenberg eindrucksvoll untermauert, indem einer der ihren zum populärsten Alleskönner des Universums, gleich nach Arnie Schwarzenegger, avancierte.

    Scherz beiseite: Ich gebe Ihnen recht, weiß das aber schon lange:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...680956,00.html
    Sarrazin hat eine Professur in Wirtschaftsgeschichte -
    Arnie immerhin einen Bacherlor of Arts in internationaler Wirtschaftslehre.

    Und was haben Sie - geerbt?
  2. #451

    Maulhurerei durch Atom-Brüderle

    Die FDP besaß einmal mit Thomas Dehler, Karl-Hermann Flach, Hans-Dietrich Genscher u.a. außergewöhnliche Politiker für Deutschland.
    Derzeit kann man die Politiker-Riege der Mövenpick-FDP nur noch als Luschen-Politiker bezeichnen:
    Brüderle sollte besser als Privatier seine Weinkenntnisse vervollkommnen,
    Frau Westerwelle als ehemalige Besucherin im Dschungelcamp des Fäkalien-RTL mag ihren Enddarm-Neigungen frönen, Niebel wollte vor der Bundestagswahl sein eigenes Ministerium abschaffen, Rösler als Pharma-Lobbyist ist sich seinen Abhängigkeiten treu geblieben und bei der schrecklichen, schwäbisch-breitmauligen Frau Homburger muss ich mich umgangssprachlich disziplinieren.
    Weiter so FDP, die konkurrierenden Parteien werden dankbar sein bei der Selbstabschaffung.
  3. #452

    BASF-Chef warnt vor Atomausstieg

    Zitat von Satiro Beitrag anzeigen
    Jeder, dem die infolge der japanischen Katastrophe ohnehin schon lächerliche schrille und kaum noch zu ertragende hysterische und typisch deutsche Angst vor allem, was er nicht versteht und wovon er keine Ahnung hat - und davon sind leider trotz Internet immer mehr Mitbürger betroffen – zu viel wird und erkannt hat, dass es völlig unrealistisch ist, von heute auf morgen die deutschen KKWs tatsächlich abzuschalten, wird sicherlich auch wissen, welche Folgen es für dieses Land für Folgen hätte, wenn statt dem Brüderle Leute vom Schlage von Özdemir oder der Claudia Roth an die Schalthebel der Macht kämen.
    >>>Wir können doch nicht einfach aussteigen und uns den Strom aus dem Ausland holen, der dort mit Kernkraft erzeugt wird und uns dabei wohlfühlen', sagte er im Gespräch mit der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (Samstagsausgabe). Wenn Deutschland sehr schnell seine Energieversorgung umstelle, führe das zur Deindustrialisierung des Landes. Gleich hinter der Grenze stehen französische Kernkraftwerke, und die werden nicht abgeschaltet. Wir brauchen verlässliche und bezahlbare Energie, um im harten globalen Wettbewerb zu bestehen
    Nach Einschätzung des BASF-Chefs reagieren die Deutschen zu emotional auf den Atom-Unfall im japanischen Fukushima. In Frankreich, Großbritannien, den Vereinigten Staaten, aber auch in China gebe es diese starke Emotionalisierung nicht. Dort fragt man sich vor allem, was man aus dieser Krise lernen muss.' Das Moratorium der Bundesregierung sei dennoch richtig. Wir würden bei der BASF unsere Anlagen ebenfalls genau überprüfen und entsprechende Konsequenzen ziehen, wenn es bei einem Wettbewerber zu einem gefährlichen Unfall bei einer vergleichbaren Anlage käme', sagte Hambrecht<<<

    Recht hat er!
    Freue mich, dass es in diesem Lande doch noch Leute gibt, welche zwischen den Brillenhaltern kein Vakuuum haben ...........
  4. #453

    Realsatire?

    Zitat von Satiro Beitrag anzeigen
    >>>Wir können doch nicht einfach aussteigen und uns den Strom aus dem Ausland holen, der dort mit Kernkraft erzeugt wird und uns dabei wohlfühlen', sagte er im Gespräch mit der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (Samstagsausgabe). Wenn Deutschland sehr schnell seine Energieversorgung umstelle, führe das zur Deindustrialisierung des Landes. Gleich hinter der Grenze stehen französische Kernkraftwerke, und die werden nicht abgeschaltet. Wir brauchen verlässliche und bezahlbare Energie, um im harten globalen Wettbewerb zu bestehen
    Nach Einschätzung des BASF-Chefs reagieren die Deutschen zu emotional auf den Atom-Unfall im japanischen Fukushima. In Frankreich, Großbritannien, den Vereinigten Staaten, aber auch in China gebe es diese starke Emotionalisierung nicht. Dort fragt man sich vor allem, was man aus dieser Krise lernen muss.' Das Moratorium der Bundesregierung sei dennoch richtig. Wir würden bei der BASF unsere Anlagen ebenfalls genau überprüfen und entsprechende Konsequenzen ziehen, wenn es bei einem Wettbewerber zu einem gefährlichen Unfall bei einer vergleichbaren Anlage käme', sagte Hambrecht<<<

    Recht hat er!
    Freue mich, dass es in diesem Lande doch noch Leute gibt, welche zwischen den Brillenhaltern kein Vakuuum haben ...........
    Ist Ihnen eigentlich schon aufgefallen, dass Sie immer noch Strom haben? Obwohl acht Meiler vom Netz sind. Noch vor ein paar Monaten haben die Wirtschaftsbosse geschworen, in dem Fall ginge bei uns allen das Licht aus. Und der Strom würde viel teurer.

    Zudem hat die EU heute einen EU-weiten Stresstest für alle AKW angekündigt. Mal sehen, wie viele der Meiler in Frankreich noch am Netz bleiben dürfen...
  5. #454

    Wie denkt ein Prominenter in Stuttgart über Brüderle und Mappus?

    Wie denkt der aus ARD und SWR bekannte Sternekoch Vincent Klink über die gewendete Atompolitik?

    "In Deutschland haben die Politiker um Frau Merkel, Herrn Mappus und Herrn Brüderle immer die totale Sicherheit der Reaktoren besungen. Jetzt plötzlich wird abgeschaltet. War das mit der Sicherheit die letzten Jahre alles glatt gelogen? Ich sag’s wie es ist: nicht nur gelogen, sondern das auch noch wegen niederer Beweggründe, wegen Mammon, Gier und Profit".
    http://www.wielandshoehe.de/html/marz3.html
  6. #455

    Sarrazin hat eine Ehrenprofessur !

    Zitat von Bauer_Lindemann Beitrag anzeigen
    Sarrazin hat eine Professur in Wirtschaftsgeschichte -
    Arnie immerhin einen Bacherlor of Arts in internationaler Wirtschaftslehre.

    Und was haben Sie - geerbt?
    Der erste Titel ist eine Ehrenprofessur, so eine hat auch Herr Kohl erhalten plus fünfzig andere irrelevante Titel. Sagt nichts über ihn als "Wissenschaftler" aus. Der hat allenfalls eine Bankenlehre geschafft, sonst nichts. Hören sie auf diese Witzfigur von einem "Nichts-Wissenschaftlichen" Autoren aufzubauschen. Schon seine Thesen sind von richtigen Wissenschaftlern in den Wind geschossen worden.

    Und Arnies Bachelor ist ein echter und hat ihn Amerika wenigstens noch den Wert den er haben sollte.
  7. #456

    Entscheidungen nicht immer rational

    Brüderles Äusserung um die BDIler zu beschwichtigen zeigt seinen beeindruckenden Hass auf die Demokratie: der "AKW-Notstopp" wurde nicht etwa aufgrund des Willens der Mehrheit der Bevölkerung beschlossen, sondern ist Wahltaktik (was so lächerlich offensichtlich war, dass man es sogar aussprechen kann ohne sofort den Hut nehmen zu müssen). "[D]ass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational" ausfallen, muss man da schon verstehen. In Wahlkampfzeiten muss man so tun, als würde einen die Mehrheitsmeinung interessieren und als würde man auf sie Rücksicht nehmen.
    Ist der Wahlkampf dann vorüber, kann man die kosmetische provisorische Aktion - ein Akt vorgaukelter Demokratie - wieder zurücknehmen und weitermachen wie vor Fukushima, was die Mehrheit der "emotionalen" Bevölkerung kaum verstehen dürfte; ihr geht im Gegensatz zur herrschenden Klasse der Sinn für rationale Entscheidungen ab.

    Die Herren des BDI haben wenig Verständnis für solche Zwänge, weswegen Brüderle sie ihnen erklären muss: würden wir doch in einem autokratischen System leben, in dem man keine Rücksicht auf den lästigen Mehrheitsmob nehmen muss - dort operiert es sich so viel effizienter.
  8. #457

    Bankenlehre?

    Zitat von thepunisher75 Beitrag anzeigen
    Der erste Titel ist eine Ehrenprofessur, so eine hat auch Herr Kohl erhalten plus fünfzig andere irrelevante Titel. Sagt nichts über ihn als "Wissenschaftler" aus. Der hat allenfalls eine Bankenlehre geschafft, sonst nichts. Hören sie auf diese Witzfigur von einem "Nichts-Wissenschaftlichen" Autoren aufzubauschen. Schon seine Thesen sind von richtigen Wissenschaftlern in den Wind geschossen worden.

    Und Arnies Bachelor ist ein echter und hat ihn Amerika wenigstens noch den Wert den er haben sollte.
    Wikipedia: "Nach dem Ableisten des Wehrdienstes studierte er [Sarrazin] von 1967 bis 1971 Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. Anschließend war er Assistent am Institut für Industrie- und Verkehrspolitik der Universität Bonn und wurde von dieser im Jahre 1973 zum Dr. rer. pol. promoviert. In seiner Dissertation behandelte er wissenschaftstheoretische Probleme der Wirtschaftsgeschichte aus dem Blickwinkel des Kritischen Rationalismus."

    suite101.de: "Der einflussreiche deutsche Sozialhistoriker Jürgen Kocka würdigt Sarrazins Dissertation als sehr brauchbar, bescheinigt dem Autor ökonomischen und erkenntnistheoretischen Sachverstand, Facettenreichtum und Scharfsinn. Kocka`s nicht unmaßgeblicher Meinung nach, leistet das Buch einen "interessanten Beitrag zur Diskussion um die Logik der historischen Forschung".

    Wer eine hochwertige Promotionsleistung nicht von einer Bankenlehre unterscheiden kann, hat vermutlich selbst weder das eine noch das andere und auch nichts Vergleichbares vorzuweisen. Aber andere als "Witzfiguren" bezeichnen...
  9. #458

    Eine hohe Moral macht sich immer gut

    Zitat von Kassiopeia Beitrag anzeigen
    Brüderles Äußerung um die BDIler zu beschwichtigen zeigt seinen beeindruckenden Hass auf die Demokratie: der "AKW-Notstopp" wurde nicht etwa aufgrund des Willens der Mehrheit der Bevölkerung beschlossen, sondern ist Wahltaktik (was so lächerlich offensichtlich war, dass man es sogar aussprechen kann, ohne sofort den Hut nehmen zu müssen)
    Es macht sich gut, einen so hohen moralischen Anspruch zu erheben, es zeigt aber eine sehr naive Vorstellung von dem, was Politik ist, auch und gerade in der Demokratie!

    Brüderles Äußerung verrät keinen Haß auf diese Staatsform, sondern war ein offenes (allerdings unvorsichtiges) Eingeständnis, daß man sich manchmal auch pro forma der Mehrheitsmeinung anpassen muß, um Schlimmeres zu verhüten.

    Glauben Sie etwa, die Politik der anderen Parteien sei weniger zweckorientiert? Und was meinen Sie, denkt der Rest der Welt über die deutsche Antiatom-Hysterie? Dort dürfte man erleichtert sein, daß es noch Realisten in unserer Regierung gibt. Brüderle hat wenigstens vernünftige Grundsätze, andere Volksvertreter (Leute wie Gabriel) hängen ihr Fähnchen sachfrei in den Wind - solange es nur dem Machtgewinn dient.

    Der Mehrheitswillen der Bevölkerung ist Ihnen offenbar heilig. Im "Deutschen Herbst" 1977 waren allerdings 67% der Befragten für die Todesstrafe, und das Parlament hat diese Stimmung ignoriert. Würden Sie da auch von "Haß auf die Demokratie" sprechen? Oder finden Sie die Mehrheit nur dann wichtig, wenn Sie Ihren Wünschen entspricht?

    In unserer Zeit ist die Mehrheitsmeinung weitestgehend ein Produkt der Indoktrination durch Schule und Medien, wo Technikfeindlichkeit, Kapitalismuskritik und überhaupt linke Positionen geradezu eine Monopolstellung haben.

    Dagegen sagte schon Schiller zu Recht:

    "Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
    Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.
    ...
    Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
    Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
    Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet."
  10. #459

    Zensur

    Zitat von philathei Beitrag anzeigen

    In unserer Zeit ist die Mehrheitsmeinung weitestgehend ein Produkt der Indoktrination durch Schule und Medien, wo Technikfeindlichkeit, Kapitalismuskritik und überhaupt linke Positionen geradezu eine Monopolstellung haben.

    Dagegen sagte schon Schiller zu Recht:

    "Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
    Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.
    ...
    Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
    Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
    Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet."
    Schade, dass Schiller wohl noch nichts zu den Quellen der Indoktrination sagen konnte.

    Oder hat er es versucht und wurde auch zensiert ? :-)