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Atom-Konflikt: Obamas Iran-Dilemma

Setzen die Sanktionen Iran unter Druck? Oder*sind Militärschläge notwendig, um den Atom-Kurs des Regimes zu stoppen? In den USA*wird im Wahljahr immer mehr über einen möglichen Krieg debattiert. Präsident Barack Obama steckt in der Klemme.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...811908,00.html
  1. #40

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Leon Edward Panetta, dementierte ca. 8. Jan. 2012, also vor knapp
    3 1/2 Wochen, daß Iran im Begriff sei, Atomwaffen zu entwickeln oder welche zu bauen. Gedächtniszitat: "Wir wissen, dass das nicht der Fall ist."
    Leon Panetta war vor Kurzem noch Direktor des CIA.

    Was also will uns, bzw. der amerikanischen Öffentlichkeit, irgendjemand weismachen?
    Der Artikel im " Foreign Affairs" erschien schon vor etwa 2 Wochen.

    Um was geht es denn jetzt also tatsächlich?
    Etwa darum, daß der USA Verluste entstehen, weil der Iran die Bezahlung seines Erdöls von USD auf Euro umgestellt hat ?

    Wie vor dem Irak-Krieg auch Saddam Hussein ?
    Es geht wahrscheinlich ganz konkret darum, dass bei einem Iran mit Atomwaffen, die USA ihren kompletten Einfluss in dieser Region verlieren würden. Aus gleichem Grund hat man Saddam Hussein angegriffen als er in Kuwait einmarschiert ist und auch 2003 als er nicht so mit dem Westen zusammenarbeiten wollte, wie sich die USA das vorgestellt haben.

    Wenn der Iran erst einmal Atomwaffen besitzt, können die USA fluchen wie sie wollen, dann währen "Präventivschläge" und Strafexpeditionen, die die Amerikaner seit Jahrzehnten in der Region ausführen, ein für alle Mal Geschichte.

    Es geht ganz konkret um den Einfluss in dieser Region und der würde von heute auf morgen gegen Null sinken, wenn eines der Länder, die auf lange Sicht keine US Allierten sind, Atomwaffen besitzt.

    Deswegen sehe ich das Ganze auch ziemlich pessimistisch und gehe davon aus, dass die Amerikaner über kurz oder lang über den Iran genauso herfallen werden, wie sie das schon beim Nachbarn Irak getan haben. Bleibt zu hoffen, dass sie diesmal zumindest aus ihren katastrophalen Fehlern im Irak gelernt haben, und nicht wieder das Kunststück vollbringen die gesamte Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit vor den Kopf zu stossen.
  2. #41

    Zitat von bschaich Beitrag anzeigen
    Wenn man auf dieser Welt irgend ein Gebiet sich selbst überlässt, dann kommt dabei sowas raus wie Somalia. das mag gut sein für die Umwelt, weil sich der Fischbestand erholen kann, was das aber mit der Weltwirtschaft zu tun hat und damit mit ganz realen Interessen jedes einzelnen bei uns...

    was reg ich mich auf. Hinterher sind ja eh immer die anderen Schuld.
    Hahaha, Entschuldigung, dass ich lache, mache ich ansonsten nie, aber das was Sie da geschrieben haben, ist der pure Hohn. Was ist das für eine masslose Arroganz, zu behaupten, dass andere Völker nicht eigenständig sind und jemanden aus dem Westen brauchen mit harter Hand? Das sind Kolonial Auffassungen aus dem letzten Jahrhundert.
    Genau diese Einstellung und die daraus folgende Kolonialisierung haben als eines der Ergebnisse die Situation, wie es sie in vielen Ländern in Afrika im Moment gibt. Wozu auch die Armut und Piraterie aktuell gehört. All das was da im Moment passiert, haben wir als Europäer mitverantwortet.
  3. #42

    Zitat von Zarathustra Beitrag anzeigen
    Wer gegen die Sanktionen ist, ist zwangsläufig für den Krieg.[/url]
    Einen ähnlichen Satz hat Friedensstifter Bush verwendet.

    "You're either with us or against us in the fight against terror"

    Abhängig von der Entscheidung folgte dann die amerikanische Einteilung in altes und neues Europa und natürlich die "coalition of the willing"
  4. #43

    Zitat von Zarathustra Beitrag anzeigen
    Hohe Inflation und Hamsterkäufe als Folgen der Sanktionen. Es wird nicht mehr lange dauern bis die Menschen wieder auf die Straßen kommen und gegen das Regime protestieren.
    Wer gegen die Sanktionen ist, ist zwangsläufig für den Krieg. Einen dritten Weg gibt es nicht. Das Regime in Teheran darf einfach keine Atombombe haben.
    Inflation and growing isolation is stifling the lives of many Iranians

    gooya news :: didaniha :
    Nur der Kapitalismus glaubt an das Egomanentum des Menschen , in Wahrheit schließen sich Menschen bei Katastrophen immer zusammen , und immer gegen den Verursacher der Katastrophe! War so in Deutschland , war so bei jeder "Sanktion" - diese Idee ist faktischer Nonens!
    Und niemand wird irgendwas "verhindern" können - ausser er hat zufällig mehr Macht und will seinen eigenen Hals so richtig dabei riskieren!
    Ob der Iran wirklich an einer Atombombe bastelt? Bisher gibts dafür noch nicht mal einen sicheren Beweis - ist genau wie bei den Massenvernichtungswaffen im Irak - auch da hatte man nur eines - von den US-Gesteuerte Scheißpropaganda!

    Hier wollen einfach wieder ein paar geistige Krüppeln an der Welt zündeln - ist ja schön wenn man immer ein paar in den Krieg hetzen kann - während man weit ab vom Schuss sitzt!
  5. #44

    Doch: ich weiß nur nicht mehr, ob als Text oder auditiv

    Zitat von uinen_osse Beitrag anzeigen
    Das interessante an dieser Aussage ist dass sie in den deutschen Medien nicht veröffentlicht wurde.
    In der Regel informiere ich mich im deutschen Blätterwald, u.a. in:
    Spon, MM, Handelsblatt, FAZ, Süddeutsche FTD, manchmal WELT - und seit dem Vietnamkrieg auch in der NZZ, die war zumindest damals neutral(er).
    Allerdings ist es durchaus möglich, daß ich diese KURZnachricht auditiv
    vernommen habe. Habe die Sender DLF und SWR1 drin. Es kann durchaus sein, daß es ein Korrespondentenbeitrag war. Ich weiß nur noch, daß ich ungemein erleichtert und froh war, daß endlich ein führendes Mitglied der US-Regierung sich so vernünftig und objektiv äußerte - und dachte noch: den Namen PANETTA [den ich zuvor nicht im kognitiven Bewußtsein hatte], den Namen Panetta, den muß ich mir merken. Endlich ein Lichtblick. - Also haben sie doch nicht vor, jetzt gleich loszuschlagen.
    Zeitliche Eingrenzung: es war 2012, und zwar nach 21:00 h am 7.1. .
    Denn zuvor war ich nicht im deutschen Sprachraum, und bei einer Nachricht auf englisch oder französisch hätte ich eher gedacht, ich hätte mich verhört.
    Grüße, Wohlmein
  6. #45

    Demagogie

    Zitat von bschaich Beitrag anzeigen
    ...Wenn man auf dieser Welt irgend ein Gebiet sich selbst überlässt, dann kommt dabei sowas raus wie Somalia. ...
    Somalia ist rausgekommen, weil man es gerade eben nicht ungestört sich entwickeln lässt. Das ist der feine Unterschied. Den man natürlich mit Ihrem Verständnis von Politik nicht verstehen kann.
  7. #46

    Iran-Krieg

    Man kann nur Brzezinski zutieren, wie er es bereits 2007 in der ZEIT zum Ausdruck brachte: "Es gibt ja ein paar Leute in Amerika, die sich nach einer Militäraktion gegen Iran zu sehnen scheinen. ... Die Konsequenz wäre Chaos in der ganzen Region; wahrscheinlich wären die Folgen für die Weltwirtschaft aufgrund eines explodierenden Ölpreises gewaltig; Amerika wäre langfristig in militärische Konflikte nicht nur im Irak, sondern in Iran, wahrscheinlich auch in einen eskalierenden Konflikt in Afghanistan verstrickt und müsste mit unkalkulierbarer Instabilität in Pakistan rechnen. Alles zusammen würde den amerikanischen Einfluss in der Welt gewaltig reduzieren." (Zitat)

    Damals war Bush Jr. am Ruder. Die aktuellen Spiele zeigen, wie marginal der Unterschied zu Obama ist.


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