Forum


 

Atheisten-Treffen: Unter Gottlosen

buskampagne.deWäre Atheismus eine Konfession, wäre sie in Deutschland die zahlenstärkste. Doch die Nichtgläubigen waren bisher eine stille Mehrheit: Nur wenige äußerten sich öffentlich. Nun könnte sich das ändern - Atheisten fordern das Moral-Monopol der Religionen heraus.

Atheisten: Gottlose fordern Moral-Monopol der Kirche heraus - SPIEGEL ONLINE
  1. #480

    Zitat von Larnaveux Beitrag anzeigen
    Ich bin bekennender Christ, der seit langer Zeit in seiner Freitzeit in einer Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig ist. ...
    Da scheinen Sie wohl an das atheistische Pendant zu den Pius-Brüdern oder den Zeugen Jehovas gekommen zu sein.

    Da sich hinter Atheismus keine verbindende oder verbindliche Weltanschauung verbirgt, besteht (zum Glück) auch kein Anspruch darauf, automatisch der bessere Mensch zu sein (Pseudo-religiöse Atheismus-Varianten wie Faschismus oder Kommunismus mal außen vor...).

    Insofern gefällt mir Ihr Apell zu weniger Agression ausgesprochen gut :-)
  2. #481

    Ja?

    Zitat von vhe Beitrag anzeigen
    Also welche Berichte lassen sich nicht als Phantasien eines sauerstoffunterversorgten oder sonstwie fehlfunktionierenden oder traeumenden Gehirns erklaeren?
    ...
    Solange ich eine einfachere Erklaerung hab, brauch ich das auch nicht.
    Auch Sie wissen, dass das bezüglich der NTE lediglich halbherzige Erklärungsversuche einer nach wie vor ratlosen Wissenschaftswelt , aber man eigentlich nur weiß, dass man nichts weiß.

    "In der Literatur werden verschiedene Phänomene diskutiert, die für die Erklärung von Nahtoderfahrungen herangezogen werden. Der Erklärungswert aus anderen Bezügen ist jedoch begrenzt, da man bisher lediglich die Ähnlichkeit von Teilaspekten von Nahtoderfahrungen mit anderen Phänomenen beobachten konnte."
    Nahtoderfahrung

    Mit Ihrer "einfachen Erklärung" machen Sie es sich somit nachweislich zu einfach.
  3. #482

    Ich glaube an Hui-Buh

    Zitat von Treeman Beitrag anzeigen
    Ich sage, dass ein strikter 100% Atheismus ("Ich weiß, dass Gott nicht existiert) schlicht unlogisch ist. Sie glauben, dass Gott nicht existiert,
    Sie gehen ja von einer falschen Voraussetzung aus.
    Atheismus heißt lediglich, daß man nicht an Götter glaubt.
    Punkt und Schluss.
  4. #483

    Tja

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Offenbar kennen Sie die Geschichte der Naturwissenschaft nicht. Zu den bedeutendsten Naturforschern gehörten die Theologen, z.B. Roger Bacon und Cusanus, Pierre Gassendi, und viele viele andere. Der ev. Theologe Henry Oldenburg war Sekretär der Royal Society.
    Die Diskussion ist sinnlos, weil vielen Gläubigen die nötige Bildung fehlt, sei es historisch oder logisch oder naturwissenschaftlich oder alles zusammen. Das zeigt auch hier wieder.

    Atheisten glauben nicht an die Existenz Gottes, deshalb müssen sie weder etwas begründen noch beweisen. Wer an die Nichtexistenz Gottes glaubt, müsste es begründen. Wer an die Nichtexistenz des Spaghettimonsters glaubt, kann es dadurch begründen, dass er den Erfinder nennt oder nachweist, dass seine Erfindung allgemein bekannt ist.

    Dass Gott die Erfindung eines Märchenerzählers ist, das ist so gut wie sicher, lässt sich aber leider nicht belegen. Dazu braucht man eher die Archäologie als die Naturwissenschaft. Letztere kann aber hilfreich sein, um Dokumente zu datieren.
    So gut wie sicher aber nicht belegbar. Das ist das Problem. Es gibt keine Beweise. Und ich habe auch nicht vor Sie vom Gegenteil zu überzeugen. Sie jedoch wollen indirekt schon mir und anderen Menschen IHRE Meinung aufzwingen in dem Sie anderen Logik und Wissen absprechen. Das ist nicht grade ein Zeichen von Intelligenz, sondern ein Zeichen von Hilflosigkeit.

    Und in dem es zu solchen Diskussionen kommt, kommt es eben dazu, dass auch Atheisten dazu aufgefordert werden zu beweisen. Dem kann man sich nur entziehen, indem man das religiöse Gegenüber als nicht diskussionswürdig ansieht. Das Problem ist doch, Sie wollen rechthaben, wie soviele religiöse Fundamentalisten. Es gibt aber bei dieser Diskussion keine Sieger.
    Mir sind Bacon und die anderen durchaus vertraut und ihr Hinweis darauf liest sich zwar nett, beinhaltet jedoch keinerlei Zusammenhang mit der Frage ob Naturwissenschaften ein Mittel sein können die Existenz Gottes zu widerlegen oder zu beweisen.

    Die Diskussion ist sinnlos weil nach Ihrer Meinung nach Ihr Gegenüber nicht gebildet genug ist? Ihre Stellungnahme impliziert doch, dass Sie meinen, nur dann wäre es sinnvoll, wenn man Ihre Sicht von vornherein bejaht. Und wenn Sie sich auf den Kopf stellen, Sie behaupten und wissen nicht....und wenns nicht reicht, müssen Sie den anderen absprechen sich mit Ihnen auf Augenhöhe zu befinden...Sie wissen also nichts.
  5. #484

    Indirekter Beweis? Sehen, hören, glauben?

    Zitat von duschinabuschi Beitrag anzeigen
    ...genauso wie der Atheist nicht die Beweise sehen kann, die die Existenz Gottes zeigen?

    Atheisten überschätzen die menschliche Erkenntnisfähigkeit. Sie glauben (da ist es wieder) an die Rationalität und die Wissenschaft und glauben, dass dies objektive und vom Menschen unabhängige Dinge seinen und keinesfalls Konstruktionen, wie die Religionen. Sie glauben, dass sie zwei Kilo Biomasse in ihren Schädeln dazu befähigt die einzig richtige Wahrheit des Universums zu erkennen.
    "Atheisten überschätzen die menschliche Erkenntnisfähigkeit"
    Nein, im Gegenteil - zumindest bei den agnostischen Atheisten, die aufgrund der seinerzeit marxistischen Schulbildung im Osten der Republik wohl den atheistischen Kern bilden, auch wenn deren Existenz hier arg bestritten wird.

    Wissenschaft ist Beobachtung und Beschreibung einer objektiven Realität ("Das Ding an sich"). Im Gegensatz zu letzterer ist sie definitiv subjektiv und immer nur ein augenblickliches Abbild. Dies gilt auch, wenn sich durch übereinstimmende Wahrnehmung und Interprätation durch Tonnen "grauer Bio-Masse" statistisch so etwas wie eine "kollektive Vernunft" oder "übereinstimmende Lehrmeinung" herauskristallisieren ließe, die inform von Publikationen etc. wiederum neue, abgeleitete Realitäten schafft.

    Auf diese Weise ist vielleicht auch die Bibel -als Konstrukt- entstanden, als Wissenskanon mit Wurzeln aus der Bronzezeit und länger zurück, als Sammelwerk von "biblischen Gottesphänomenen", die aufgrund der schlechten Ur-IT nicht nachprüfbar sind, formulieren wir es mal nett, historischen Legenden und durchaus auch klugen Lebensweisheiten + Poesie!! Und diese "Realität", angeblich Gottes Wort in Form eines Buches läßt man dann pseudowissenschaftlich erforschen durch die "Theologen". Ansonsten: Welcher Beweis ist zu sehen oder nicht zu sehen? Malerische Natür ist zwar nett, aber wofür ein Beweis?
  6. #485

    Die Naturwissenschaft nicht

    Zitat von h.hass Beitrag anzeigen
    Die Naturwissenschaft ist nicht dazu da, um "Sinnfragen" zu beantworten und maßt sich das auch nicht an. Dann sollte sich umgekehrt die Religion auch nicht anmaßen, naturwissenschaftliche Aussagen wie "Gott erschuf die Welt in sieben Tagen" zu treffen.
    ...aber einige Menschen nehmen dafür die Naturwissenschaft schon in Anspruch wie hier. Übrigens ist die Aussage die sie zitieren ursprünglich ein Glaubensbekenntnis der Juden im Exil in Babylon und eine Reaktion auf die vielen anderen Vorstellungen von der Entstehung der Welt, die ihnen dort begegnet ist. Fragen Sie doch mal stinknormale Christen ob Sie diese Aussage wörtlich nehmen und damit meine ich nicht die üblichen Fundis die immer hier herangezogen werden....
  7. #486

    Zitat von Gallandor Beitrag anzeigen
    Ich würde es sogar befürworten, wenn sich die Menschheit von diesen geistigen Korsetts (aka Religionen) befreien würde/könnte .. Aber dazu müssten die Menschen erstmal wollen.
    Richtig; der große Irrtum vieler Gläubiger ist, dass es keine Alternative zur (christlichen) Religion gäbe. Es gäbe viele faszinierende Themen, über die man nachdenken könnte und die den Menschen viel mehr Lebenssinn oder dergleichen geben könnten. Die Naturwissenschaften selber liefern Stoff dazu und sie lassen Freiräume für Spiritualität oder die Beschäftigung des Geistes. Religion war die archaische Form der Psychologie.
  8. #487

    ||²³

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Nein. "Gott" ist keine "Sinnfrage", sondern nach Ansicht seiner Befürworter ein Wesen, das die Welt erschaffen hat.
    Logischerweise muss "er" (es?) dann selbst irgendwelche Eigenschaften besitzen. Irgendwelche.
    Und die wären dann auch der wissenschaftlichen Forschung und dem Nachweis prinzipiell zugänglich.
    Selbst so etwas flüchtiges und undeutliches ein Nebelschwaden hat eine Reihe von Eigenschaften, die eindeutig bestimmbar sind. Der Nachweis von Nebelschwaden ist daher gar nicht schwierig.
    Damit steht ein Nebelschwaden verdammt viel besser da, als irgendeine Gottheit, die sich irgendwer im Laufe der Geschichte ausgedacht hat.
    Die besten Definitionen für Gott:

    "Ich bin, der Ich sein werde" [Exodus 3,14]
    "Ich bin der Seiende" [Septuaginta]

    Brennender Dornbusch

    Die Aussagen sind unterschiedlich, aber etwas Dualität sollte ein Mensch schon aushalten können.

    Eine solche allgewaltige Entität (= Dinglichkeit) wird der Mensch aus seiner Position der Teilhaftigkeit nicht mit Meßgeräten nachweisen können.
  9. #488

    Zitat von longjohnblues Beitrag anzeigen
    Also so wie ich das mal in der Schule gelernt habe, schließt sich beides nicht aus.

    Der Atheist - die "Negation eines Gottesanhängers (Theist)"- glaubt -subjektiv- nicht an die Existenz von Gott, insbesondere weil ihm ein Nachweis fehlt.

    Als Agnostiker geht er davon aus, daß er das Wesen der unendlichen Welt, obwohl es bekannten und unbekannten Naturgesetzen gehorcht, nie absolut erkennen kann, z.B. weil es sich in jedem Moment verändert, er nicht an jedem Ort gleichzeitig sein kann usw.

    Während die Religiösen ggf. gnostisch davon ausgehen, zumindest indirekt, durch das Erfahren von Gott, durch das Essen seines Leibes etc. an der absoluten und universellen Weisheit Gottes partizipieren können.
    Und diesem Agnostizismus ist dann die Akzeptanz einer unendlich gegen Null tendieren Restwahrscheinlichkeit einer Gottesexistenz geschuldet.
    An der Schule gibt es leider auch noch Religionsunterricht, demnach kann man diese Definitionen durchaus in Frage stellen. Ein Atheist "glaubt" eben nicht an irgendetwas, ob es die Existenz oder Nichtexistenz von etwas ist. Für eine/n Atheisten/in ist es müßig, sich darüber überhaupt Gedanken zu machen, da er/sie davon überzeugt ist, daß es keine Gottheit irgendwelcher Art gibt, und er/sie somit seine Energie sinnvoller einsetzen kann als sich über etwas Nichtexistentes den Kopf zu zerbrechen.
    Daher trifft Ihre Schuldefinition eines Atheisten eher auf Agnostiker zu, während Ihr Schulagnostiker eher einer etwas merkwürdigen Religion angehören zu scheint.
  10. #489

    genauso wie im realen Leben

    Wenn man hier die Kommentare liest ist es wie im realen Leben. Jeder verteidigt seine Position, ohne eigentlich gewillt zu sein den anderen mit seiner Meinung in Frieden zu lassen.
    Versuchen wir doch die Sache mal ganz nüchtern zu betrachten.
    Glaubt irgendjemand wirklich das wir knapp 50% Zugehörig einer Relegion hätten wenn die Taufe erst ab 18 Jahren vollzogen werden dürfte?
    Hat irgendjemand bisher versucht darauf eine Antwort zu bekommen? Hat irgendjemand versucht heraus zu finden warum wir in Deutschland die fortschrittlichste Demokratie haben (wenn leider auch noch vieles im Argen ist)?
    Hier wird immer nur versucht Antworten zu geben, bzw. sich zu rechtfertigen. Warum werden keine Fragen gestellt?








TOP



TOP