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Atheisten-Treffen: Unter Gottlosen

buskampagne.deWäre Atheismus eine Konfession, wäre sie in Deutschland die zahlenstärkste. Doch die Nichtgläubigen waren bisher eine stille Mehrheit: Nur wenige äußerten sich öffentlich. Nun könnte sich das ändern - Atheisten fordern das Moral-Monopol der Religionen heraus.

Atheisten: Gottlose fordern Moral-Monopol der Kirche heraus - SPIEGEL ONLINE
  1. #30

    Sie können das ganz einfach.

    Zitat von memphis60 Beitrag anzeigen
    Wie können diese Leute behaupten es gäbe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott?
    Mit der gleichen Sicherheit, mit der sie behaupten können, dass unser Universum nicht in einen großen Sack voller Quietschentchen steckt. Es gibt keinerlei Hinweise auf post-galaktische gelbe Gummifiguren, und die Arbeitshypothese, dass diese nicht existieren, widerspricht keiner bekannten Beobachtung.
    Nach dem gleichen Prinzip könnte ich Sie fragen, mit welcher Berechtigigung Sie die Existenz des Fliegenden Spaghettimonsters und der unsichtbaren rosa Einhörner ausschließen.
  2. #31

    Re: Glauben und Atheismus

    Zitat von memphis60 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe die Kirchen bleiben und bekommen wieder Zuwachst, sonst sehe ich Düsteres für unsere Gesellschaft, wo es eh kaum mehr moralische Werte gibt.
    So wie ich es verstanden habe, ist genau das der Sinn dieser Aktion: darauf hinzuweisen, dass moralische Werte nicht unbedingt aus einer Religion entwachsen müssen. Aufklärung und Humanismus haben ähnliche Ideale und "Gebote" hervorgebracht - ohne auf eine höhere Kontrollinstanz zurückgreifen zu müssen, deren Existenz fragwürdig ist.
    Was nun im Umkehrschluss aber nicht heißen soll, Atheisten und Agnostiker (bitte unterscheiden!) wären moralischer als Gläubige.
  3. #32

    Zitat von hador2 Beitrag anzeigen
    Auf der anderen Seite leisten kirchliche Stellen auch durchaus immer noch wichtige soziale Leistungen, von Kindergärten bis zur Diakonie. Für viele dieser Leistungen gibt es aktuell schlicht zu wenig nicht-religiöse Alternativen als das man jetzt einfach die Kirchen hier rausdrängen könnte.
    Zitat von memphis60 Beitrag anzeigen
    Und was die abschaffung der Kirchensteuer etc. betrifft. Ich möchte nicht wissen wie viel uns soziale dienste kosten würden und wie gut die dann wäre wenn das alleine der Staat machte. Wir müßten noch mehr Steuern zahlen, denn in den kirchen gibt es zahlreiche Ehrenamtliche die kosten nix und wenns der Staat macht kostet es eben doch was.
    Es ist ein Zeichen unserer Zeit, daß alles nach Kosten/Nutzen abgewägt wird.
    Ich hoffe die Kirchen bleiben und bekommen wieder Zuwachst, sonst sehe ich Düsteres für unsere Gesellschaft, wo es eh kaum mehr moralische Werte gibt.
    Genau diese Art von Argumentation zeigt welche Falschinformationen immer noch die Debatte prägen. Kirchliche Schulen, Kindergärten oder Krankenhäuser werden zu 100% aus Steuergeldern bezahlt, die Kirchen wenden dafür keinen müden Cent auf. Aber sie maßen sich an dann zu bestimmen wie dort Angestelle zu leben und zu denken haben. Wenn die Kirche solche Einrichtungen aus eigener Tasche bezahlt, mag für sie auch das Recht gelten zu bestimmen wer dort arbeitet. Aber solange "kirchliche" Einrichtungen durch allgemeine Steuern bezahlt werden, also auch durch die Steuern von Atheisten wie mir, kann es nur richtig sein den kirchlichen Einfluss zu 100% zurück zu drängen.
  4. #33

    ???

    Zitat von maco Beitrag anzeigen
    Korrektur: In vielen Fällen tragen die Kirchen nicht mal 10% der Kosten z.B. eines "kirchlichen" Kindergartens. 90% trägt die Kommune - aber die Kirche hat 100% Bestimmungsrecht, z.B. in Personalfragen! Das kann so nicht sein.
    Sie haben von Prozentrechnung und öffentlichen Haushalten nicht soviel Ahnung, oder? :-)
    Zeigen Sie mir den öffentliche Haushalt, der auf die Anteile der kath. und evang. Kirche verzichten mag!
    Und wenn Sie 10% wenig finden, spenden Sie doch ab jetzt 10% Ihres Gehaltes an die deutsche Krebsforschung!
    Besser als hier heiße Luft auszustoßen! :-)
  5. #34

    Zitat von unimatrix Beitrag anzeigen
    Ich frage mich gerade als agnostischer Atheist, welcher Abstimmungspunkt für mich gilt? Habe ich was übersehen?
    Könnten Sie den agnostischen Atheismus definieren?
  6. #35

    Zitat von memphis60 Beitrag anzeigen
    ... in den kirchen gibt es zahlreiche Ehrenamtliche die kosten nix und wenns der Staat macht kostet es eben doch was.....
    Es gibt auch reichlich nicht-kirchliche Organisationen, die in allen Bereichen ehrenamtliche Arbeit leisten. Ob bei den Hilfs- und Rettungsorganisationen, Bürgernetzen oder Elterninitiativen. Wer sich engagieren möchte, findet eine Plattform - ob nun in einer Kirche oder außerhalb.
  7. #36

    An Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit

    Zitat von memphis60 Beitrag anzeigen
    Woher nehmen sie diese Gewissheit, haben Sie mit Toten gesprochen, oder sonstige parapsychologische Quellen, die wir Normalbürger nicht kennen?
    Ob es einen Gott gibt oder nicht ist ein großes Geheimnis und wie es ja schon heißt eben Glaubenssache. Es ist eine ziemliche Anmaßung so eine Behauptung aufzustellen und damit indirekt alle Gläubigen als Phantasten etc. hinzustellen.
    Es gibt einfach keinen (belastbaren) Hinweis darauf, dass es einen gibt. Es könnte auch sein, dass in meinem Kleiderschrank Elfen wohnen, die immer unsichtbar werden, wenn jemand die Tür aufmacht, aber ich beobachte kein Phänomen, dass die Annahme von Elfen erforderlich macht (das gelegentliche Verschwinden von Socken kann auch anders erklärt werden). Es ist demnach zwar nicht völlig ausgeschlossen aber doch sehr unwahrscheinlich, dass es diese Elfen gibt und wenn ich behaupten würde, es gäbe sie dennoch, würde ich zurecht als Phantast abgestempelt werden.

    Siehe hierzu auch die Analogie von Russels Teekanne: https://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne
  8. #37

    Zitat von Guy Montag Beitrag anzeigen
    Wie wär's mit: "Ich zweifele, bin mir nicht sicher"
    Agnostik heißt ja schließlich "Nicht wissen"

    Übrigens: Was ist denn ein agnostischer Atheist? Ist ein wenig ein Widerspruch, oder?
    Nö, eigentlich nicht. Ein Atheist ist jemand, der bestreitet jede Existenz einer Gottheit. Ein agnostischer Atheist glaubt nicht an eine Gottheit, aber behauptet auch nicht, dass es da definitiv nichts gibt.
  9. #38

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Nein, eher was nicht verstanden.
    "agnostischer Atheist" ist genauso ein Unsinn wie hartgekochtes Weichei.
    Entweder man ist der Abwesenheit/Nichtexistenz Gottes überzeugt oder man weiß es nicht. Beides gleichzeitig geht nicht.
    Auch für Sie: Agnostischer Atheismus -> Agnostizismus
  10. #39

    Das ist Selbsttäuschung :)

    Zitat von Vic Dorn Beitrag anzeigen
    Sie reden über Gott und Religion...
    Nein. Sondern Sie erfahren erst, dass jemand Atheist ist, wenn Sie versuchen, ihn in ein Gespräch über einen Gott oder eine Religion zu ziehen. Kein Wunder, dass Sie dann den Eindruck haben, dass ein Atheist dauernd über Gott und Religion redet!








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