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Atheisten-Treffen: Unter Gottlosen

buskampagne.deWäre Atheismus eine Konfession, wäre sie in Deutschland die zahlenstärkste. Doch die Nichtgläubigen waren bisher eine stille Mehrheit: Nur wenige äußerten sich öffentlich. Nun könnte sich das ändern - Atheisten fordern das Moral-Monopol der Religionen heraus.

Atheisten: Gottlose fordern Moral-Monopol der Kirche heraus - SPIEGEL ONLINE
  1. #160

    Zitat von Lexington67 Beitrag anzeigen
    Sie können es deshalb behaupten, weil derjenige der eine existenzielle Behauptung aufstellt nachweispflichtig ist. Solange es also keinen Beweis für die Existenz eines Gottes gibt, ist es wohl anzunehmen das es keinen gibt. Und damit sind weder Argumente gemeint wie "Es gibt Gott, der Beweis ist ja das ICH existiere" noch eine kindische Nullargumentation wie "Beweis doch das es keinen gibt".
    Und die diversen Gottesbeweise, die wir "Ungläubigen" nicht erkennen wollen halten irgendwie wohl keiner wissenschaftlichen Überprüfung stand.
    Hä?
    Ich habe in der Schule (DDR) von meinem (wahrscheinlich atheistisch grundeingestellten) Physiklehrer gelehrt bekommen, eine Behauptung müsse in der Wissenschaft solange als wahr anerkannt werden, bis ihre Unwahrheit erwiesen ist.
    Daß Elektronen um den Atomkern kreisen, ist übrigens auch nur eine solche Annahme. Die hierauf basierenden Annahmen funktionieren bislang, deshalb wird es wohl so sein. Aber bewiesen ist das nicht. Muß auch nicht, siehe oben. Es gilt bis zum Beweis des Gegenteils.
  2. #161

    Titel

    Zitat von Sique Beitrag anzeigen
    Und wieso schließt sich das aus bzw. ist Blödsinn?

    Eine Person weiß nicht, ob es einen Gott gibt - sie ist agnostisch.
    Diese Person zieht daraus den Schluss, dass es nicht lohnt, an irgendeinen Gott zu glauben - sie ist atheistisch.

    Es ist jederzeit möglich, aus der Agnosis heraus den Glauben an einen Gott abzulehnen. Das ist die umgekehrte Pascalsche Wette: Weil ich sowieso nicht sicher sein kann, ob es einen Gott gibt, spar ich mir alle Mühen, die der Glaube an einen Gott mit sich bringt.
    Klingt für mich irgendwie nach Haarspalterei.
  3. #162

    wählen?

    Zitat von Toebbens Beitrag anzeigen
    Ich als überzeugter katholischer Christ könnte sehr gut mit einer strikten Trennung von Kirche und Glauben auf der einen Seite und Staat und seinen Funktionen auf der anderen Seite leben. Es wäre vermutlich sogar besser für die Religion. Aber dann bitte eine Trennung, bei der ich selber die Möglichkeit habe, mich für eine der beiden Seiten zu entscheiden. .... In der Praxis hieße das zum Beispiel die gleichberechtigte Existenz kirchlicher Schulen und Kindergärten. Wenn der Staat strikt laizistische Schulen betreiben will, dann bitte nicht aus meinen Steuermitteln. Deren Schulanteil soll dann bitte auch in voller Höhe den katholischen Schulen zugute kommen.
    Sie können für sich gerne wählen. Kinder sollten auch eine Wahl haben, aber diese Wahl haben Kinder nicht, wenn man sie in religiös motivierte Schulen steckt. Von daher sind kirchliche Schulen strikt abzulehen, noch besser, sollten generell verboten werden. Ihren religiösen Zinnober können sie mit ihren Kindern in ihrer Freizeit veranstalten. Nur dann haben die Kinder die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden.
  4. #163

    Staatsleistungen

    Die im Forum und im Artikel kritisierten Staatsleistungen sind Entschädigungen für Vermögensverluste durch Enteignungen in der Geschichte (vor allem im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses). Sie beruhen nicht auf einer politischen Zweckmäßigkeitsentscheidung (etwa weil die Kirchen zum Gemeinwohl beitrügen), sondern auf verfassungsrechtlich garantierten (Eigentums-)Rechtspositionen. Die entsprechenden Art. der WRV, die durch Art. 140 GG ins GG übernommen sind, garantieren spezifische Eigentumspositionen, wie sie auch Art. 14 GG für jeden anderen Grundrechtsträger sichert. Eine einseitige Aufhebung wäre Enteignung und ist deshalb nur unter speziellen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen möglich.
  5. #164

    Das sagt der Intolerante

    Sie machen es sich einfach: Jeder der einer Glaubensgemeinschaft angehört ist intolerant...Sie kennen also alle? Das nenne ich mal Ratio. Die Vereinfachung ist der erste Schritt zum Fundamentalismus und der ist keineswegs von den Religiösen gepachtet, wie man an Ihnen sieht. Sie können gern ihr einfaches schwarz-weißes Weltbild behalten, aber drängen Sie es doch nicht anderen auf! Sonst hält man Sie am Ende noch für einen Missionar
  6. #165

    Zitat von Sique Beitrag anzeigen
    Und wieso schließt sich das aus bzw. ist Blödsinn?

    Eine Person weiß nicht, ob es einen Gott gibt - sie ist agnostisch.
    Diese Person zieht daraus den Schluss, dass es nicht lohnt, an irgendeinen Gott zu glauben - sie ist atheistisch.
    Nein, Atheismus ist A-Theismus. Die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt. Da herrscht kein Zweifel dran. Es ist das eine Ende der Skala, an dessem anderen Ende der Theismus steht, das Überzeugtsein davon, dass es einen Gott gibt (aka "der Glaube").

    Agnostizismus ist das Unwissen, ob es einen Gott gibt. Wenn es einen eine feuchten Kerricht interessiert, ob es Gott gibt, weil es auf das tägliche Leben keine Auswirkung hat, ist das apathischer Agnostizismus. Es ist aber nicht Atheismus

    Theismus: ja
    Atheismus: nein
    Agnostizismus: weiß nicht
    Apathischer Agnostizismus: mir doch egal


    Aber entweder man weiß es nicht, oder man schließt es aus. Beides zusammen (agnostischer Atheismus) macht keinen Sinn.
  7. #166

    Zitat von spon-facebook-10000168351 Beitrag anzeigen
    Nietzschke: Gott ist Tod
    Gott: Nietzschke ist Tod
    Nietzsche: Ätsch, daneben!

    So kennen wir die Götter: Einfach mal drauflos, wird schon den richtigen treffen, und die Kollateralschäden gehen dann eben als "Gottes unergründliche Wege" durch.
    Maier, Mayer, Meier, Meyer, pah - schietegal, wenn ick den auf'm Kieker hab' is der fällig...
  8. #167

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Nein, Atheismus ist A-Theismus. Die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt. Da herrscht kein Zweifel dran. Es ist das eine Ende der Skala, an dessem anderen Ende der Theismus steht, das Überzeugtsein davon, dass es einen Gott gibt (aka "der Glaube").

    Agnostizismus ist das Unwissen, ob es einen Gott gibt. Wenn es einen eine feuchten Kerricht interessiert, ob es Gott gibt, weil es auf das tägliche Leben keine Auswirkung hat, ist das apathischer Agnostizismus. Es ist aber nicht Atheismus
    Theismus: ja
    Atheismus: nein
    Agnostizismus: weiß nicht
    Apathischer Agnostizismus: mir doch egal
    Aber entweder man weiß es nicht, oder man schließt es aus. Beides zusammen (agnostischer Atheismus) macht keinen Sinn.
    Ich wollte zwar nicht mehr antworten, weil ich das jetzt zum 100. Male schreibe, aber auch Ihnen sei folgender Link zugeworfen: Agnostizismus. Schauen Sie und alle die weiterhin behaupten, dass es keine Kombination gibt, mal unter "Agnostischer Atheismus", oder werfen Sie Google an. So schwer kann das doch nicht sein?!
  9. #168

    Beim Teutates!

    Ich glaube an alle mir bekannten Religionen und Götter zur Sicherheit ein bisschen (auch wenn das viele Religionen untersagen). Falls irgendeine Religion aus Versehen richtig liegt, erhöht das vielleicht meine Chancen im Jenseits?!
  10. #169

    Zitat von old_spice Beitrag anzeigen
    Leider belügen sich die meisten Gläubigen selbst:
    Fast alle behaupten, daß es nur einen Gott gibt.
    Ergo ist der Gott der Hindus, Buddhisten, Christen, Moslems und Juden ein und derselbe.

    Würden die Gläubigen das erste Gebot "Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen" befolgen, gäbe es keine religiösen Konflikte.
    Denn woher kann ich denn wissen, das Buddha nicht der einzige Gott ist, wenn ich mir kein eigenes Bild gemacht habe ?
    So ein Quatsch mit Soße!
    1. Der Hinduismus ist überwiegend polytheistisch.
    2. Der Buddhismus ist gar nicht theistisch, im strengen Sinne nicht einmal eine Religion. Er ist eher eine Denktradition oder Philosophie. An einen allmächtigen Gott und eine unsterbliche Seele glauben Buddhisten gerade nicht. Der historische Buddha ist der Begründer dieser Lehre, keineswegs eine Gottheit.
    3. Die Christen bezeugen selbst, an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu glauben. Ergo: Christen und Juden glauben an denselben Gott.
    4. Man kann vielleicht behaupten, daß der Gott der Muslime derselbe sein müsse wie der der Juden und Christen, weil alle sich darauf berufen, an den einen Schöpfer des Himmels und der Erde zu glauben. Gleichwohl kann es sich nicht um ein und denselben Gott handeln, da sich sonst dieser eine Gott in widersprechender Weise den Menschen offenbart hätte, was der einzige wahre und allmächtige Gott aber nicht tun würde. Ergo: Wenigstens eine der "Offenbarungen" ist nicht wirklich göttlich.
    5. Die Annahme, es gäbe keinen Gott, ist m.E. ebenso wahrscheinlich oder auch ebenso unwahrscheinlich wie die Annnahme, es gäbe einen Gott. Wie man Gott nicht beweisen kann, konnte ihn auch noch keiner widerlegen. Also sollen die Atheisten aufhören, immer so zu tun, als seien diejenigen, die an ein höheres Wesen glauben, irgendwie bedeppert oder gar irre.
    Sie machen sich damit selbst lächerlich. Selbst ein wissenschaftliches Genie wie Einstein war von der Existenz Gottes überzeugt, wenngleich er keinen Beweis dafür liefern konnte. Er wußte sehr wohl, daß er "nur" glaubte. Aber er wußte auch, daß die "Gegenseite" ihm diesen Glauben nicht nehmen konnte, die Nichtexistenz Gottes nicht bewiesen konnte.
    Selbst Charles Darwin zweifelte nicht an der Existenz eines Schöpfers und hielt seine Lehre von der Entstehung der Arten für durchaus vereinbar mit diesem Glauben.


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