AFPFrieden, Wahrheit, Gerechtigkeit? WikiLeaks-Gründer Assange lobt Ecuador -ein Land, in dem Journalisten wegen Präsidentenbeleidigung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt werden. Ecuadors Präsident zeigt sich beeindruckt von diesen Worten, man prüfe Assanges Asylantrag ausführlich.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...840110,00.html
Es gibt bisher keinen Haftbefehl. Korrekt. Deshalb wurde Assange bisher nicht ausgeliefert. Korrekt.
Ob der Haftbefehl ausgestellt wird, ist völlig unabhängig davon ob die "Sache in Schweden" erledigt ist.
Die USA interessiert bei der Ausstellung des Haftbefehles nämlich nicht die Bohne, ob sich Assange gerade in Schweden vor Gericht befindet oder sich in einem englischen Landhaus in der Nase popelt.
Falls er sich allerdings in Schweden befindet, gibt es immerhin - im Gegensatz zu GB - eine juristische Hürde: Von Schweden aus wird nur ausgeliefert bei Vergehen, die auch in Schweden strafbar sind, was bei einer "Verschwörung zum Geheimnisverrat" nicht der Fall ist.
In GB gibt es diese Hürde nicht.
Haben Sie diese logische GEdankenkette jetzt verstanden?
Ich habe erstens nie behautet, daß Assange hinter Gitter gehört. Ich habe behauptet, daß er ein überschätzter, eitler Narziss ist. Davon gibts viele, wenn die alle hinter Gitter sollen ist kein Platz mehr im Knast frei.
Ich würde mich allerdings auch nicht zu der Maßlosigkeit versteigen, Assange als politsch Verfolgten zu bezeichnen - und en passent die USA mit China/Nordkorea/Iran/Irak gleich zu setzten.
Im aktuellen Spiegel ist übrigens rein zufällig der Bericht eines aus Nordkorea geflohenen KZ-Insassen. Den könnten Sie sich evtl. mal zu Gemüte führen. Damit Sie wissen, wovon Sie reden.
In Ecuador gibt seit Anfang der 90er einen extremem Journalismus der "Angst und Schrecken" verbreitet. Es wird nur über Mord und Totschlag und Gefahren um Leib und Leben berichtet. Darüber hinaus werden seit dem die Hauptverlage von elitären Industriellen-Familien geführt. Es gab bzw. gibt eine Minderheit in Ecuador die bisher alles gesteurt hat, unahängig davon welcher Präsident an der Macht war. Erst seit dem Correa an der Macht ist gibt es nennenswerten Fortschritt und es entsteht dadurch eine neue Mittelschicht. Der Bevölkerung geht es seit seinem Antritt sehr viel besser. Es wurde unter Anderem die komplette behördliche Verwaltung renoviert/modernisiert und auf den technisch aktuellsten internationalen Standart gesetzt. Ein neues Verkehrsnetzt ist entstanden, wirtschafteliche unabhängigkeit und die Förderung von Kleinunternehmen. Sachen die zuvor in diesem land in so kurzer Zeit unrealisierbar waren. Die Machtelite in Ecuador ist die Einzige die sich tatsächlich beschwert bzw. leidet. Die besagten Journalisten gehörten habe eine Hetzkampagne gegen Correa betrieben. Wer einen halbwegs gebildeten Ecuadorianer kennt wird es bestätigen können...